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Rüstungskontrolle im Weltraum – deutsche und europäische Perspektiven

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Strategischer Wettbewerb im Weltraum

Part of the book series: Sicherheit, Strategie & Innovation ((SSI))

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Zusammenfassung

Der Weltraum ist nicht nur für ökonomische, soziale und menschliche Entwicklungen von besonderer Bedeutung, sondern hat auch für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik einen enorm hohen Stellenwert. Die zunehmenden Spannungen zwischen wichtigen Weltraumnationen führen zu Fragen der Rüstungskontrolle und ihren Möglichkeiten und Grenzen bei der Konfliktregelung. Dieser Aufsatz beleuchtet nach einer eingehenden Darstellung des Rüstungskontrollkonzepts die bisherigen Schritte und verweist auf deren Stärken und Schwächen. Zentrale Erkenntnis ist, dass die auf Verträge abzielende Rüstungskontrolle vor Herausforderungen steht und Akteure wie Deutschland und die Europäische Union versuchen, andere Regelungsformen zu etablieren. Trotz einer pessimistischen Einschätzung sind noch nicht alle Spielräume ausgelotet, weshalb der Beitrag u. a. auf desecuritization in Form von Umwelt- und Nachhaltigkeitsansätzen als potentiellen Weg für Rüstungskontrolle eingeht.

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Notes

  1. 1.

    Vgl. Neuneck, Götz; Rothkirch, André. 2005. Rüstungskontrolle im Weltraum: Technologie, Transparenz und Vertrauensbildung. In: Die Zukunft der Rüstungskontrolle. Hrsg. Neuneck, Götz; Mölling, Christian. 367–383. Baden-Baden: Nomos, S. 368; Rotter, Andrea. 2021. Sicherheitspolitische Herausforderungen im Weltraum: Handlungsbedarfe und Empfehlungen für Deutschland. Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Arbeitspapiere Sicherheitspolitik. 8/2021. https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/arbeitspapier_sicherheitspolitik_2021_8.pdf, S. 1; Die Bundesregierung. 2023. Wehrhaft. Resilient. Nachhaltig. Integrierte Sicherheit für Deutschland. Nationale Sicherheitsstrategie. https://www.nationalesicherheitsstrategie.de/Sicherheitsstrategie-DE.pdf, S. 63.

  2. 2.

    Vgl. Smith, James M. 2009. A Brief History of Arms Control. In: Arms Control and Cooperative Security. Hrsg. Larsen, Jeffrey A.; Wirtz, James J. 21–38. Boulder: Lynne Rienner Publishers.

  3. 3.

    Werden Publikationsdaten bestimmter Beiträge beachtet und die Kuba-Krise als Ereignis hinzugezogen, dann lässt sich der Sprung in der Forschung zur Rüstungskontrolle auf die Zeit ab ca. 1960/62 legen. Vgl. Brennan, Donald G. 1962. Strategie der Abrüstung. Achtundzwanzig Problemanalysen. Gütersloh: Bertelsmann.

  4. 4.

    Vgl. Müller, Martin. 1976. Die Theorie der kooperativen Rüstungssteuerung. In: Sicherheitspolitik. Analysen zur politischen und militärischen Sicherheit. Hrsg. Schwarz, Klaus-Dieter. 107–124. Bad Honnef: Osang Verlag; Baudissin, Wolf Graf von; Lutz, Dieter S. 1981. Kooperative Rüstungssteuerung in Europa. In: Kooperative Rüstungssteuerung, Sicherheit und Strategische Stabilität. Hrsg. Baudissin, Wolf Graf von; Lutz, Dieter S. 9–48. Baden-Baden: Nomos.

  5. 5.

    Vgl. Schelling, Thomas C.; Halperin Morton H. 2014. Strategy and Arms control. Mansfield Centre: Martino Publishing, S. 1.

  6. 6.

    Vgl. Müller und Schörnig (2006), S. 123.

  7. 7.

    Zur historischen Situation in den USA vgl. Kaplan, Fred. 1991. The Wizards of Armageddon. Stanford: Stanford University Press.

