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Exkurs: Schönheitsmedizin und Werbung

  • Beate Bahner
Chapter

Zusammenfassung

Die gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Schönheitsmedizin und der kosmetischen Chirurgie erfordern bei der Bewertung entsprechender Werbemaßnahmen gegebenenfalls eine differenzierte Betrachtung. Dies gilt vor allem für die in § 27 Abs. 1 MBO verankerten Auslegungsaspekte „Patientenschutz“ 1146 und „Vermeidung der Kommerzialisierung des Arztberufes“.1147

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Literatur

  1. 1146.
    Vgl. hierzu Kapitel 5.2.2, S. 57.Google Scholar
  2. 1147.
    Vgl. hierzu Kapitel 5.2.3, S. 58.Google Scholar
  3. 1148.
    Etwa Brustvergrößerung, Bruststrafïung, Brustverkleinerung, Bauchdeckenstrafrung, Stirnlift, Gesichtslift, Gesichts-Peeling, Faltenbehandlungen, Fettabsaugung usw.Google Scholar
  4. 1149.
    LG Berlin, Urt. v. 30.1.2003 – 16 0 561/02Google Scholar
  5. 1150.
    anders hingegen bei der Werbung für Arzneimittel im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 HWG: Auch wenn ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel nur für kosmetische Zwecke eingesetzt wird (Stichwort Botox, vgl. hierzu Kapitel 10.6.10.1, S. 297), darf hierfür keine Publikumswerbung betrieben werden.Google Scholar
  6. 1151.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.6.9, S. 297.Google Scholar
  7. 1152.
    KG Berlin, Urt. v. 12.11.2002 – 5 U 325/01 ; sich dieser Entscheidung anschließend auch LG Berlin, Urt. v. 30.1.2003 – 16 O 561/02Google Scholar
  8. 1153.
    Fr djggg grundsätzliche Abwägung sei es nicht maßgeblich, ob bloße Schönheitsbehandlungen sich allgemein als sinnvolle Maßnahme und Einkommensverwendung darstellten, so lange dies eine erlaubte Tätigkeit sei.Google Scholar
  9. 1154.
    Zwar bleibe auch die ohne stationäre Unterbringung vorgenommene ambulante Schönheitsoperation eine freiberufliche Behandlung des Arztes — sie werde jedenfalls nach geltendem Recht nicht alleine wegen der fehlenden medizinischen Indikation zu einer gewerblichen. Der verständige Durchschnittsverbraucher erkenne, dass der Arzt hier vergleichbar mit einem Kosmetiker oder Friseur — Leistungen anbiete, die einem gewerblichen Angebot sehr nahe stünden, KG Berlin, Urt. v. 12.11.2002 – 5 U 325/01 ; sich dieser Entscheidung anschließend LG Berlin, Urt. v. 30.1.2003 – 16 0 561/02Google Scholar
  10. 1155.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.2.2.2, S. 225.Google Scholar
  11. 1156.
    Dies entbindet den behandelnden Arzt freilich nicht von dessen ärztlicher Haftung im Falle eines Behandlungsfehlers, sondern fordert eine besonders sorgfältige Aufklärung über die weiteren gesundheitlichen Konsequenzen schönheitschirurgischer Eingriffe etwa die Notwendigkeit einer weiteren Operationen bei Brustimplantaten usw.Google Scholar
  12. 1157.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.2.2.2, S. 225.Google Scholar
  13. 1158.
    § 11 Abs. 1 Nr. 5 HWG, vgl. hierzu auch Doepner und Bülow/Ring sowie Kapitel 10.6.9, S. 297.Google Scholar
  14. 1159.
    BGH, Urt. v. 26.9.2002 – 1ZR 101/00 — www.bundesgerichtshof.de; ebenso LG Bonn, Urt. v. 17.9.2002 – 110 169/02Google Scholar
  15. 1160.
    Hier mag künftig gesetzgeberischer Korrekturbedarf bestehen. Ob es im Interesse der Patienten notwendig ist, auch die Schönheitsbehandlungen unter den besonderen Schutz des HWG zu stellen, wird nur anhand einer Untersuchung über die mögliche Kausalität zwischen der Werbung für diese Schönheitsbehandlungen und den bekannt gewordenen Arzthaftungsfehlern feststellbar sein.Google Scholar
  16. 1161.
    KG Berlin, Urt. v. 7.3.2003 – 5 U 240/02Google Scholar
  17. 1162.
    KG Berlin, Urt. v. 7.3.2003 – 5 U 240/02 ; OLG München, Urt. v. 28.6.2001 – 23 U 2210/01Google Scholar
  18. 1163.
    OLG Stuttgart, Urt. v. 17.10.2002 – 2 U 40/02 — GRUR 2003, S. 119 ff. m.w.N.Google Scholar
  19. 1164.
    OLG München, Urt. v. 28.6.2001 – 29 U 2210/01Google Scholar
  20. 1165.
    So zutreffend OLG München, Protokoll vom 7.11.2002 – 6 U 5527/01Google Scholar
  21. 1166.
    Vgl. hierzu das Urteil des LG Frankfurt/Oder, Kapitel 10.5.3.1, S. 274.Google Scholar
  22. 1167.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.5.5, S. 281.Google Scholar
  23. 1168.
    LG Frankfurt/Oder, Urt. v. 24.7.2003 – 32 O 43/03 , vgl. Kapitel 10.5.3.1, S. 274.Google Scholar
  24. 1169.
    Vgl. hierzu Kapitel 9.2.2, S. 198.Google Scholar
  25. 1170.
    „... insbesondere von Kindern und Jugendlichen “. Das Wort „insbesondere“ erlaubt allerdings auch eine Anwendung auf andere Verbraucherkreise.Google Scholar
  26. 1171.
    Vgl. hierzu Kapitel 10.2, S. 220 ff.Google Scholar
  27. 1172.
    BVerfG, Beschl. v. 18.10.2001 m.w.N. — 1 BvR 881/00 -www.bverfg.de = WRP 2001, S. 1437 ff.; BVerfG, Beschl. v. 23.7.2001 – 1 BvR 872/00 — www.bverfg.de.Google Scholar
  28. 1173.
    Vgl. zur Regelungsbefugnis und zum Überprüfungsrecht der Ärztekammern Kapitel 7.4.9, S. 104 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Beate Bahner
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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