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Tränenapparat

  • J. Igersheimer
Part of the Handbuch der Haut- und Geschlechtskrankheiten book series (894, volume B / 17 / 2)

Zusammenfassung

Die Behauptung Försters (Graefe-Saemisch, 1. Aufl.), daß die Tränendrüse von Lues vollkommen verschont bleibe, ist schon seit längerer Zeit als unrichtig erkannt. Dabei muß aber doch betont werden, daß bis jetzt erst eine beschränkte Zahl von syphilitischen Affektionen der Tränendrüse beschrieben sind und daß sicher viele erfahrene Ophthalmologen nie einen derartigen Fall gesehen haben. Weiter ist zu berücksichtigen, daß bei den beschriebenen Beobachtungen eine absolute Sicherung der Diagnose durch Spirochätenbefund nicht vorgenommen werden konnte und daß meist nur die Tatsache einer vorangegangenen spezifischen Infektion und die mehr oder minder schnelle Besserung des Prozesses auf antiluetische Behandlung die einzigen ätiologischen Anhaltspunkte waren. Warum sollten aber auf der anderen Seite die Spirochäten gerade die Tränendrüse absolut meiden, wo wir wissen, daß andere, verwandte Drüsenapparate, wie die Speicheldrüsen, von Syphilis heimgesucht werden und wo anderseits feststeht, daß die Tränendrüse von anderen endogenen Schädlichkeiten, wie z. B. der Tuberkulose, sicher betroffen werden kann?

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • J. Igersheimer
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. M.Deutschland

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