  8. 8.

    Vgl. Schelling und Halperin (2014), S. 1–2; Müller und Schörnig (2006), S. 124.

  9. 9.

    Vgl. Schlosser, Eric 2013. Command and Control. Nuclear Weapons, the Damascus Accident, and the Illusion of Safety. New York: Penguin. Vertreterinnen und Vertreter der Rüstungskontrolle stehen jedoch vor dem Problem, plausibel (und somit geeignet für die praktische Anwendung ihrer Vorschläge) darzulegen, was, wann und wie auf die Einsatzwahrscheinlichkeit von Kernwaffen einwirkt. Zwar kann hier auf Erkenntnisse der Kriegsursachenforschung zurückgegriffen werden, aber konkrete Untersuchungen zu Kernwaffeneinsätzen und Eskalationsdynamiken zwischen Kernwaffenstaaten können nur unter Vorbehalt durchgeführt werden. Da es bisher keinen Kernwaffeneinsatz nach 1945 gab (und die damalige Situation grundverschieden zu heute ist), ist der Untersuchungsgegenstand der Rüstungskontrollforschung (was übrigens auch die Forschung zur Abschreckung betrifft) ein Nicht-Ereignis. Zu dieser Problematik (allerdings bezogen auf die nukleare Abschreckung) vgl. Pias, Claus. 2009. Abschreckung denken. Herman Kahns Szenarien. In: Abwehr. Modelle, Strategien, Medien. Hrsg. Pias, Claus. 169–187. Bielefeld: transcript Verlag. Auch die Einführung einer weiteren analytischen Kategorie – der Stabilität – konnte das Problem nicht grundlegend lösen.

  10. 10.

    Ob Rüstung nun der optimale Weg ist, um die Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen, ist mindestens in der kritischen Friedensforschung umstritten.

  11. 11.

    Wie ergebnisoffen dieser Aushandlungsprozess ist, hängt u. a. auch vom jeweiligen politischen System ab.

  12. 12.

    Vgl. Schelling; Halperin (2014), S. 2.

  13. 13.

    Vgl. Lifton, zit. nach: Kielmansegg, Peter Graf. 1989. Demokratie und Nukleare Abschreckung. In: Nukleare Abschreckung – Politische und ethische Interpretationen einer neuen Realität. Hrsg. Nerlich, Uwe; Rendtorff, Trutz. 753–796. Baden-Baden: Nomos, S. 756.

  14. 14.

    Vgl. Forndran (1970), S. 107–114.

  15. 15.

    Vgl. Heinrich, Jens. 2020. Rüstungskontrolle ohne Verträge? Spielräume der gradualistischen Strategie am Beispiel der indisch-pakistanischen Beziehungen. Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung. 9: 47–78, S. 50–53.

  16. 16.

    Für Kritik an unverbindlicher Rüstungskontrolle vgl. u. a. Mutschler, Max M. 2013. Arms Control in Space. Exploring Conditions for Preventive Arms Control. Basingstoke u. a.: Palgrave Macmillan, S. 6.

  17. 17.

    Vgl. Schelling, Thomas C. 1962. Reziproke Maßnahmen zur Stabilisierung der Rüstung. In: Strategie der Abrüstung. Achtundzwanzig Problemanalysen. Hrsg. Brennan, Donald G. 186–207. Gütersloh: Bertelsmann.

  18. 18.

    Vgl. Senn, Martin. 2012. Guardians of Arms Control and Ruthless Strive for Autonomy. Die nukleare Rüstungskontrollpolitik. In: Assertive Multilateralism and Preventive War. Die Außen- und Weltordnungspolitik der USA von Clinton zu Obama aus theoretischer Sicht. Hrsg. Hils, Jochen; Wilzewski, Jürgen; Wolf, Reinhard. 209–249. Baden-Baden: Nomos, S. 213.

  19. 19.

    Vgl. Daase, Christopher. 2018. Institutionalisierte Informalität. Ein Governance-Modus für ungewisse Zeiten. In: Ordnung und Regieren in der Weltgesellschaft. Hrsg. Albert, Mathias; Deitelhoff, Nicole; Hellmann, Gunther. 309–326. Wiesbaden: Springer, S. 311–314.

