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Wissenschaftskarriere als privates Risiko? Zur Berücksichtigung weiblicher Lebensrealitäten in der Frauenförderung

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Zusammenfassung

Individuelles Coaching von Wissenschaftlerinnen ist eine Frauenfördermaßnahme, der die Trennung von beruflichen und privaten Lebensbereichen vorausgesetzt ist. Aus der Coachingpraxis berichtend lässt sich zeigen, dass die hohe Qualifizierung von Frauen als Wissenschaftlerinnen für diese u. a. ein privates Risiko im Rahmen ihrer Liebesbeziehungen mit negativen Rückwirkungen für ihr berufliches Fortkommen birgt. Es werden Forschungsergebnisse zur Vergeschlechtlichung des akademischen Feldes und der privaten Lebensbedingungen verbunden und diskutiert, welche Lösungsperspektiven mit Coachings möglich sind und welche strukturelle Verantwortung jedoch Wissenschaftsorganisationen tragen.

Schlüsselwörter

  • Coaching
  • Privates
  • Geschlechterhierarchie
  • Vergeschlechtlichung
  • Organisationsstrukturen

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Notes

  1. 1.

    Anmerkung zur Sprachverwendung: Die Bezeichnung „Frauen“ als Zielgruppe der Coaching- und Förderprogramme ist je nach Universität und Wissenschaftsorganisation sehr unterschiedlich und umfasst manchmal explizit auch Transfrauen und intergeschlechtliche Personen oder benennt die Diversität der Gruppe „Frauen“ und ihrer Unabgeschlossenheit. Im Rahmen dieses Beitrages konnte nicht von „Frauen*“ im Sinne einer definitorischen Offenheit dieses Begriffs geschrieben werden, was hiermit zumindest angemerkt wird. Mit der Formulierung „geschlechtsspezifisch“ wird von Geschlecht als Differenzkategorie unabhängig von der möglichen Anzahl von Geschlechtern gesprochen.

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Lauggas, M. (2021). Wissenschaftskarriere als privates Risiko? Zur Berücksichtigung weiblicher Lebensrealitäten in der Frauenförderung. In: Wroblewski, A., Schmidt, A. (eds) Gleichstellungspolitiken revisted. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35846-4_15

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