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Zusammenfassung

Nach den Berichten des Statistischen Bundesamtes „Öffentliche Jugendhilfe“ befanden sich in den Jahren 1964 —1967 etwa 0,3%— 0,4% der bundesdeutschen Minderjährigen unter „Erziehungsbeistandschaft“, in „Freiwilliger Erziehungshilfe“ oder in „Fürsorgeerziehung“ (vgl. Tab. 1). Der Prozentsatz steigt auf etwa 1%1, wenn nur die 14- bis 19jährigen gezählt werden, die nach weiteren Erhebungen der zitierten Berichte schätzungsweise 661% der genannten Maßnahmen in Anspruch nehmen (vgl. Abb. 10 des Berichtes „Öffentliche Jugendhilfe“ 1967). Das sind bemerkenswerte Prozentzahlen: 0,4% bzw. 1% entsprechen den Bevölkerungsanteilen an Epileptikern (Selbach) bzw. Schizophrenen (Bleuler).

Referenzen

  1. 1.
    1967 zählte die Bundesrepublik 3 947 700 14- bis 19jährige (vgl. Bericht vom Statistischen Bundesamt „Alter und Familienstand der Bevölkerung 1967“, Fachserie A, Reihe 1, 1967). Im gleichen Jahr standen 58 724 bundesdeutsche Minderjährige in „Öffentlicher Erziehung“ (vgl. Tabelle 1). Wenn angenommen wird, daß hiervon 66%, also 38 758 Minderjährige, auf die Altersklasse der 14- bis 19jährigen entfallen, und diese 38 758 Minderjährigen auf sämtliche 3 947 700 Minderjährigen der gleichen Altersklasse bezogen werden, ergibt sich, daß 1966 0,98% aller 14- bis 19jährigen in „Cffentlicher Erziehung“ standen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1970

Authors and Affiliations

  • Klaus Hartmann
    • 1
  1. 1.Psychiatrisch-Psychologischen Abteilung im Hans-Zulliger-HausBerlin-TegelDeutschland

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