  20. 20.

    Aus Sicht der Rüstungskontrolle sind Waffen sowohl Resultat von Spannungen und bestehenden Konflikten als auch Einflussfaktoren für eine Verstärkung von Konfliktdynamiken.

  21. 21.

    Einen älteren, aber dennoch guten Überblick bietet eine Studie von Petermann, Thomas; Coenen, Christopher; Grünwald, Reinhard. 2003. Militärische Nutzung des Weltraums und Möglichkeiten der Rüstungskontrolle im Weltraum. Berlin: Büro für Technikfolgen-Abschätzungen beim Deutschen Bundestag. Arbeitsbericht Nr. 85. https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000103294/120365828, S. 115–130.

  22. 22.

    Schelling (1962), S. 192. Vgl. auch Müller, Harald. 1989. Technologie und Sicherheitspolitik. Der Einfluss von technischem Wandel auf Strategie und Rüstungskontrolle. In: Friedenssicherung und Rüstungskontrolle in Europa, Hrsg. Hacke, Christian; Knapp, Manfred. 173–209. Köln: Verlag Wissenschaft und Politik.

  23. 23.

    Vgl. Neuneck und Rothkirch (2005), S. 369.

  24. 24.

    In eine ähnliche Richtung geht die Definition von Sönnichsen et al.: „[A] space weapon could be defined as any device (whether land-, sea-, air-, or space-based) purposely designed or used to damage or destroy an object in orbit or any space-based device designed to attack targest on earth or tested in such roles“, Sönnichsen, Arne et al. 2022. The Militarization of Space – Unique Oppertunities for Arms Control. Die Friedens-Warte. 95: 247–266, S. 255.

  25. 25.

    Vgl. Neuneck, Götz. 2022. Ein neues Wettrüsten im Weltraum? Wissenschaft und Frieden, Dossier. 95: 6–10, S. 8.

  26. 26.

    Vgl. Rotter (2021), S. 3; Mutschler (2013), S. 4.

  27. 27.

    Dieser Satz bezieht sich explizit auf das Störpotential nichtstaatlicher Gewaltgruppen. Kommerzielle Akteure bzw. deren Aktivitäten können zwar auch durch Rüstungskontrolle erfasst werden, sollen hier aber ausgeklammert werden.

  28. 28.

    Neuneck und Rothkirch (2005), S. 378. Mancher Beobachter schätzt die Auswirkungen des Weltraumvertrages und des Mondvertrages auf die militärische Handlungsfreiheit von Staaten als begrenzt ein. Einschränkender wirken bilaterale Abkommen wie die Rüstungskontrollverträge zwischen den USA und der Sowjetunion/Russland. Diese Einschätzung mag durchaus gültig gewesen sein. Der Stellenwert der bestehenden multilateralen Verträge dürfte aber angesichts des Wegbrechens von bilateraler Rüstungskontrolle und den Schwierigkeiten, andere Akteure wie China, Indien und Pakistan einzubinden, größer werden.

  29. 29.

    Vgl. Neuneck und Rothkirch (2005), S. 378.

  30. 30.

    Hier sind vor allem die Verweise zu Satelliten und national technical means im Vertragstext, sowie im Protokoll und den Anhängen zu nennen.

  31. 31.

    Für eine Chronologie ab 2002 vgl. Nuclear Threat Initiative. 2022. PAROS Treaty. https://www.nti.org/education-center/treaties-and-regimes/proposed-prevention-arms-race-space-paros-treaty/.

  32. 32.

    1981 verabschiedete die UNGA Resolution 36/97 C und ebnete so den PAROS Verhandlungen zumindest formell den Weg.

  33. 33.

    Der Text ist zu finden unter Reaching Critical Will. 2022. Treaty on the Prevention of the Placement of Weapons in Outer Space, the Threat or Use of Force against Outer Space Objects. https://www.reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/cd/2008/documents/Draft%20PPWT.pdf.

  34. 34.

