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Der Konstrukteur und der konstruktive Fortschritt

Zusammenfassung

In drei großen Kreisen vollzieht sich das konstruktive Schaffen — im Planungskreis, im Rohstoffkreis und im Fertigungskreis. Diese Kreise übergreifen sich aber örtlich und zeitlich und der Konstrukteur, der bei einem Hüttenwerk eine Kurbelwelle bestellen läßt, hat vielleicht selbst die Presse zum Schmieden dieser Welle entworfen. Mit anderen Worten: Auch innerhalb des Werkstoff- und Fertigungskreises kommt der Planung eine wichtige Rolle zu. Und hinter der Tagesaufgabe des einzelnen Konstrukteurs steht die konstruktive Gesamtarbeit, die bestimmt ist durch die Forderung, Maschinen und Geräte zu schaffen, mit denen sich die vielseitigen Verfahren und Vorgänge in der industriellen Technik durchführen lassen. Die Pläne des Chemikers, des Bergmanns, des Landwirtes, sie bedürfen zu ihrer Verwirklichung des Konstrukteurs.

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Literatur

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    Bei dieser planmäßigen wissenschaftlichen Fortbildung der Konstrukteure nach dem Studium stehen wir erst am Anfang der Entwicklung. Sie kann erfolgenGoogle Scholar
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    durch geeignete Maßnahmen innerhalb der Firmen (namentlich in großen und mittelgroßen Werken).Google Scholar
  3. 2.
    durch besondere, auf das Bedürfnis des Konstrukteurs zugeschnittene Druckschriften, durch Auswertung des Schrifttums (vorbildlich die kritischen Schnellberichte des Fachausschusses für Schweißtechnik) und z. B. auf dem Gebiet neuer Werkstoffe durch Merkblätter der Werkstofferzeuger, die eingehend und sachlich die bei der Umstellung zu beachtenden Konstruktionsgrundsätze beleuchten.Google Scholar
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    durch Fortbildungsmaßnahmen außerhalb der Firmen (namentlich wichtig für Konstrukteure mittlerer und kleinerer Werke). Solche Maßnahmen sind:Google Scholar
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    Mängelkartei, Statistik der Schadensfälle, Ermittlung der „schwachen Stellen“ bei Geräten und Maschinen (Schwachstellenforschung) — aber auch Bewährungsstatistik!Google Scholar
  9. 1.
    Erfahrungen verwerten heißt nicht, starr am Überkommenen festhalten. Auch für dieses Erbe gilt das Wort: „Erwirb es, um es zu besitzen“. Zu diesem Erbe gehört auch das überkommene Wissen. Aber „bei höchster Anerkennung des von der Wissenschaft Erreichten” sollten wir nach Hugo Junkers „doch nicht vergessen, daß der Anteil menschlicher Wirksamkeit, der seine Wurzel im Gefühlsmäßigen hat, immer noch unerschöpflich groß ist“.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • C. Volk
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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