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Chirurgie pp 569-572 | Cite as

Zwerchfell

  • J. R. Siewert
  • H. J. Stein
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die ersten chirurgischen Bemühungen um das Zwerchfell erfolgten im Rahmen der Kriegschirurgie, in der es darum ging, Zwerchfellverletzungen zu behandeln (Ambroise Paré, Paris 1510–1590). Erst 300 Jahre später wurde das Zwerchfell anatomisch im Rahmen erster planmäßiger wissenschaftlicher Autopsien erobert. Hier sind die Namen des Anatomen Giovanni Morgagni (Padua, 1682–1771) und des Prager Chirurgen Victor Alexander Bochdalek (1801–1883) zu nennen. Nachdem diese anatomischen Voraussetzungen erarbeitet waren, konnte die sich entwickelnde Chirurgie auch Eingriffe am Zwerchfell planen und durchführen (Henry Bowditch 1847 in Boston). Zunächst galten die chirurgischen Bemühungen den Verletzungen und anatomischen Fehlbildungen. Erst sehr viel später und überwiegend nach dem 2. Weltkrieg begann die Chirurgie auch das Krankheitsbild der Hiatushernien zu erobern. Diese Eingriffe wurden extrem populär, bis sie durch die moderne Anti-Refluxchirurgie abgelöst wurden. Derzeit ist eine alleinige Hiatushernien-Korrektur nur noch bei den paraösophagealen Hiatushernien indiziert.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • J. R. Siewert
  • H. J. Stein

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