    United Nations Office for Disarmament Affairs. 2022. Open-ended Working Group on Reducing Space Threats. https://meetings.unoda.org/meeting/oewg-space-2022/. Hervorhebung von J. H.

  35. 35.

    China hat beispielsweise über längere Zeit die Gespräche zu einem Vertrag zum Stopp der Spaltmaterialproduktion (FMCT) mit PAROS verbunden. Auch andere Staaten wie etwa Pakistan nutzen multilaterale Foren und Verhandlungen zu spezifischen Rüstungskontrollfragen, um diese mit anderen Themen zu verknüpfen. Vgl. Heinrich, Jens. 2017. Rüstung und Rüstungskontrolle in Asien. Zum Stabilisierungspotenzial einer sicherheitspolitischen Strategie. Wiesbaden: Springer, S. 197.

  36. 36.

    Vgl. Raju, Nivedita. 2021. A Proposal for a Ban on Destructive Anti-Satellite Testing: A Role for the European Union. Stockholm International Peace Research Institute. https://www.sipri.org/sites/default/files/2021-04/eunpdc_no_74.pdf, S. 9–10.

  37. 37.

    United Nations General Assembly. 2020. Resolution 75/36. Reducing space threats through norms, rules and principles of responsible behaviours. A/RES/75/36. https://daccess-ods.un.org/access.nsf/Get?OpenAgent&DS=A/RES/75/36&Lang=E, S. 3.

  38. 38.

    Vgl. United Nations. 2021. Report of the Secretary-General on reducing space threats through norms, rules and principles of responsible behaviors. A/76/77. https://www.un.org/disarmament/topics/outerspace-sg-report-outer-space-2021/.

  39. 39.

    Vgl. United Nations General Assembly. 2021. Resolution 76/231. Reducing space threats through norms, rules and principles of responsible behaviours. A/RES/76/231. https://daccess-ods.un.org/tmp/2652688.92049789.html, S. 3.

  40. 40.

    Das Treffen war für Februar vorgesehen, musste aber aufgrund von Unstimmigkeiten verschoben werden. Für Statements von Staaten und nichtstaatlichen Akteuren. Vgl. United Nations Office for Disarmament Affairs (2022).

  41. 41.

    China führte 2007 einen ASAT-Test durch, also zeitlich genau vor dem Einbringen des Vertragsentwurfs durch Russland bzw. des Verhaltenskodexes durch die EU.

  42. 42.

    Vgl. Scheffran, Jürgen. 2022. Geopolitik oder Gemeinsame Sicherheit im Weltraum? Wissenschaft und Frieden, Dossier. 95: 2–6, S. 5.

  43. 43.

    Kimball, Daryl G. 2022. U.S. Commits to ASAT Ban. Arms Control Association. https://www.armscontrol.org/act/2022-05/news/us-commits-asat-ban.

  44. 44.

    Ebd.

  45. 45.

    Samson, Victoria. 2022. Breaking the Impasse Over Security in Space. Arms Control Association. https://www.armscontrol.org/act/2022-09/features/breaking-impasse-over-security-space.

  46. 46.

    Ebd.

  47. 47.

    Besonders hervorzuheben ist hier die nukleare Non-Proliferation, wo sich in der Vergangenheit weniger verbindliche Praktiken etablieren konnten. Zu nennen sind hier die Proliferation Security Initiative und die verschiedenen Gipfel zur Sicherung des Nuklearmaterials.

  48. 48.

    Dem kann entgegnet werden, dass solche Schritte durchaus eine normative Wirkung entfalten und die Räume für normwidriges Verhalten stärker eingrenzen. Zu Normen im Bereich Rüstungskontrolle vgl. Müller, Harald; Wunderlich, Carmen (Hrsg.). 2013. Norm Dynamics in Multilateral Arms Control. Interests, Conflicts, and Justice. Athens u. a.: University of Georgia Press.

  49. 49.

    Vgl. Daase, Christopher. 2013. Coercion and the informalization of arms control. In: Arms Control in the 21st Century. Between Coercion and Cooperation. Hrsg. Meier, Oliver; Daase, Christopher. 67–78. Abingdon/Oxon: Routledge.

