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Ein Hormon als Auslöser der Eiablage

  • Ernst Hadorn
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 77)

Zusammenfassung

Warum laichen unsere Frösche und Molche nur im Frühjahr? Auf der Unterseite des Gehirns (Gb) (vgl. Abb. 2) liegt bei allen Wirbeltieren ein kleines Organ, die Hypophyse (Hy). Diese Drüse, die ihre Sekrete als Hormone in das Blut abgibt, reagiert in geheimnisvoller Weise auf die jahreszeitlichen Veränderungen in der Umwelt, so vor allem auf die wechselnde Lichtmenge und die unterschiedlichen Temperaturen. Wenn mit dem nahenden Frühling die Tage länger und wärmer werden, so schüttet die Hypophyse in die Blutbahn ein besonderes Hormon (Gonadotropin, Gt) aus, das auf die Keimdrüsen (Gonaden) der geschlechtsreifen Lurche so einwirkt, daß die Eier aus den Eierstöcken (Ovarien, O) oder die Samenzellen aus den Hoden (H) austreten. Die chemische Industrie liefert heute solch „gonadotropes Hormon“ in konzentrierter Form. Spritzt man einem Molch oder Frosch eine angemessene Menge dieses Wirkstoffes unter die Haut, so legt das Tier prompt nach zwei bis drei Tagen die Eier ab, die in den Eierstöcken herangereift sind.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Ernst Hadorn
    • 1
  1. 1.Zoologie und Vergleichenden AnatomieUniversität ZürichSchweiz

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