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Dilemmata

  • Joachim Weimann
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Das Problem, mit dem wir uns in diesem Abschnitt beschäftigen wollen, läßt sich folgendermaßen umreißen. Eine Gruppe von Personen ist durch die Zahlung individueller Beiträge in der Lage, ein Gut zu produzieren, von dessen Nutzung kein Gruppenmitglied ausgeschlossen werden kann, weil es sich um ein öffentliches Gut handelt. Verhandlungen zwischen den Gruppenmitgliedern sind aufgrund prohibitiv hoher Transaktionskosten ausgeschlossen. Die in einer solchen Situation ökonomisch interessante Frage lautet: Wird es zur Erstellung des Gutes kommen, und wird es in einer effizienten Menge produziert werden?

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Referenzen

  1. 14.
    Pareto-Effizienz ist dabei als maximale Gesamtzahlung zu verstehen. Im Gefangenen-Dilemma (Tab.1) wird der Gesamtpayoff bei (N,N) maximal. Um diese Strategiekombination jedoch als einziges Pareto-Optimum bezeichnen zu können, müssen wir Kompensationszahlungen zulassen. Andernfalls wären auch (N,G) und (G,N) Pareto-effizient, weil sich ohne Kompensation nicht beide Spieler verbessern können.Google Scholar
  2. 15.
    b und z stelle man sich jeweils als Größen vor, die die Dimension “Nutzeneinheiten eines privaten Numéraire-Gutes” haben.Google Scholar
  3. 16.
    Spätestens an dieser Stelle dürfte die Frage berechtigt sein, ob die Spieltheorie überhaupt irgendeine prognostische Fähigkeit besitzt. Tatsächlich gibt es bereits seit längerem eine heftige Debatte darum, ob die Spieltheorie zur Beschreibung realen Verhaltens tauglich ist oder nicht. Allerdings vollzieht sich diese Diskussion vor allem im Kontext von sogenannten Zwei-PersonenVerhandlungsspielen (Nullsummenspielen). Einen guten Überblick über den Stand dieser Diskussion liefern Ochs und Roth (1989).Google Scholar
  4. 17.
    Zur Vereinfachung unterstellen wir allerdings, daß ß =1 sei.Google Scholar
  5. 18.
    Dieses Theorem wird übrigens deshalb “Folk-Theorem” genannt, weil kein Mensch weiß, wer es zuerst entwickelt hat. Vgl. dazu auch Rasmusen (1989), sowie die Ausführungen in Anhang I.Google Scholar
  6. 19.
    Das oben angesprochene konzeptionelle Problem hinsichtlich einer “hinreichend” großen Wahrscheinlichkeit w wird von Axelrod allerdings dabei nicht gelöst, sondern schlicht unterschlagen.Google Scholar
  7. 20.
    V(A/B) bezeichnet den erwarteten Payoff desjenigen, der A gegen Strategie B einsetzt und V(B/B) den erwarteten Payoff, wenn beide Spieler B spielen.Google Scholar
  8. 21.
    Axelrod nennt dies: A “invades” B.Google Scholar
  9. 22.
    Dies geschah natürlich mit Hilfe einer Computer-Simulation.Google Scholar
  10. 23.
    Dies nicht zuletzt deshalb, um die angesprochenen konzeptionellen Probleme zu umgehen.Google Scholar
  11. 24.
    Der interessierte Leser sei auf den entsprechenden Literaturhinweis am Ende dieses Kapitels verwiesen.Google Scholar
  12. 26.
    Beispielsweise werden identische Individuen unterstellt, und es stellt sich die Frage, ob auch dann noch Gleichgewichte mit z > 0 existieren, wenn diese Annahme aufgegeben wird. Weiterhin ist die Frage der Kommunikation und Information innerhalb der Gruppe noch vollkommen ungeklärt. Welche Informationsvoraussetzungen müssen erfüllt sein, damit der soziale Austausch funktionieren kann, und ist damit zu rechnen, daß diese Voraussetzungen erfüllt werden?Google Scholar
  13. 27.
    Im Anhang II wird die Clarke-Groves-Steuer ausführlich erläutert. Dort finden sich auch weitere Literaturhinweise.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1990

Authors and Affiliations

  • Joachim Weimann
    • 1
  1. 1.Fachbereich Wirtschafts- und SozialwissenschaftenUniversität DortmundDortmund 50Deutschland

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