  50. 50.

    Vgl. ebd.

  51. 51.

    Die konkreten Bedingungen, wann und wie aus einseitigen Schritten bi- oder multilaterale Verträge werden, sollen hier nicht erörtert werden. Es kann aber auch das gelten, was Martin Senn formulierte. Dass nämlich auch einseitige Schritte, selbst wenn sie unbeantwortet blieben, durchaus stabilisierend wirken können. Vgl. Senn (2012), S. 213.

  52. 52.

    Vgl. Heinrich (2020), S. 51.

  53. 53.

    Gegenstand dieses Abschnitts ist keine detaillierte historische Darstellung, sondern die Fokussierung auf die jüngere Vergangenheit.

  54. 54.

    Rotter (2021), S. 4.

  55. 55.

    Hitschler, Thomas. 2022. Hitschler: Weltraumsicherheit für Landes- und Bündnisverteidigung ist von hohem Wert. https://www.bundeswehr.de/de/aktuelles/meldungen/hitschler-weltraumsicherheit-landes-und-buendnisverteidigung-5448150; vgl. Die Bundesregierung (2023), S. 63.

  56. 56.

    Diese Position findet sich auch in der aktuellen Raumfahrtstrategie der Bundesregierung wieder. Vgl. Bundesministerium fuer Wirtschaft und Klimaschutz. 2023. Die Raumfahrtstrategie der Bundesregierung. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Technologie/20230927-raumfahrtstrategie-breg.pdf?__blob=publicationFile&v=10, S. 37.

  57. 57.

    Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. 2010 [2012]. Für eine zukunftsfähige deutsche Raumfahrt – Die Raumfahrtstrategie der Bundesregierung. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Technologie/zukunftsfaehige-deutsche-raumfahrt.pdf?__blob=publicationFile&v=8, S. 15. Hervorhebung von J.H.

  58. 58.

    Beerwerth, Peter A. 2019. National Statement Thematic Discussion on Outer Space 74th UN General Assembly First Committee. http://reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/1com/1com19/statements/29Oct_Germany.pdf, S. 3.

  59. 59.

    Ebd.

  60. 60.

    Die Hauptbedrohung sieht die Bundesrepublik wie andere (westliche) Staaten auch in der ASAT-Technologie. Aus diesem Grund hat der deutsche Vertreter bei den Gesprächen der Open-Ended Working Group on Reducing Space Threats im September 2022 erklärt, dass sich Deutschland verpflichten würde „keine destruktiven Tests bodengebundener Anti-Satelliten-Raketen durchzuführen“. Auswärtiges Amt. 2022. Deutschland erklärt in Genf Verzicht auf Tests mit Anti-Satelliten-Raketen. https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/internationales-recht/tests-mit-anti-satelliten-raketen/2551682.

  61. 61.

    Vgl. United Nations General Assembly. 2022. General Exchange of Views. Responsible behaviours as a practical contribution to the prevention of an arms race in outer space and to strengthening the international frameworks on space security. Submitted by Germany. A/AC.294/2022/WP.6. https://documents.unoda.org/wp-content/uploads/2022/05/A_AC294_2022_WP6_E_Germany.pdf, S. 3.

  62. 62.

    Vgl. Heinrich (2017), S. 158–178.

  63. 63.

    Vgl. Federal Republic of Germany; Republic of the Philippines. 2022. A/AC.294/2022/WP.17. Security risks, threats, and irresponsible behaviors undermining stability in outer space. Genf: United Nations.

  64. 64.

    Ebd. S. 2.

  65. 65.

    Das spiegelt sich nicht nur in konkreten Schritten, sondern auch in der Selbstwahrnehmung der EU wider. So heißt es in der European Union Space Strategy for Security and Defence, dass die EU eine „global space power“ sei. Vgl. European Commission. 2023. European Union Space Strategy for Security and Defence. https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-7315-2023-INIT/en/pdf, S. 1.

  66. 66.

    Vgl. Rat der Europäischen Union. 2022. Ein Strategischer Kompass für Sicherheit und Verteidigung – Für eine Europäische Union, die ihre Bürgerinnen und Bürger, Werte und Interessen schützt und zu Weltfrieden und internationaler Sicherheit beiträgt. https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-7371-2022-INIT/de/pdf. Zu der militärischen Dimension der Weltraumprojekte der EU vgl. Hagen, Regina. 2022. Ein doppelter Verwendungszweck. Die Nutzung des Weltraums in Europa. Wissenschaft und Frieden. Dossier 95: 14–17.

  67. 67.

    Die European Space Agency (ESA) hat 22 Mitglieder, die nicht alle (Norwegen, Großbritannien und die Schweiz) der EU angehören.

  68. 68.

    Vgl. N2YO.com. 2022. Satellites by Countries and Organizations. https://www.n2yo.com/satellites/?c=&t=country.

  69. 69.

    Vgl. Europäische Kommission. 2016. Eine Weltraumstrategie für Europa. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52016DC0705&from=en, S. 9–12.

  70. 70.

    Ebd., S. 13.

  71. 71.

    Ebd.

  72. 72.

    Ebd. S. 14.

  73. 73.

    European Union. 2020. EU General Statement. United Nations General Assembly First Committee 75th Session. https://reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/1com/1com20/statements/9Oct_EU.pdf.

  74. 74.

    Europäische Kommission (2023), S. 16

  75. 75.

    Vgl. Homolkova, Marketa. 2019. EU Statement By Ms. Markets Homoikova First Secretary Delegation of the European Union in Geneva. http://reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/1com/1com19/statements/29Oct_EU.pdf.

  76. 76.

    Vgl. Zenko, Micah. 2011. A Code of Conduct for Outer Space. Council on Foreign Relations. https://www.cfr.org/report/code-conduct-outer-space, S. 3; Sönnichsen et al. (2022), S. 257.

  77. 77.

    Vgl. Raju (2021), S. 9–10. Eine Reihe von republikanischen U.S. Senatoren fürchteten Einschränkungen bei den weltraumgestützten Komponenten der Raketenabwehr. Allerdings bekennen sich beide Versionen des Kodex eindeutig zum Recht auf kollektive und individuelle Selbstverteidigung.

  78. 78.

    Vgl. European External Action Service. 2014. Draft International Code of Conduct for Outer Space Activities. https://www.eeas.europa.eu/sites/default/files/space_code_conduct_draft_vers_31-march-2014_en.pdf.

  79. 79.

    Ebd., S. 6.

  80. 80.

    Vgl. Bertamini, Maximilian. 2022. Ressourcenabbau, Umweltschrott und der Weltraum als Teil der „Umwelt“. Wissenschaft und Frieden, Dossier 95: 25 ff., S. 26–28.

  81. 81.

    Vgl. Raju (2021), S. 9.

  82. 82.

    Das 13-seitige Dokument (2014) nennt sustainability acht Mal.

  83. 83.

    Vgl. European Commission. o. J. EU Space Programme. https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-space-policy/eu-space-programme_en; Scheffran (2022), S. 5.

  84. 84.

    Vgl. Secure World Foundation. 2019. Space Sustainability. https://swfound.org/our-focus/space-sustainability/.

  85. 85.

    In einer im Jahr 2020 erschienenen Kurzstudie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) mit dem Titel „New Space –neue Dynamik in der Raumfahrt“ taucht der Begriff Rüstungskontrolle (bzw. arms control) nicht ein einziges Mal auf. Vgl. Kind, Sonja et al. 2020. New Space –neue Dynamik in der Raumfahrt. Büro für Technikfolgen-Abschätzungen beim Deutschen Bundestag. TAB-Fokus Nr. 29. https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000130996/117396716.

  86. 86.

    Raju (2021), S. 13.

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Heinrich-Fuchs, J. (2024). Rüstungskontrolle im Weltraum – deutsche und europäische Perspektiven. In: Nötzold, A., Fels, E., Rotter, A., Brake, M. (eds) Strategischer Wettbewerb im Weltraum. Sicherheit, Strategie & Innovation. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-42602-6_38

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