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Nicht-traditionelle Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen und der Arbeitsmarkt

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Studierfähigkeit beruflich Qualifizierter ohne schulische Studienberechtigung

Part of the book series: Higher Education Research and Science Studies ((HERSS))

Zusammenfassung

Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand über die Bildungserträge von nicht-traditionellen Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Auf der Basis von Daten der Erwachsenenkohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden die berufliche Statusmobilität und die Einkommensverläufe von nicht-traditionellen gemessen an traditionellen Hochschulabsolventinnen und absolventen präsentiert. Der Beitrag wirft zudem einen besonderen Fokus auf die Unterschiede in den erwerbsbezogenen Rahmenbedingungen der nicht-traditionellen und traditionellen Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Die präsentierten Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht-traditionelle Absolventinnen und Absolventen im eigenen Berufsverlauf von einem Studium profitieren, gleichzeitig aber oftmals niedrigere Erträge auf dem Arbeitsmarkt erzielen als traditionelle Graduierte.

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Notes

  1. 1.

    Bildungserträge entstehen sowohl im Bildungssystem (z. B. durch Kompetenzentwicklungen oder im tertiären Bildungsbereich durch die Aufnahme eines Masters- oder Promotionsstudiums) sowie auf dem Arbeitsmarkt (z. B. Erwerbsstabilität, beruflicher Status, Einkommen) und darüber hinaus (z. B. gesundheitsbewusstes Verhalten, ehrenamtliches und politisches Engagement). Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die Bildungserträge, die durch die Integration in den Arbeitsmarkt entstehen.

  2. 2.

    Aufgrund der geringen Fallzahlen wurden die Einkommensanalysen mit dem Stata bootstrap-Befehl durchgeführt. Dieser ermöglicht eine technische Erhöhung der Fallzahlen, im vorliegenden Fall durch 50 Replikationen.

  3. 3.

    Ebenso wie bei den beruflichen Statusplatzierungen können auch auf das Einkommen die gewählten Studienfächer wirken. Besonders statushohe Fächer wie z. B. Jura oder Medizin, die oftmals mit freiberuflichen Tätigkeiten in eigenen Praxen einhergehen, reflektieren sich in den Einkommensanalysen aufgrund der gewählten Daten nicht. Daher ist anzunehmen, dass die Einkommensunterschiede aufgrund der Studienfachkomposition beider Gruppen stärker wären. Auch der Einfluss der Wirtschaftszweige, in denen die Hochschulabsolventinnen und -absolventen arbeiten, ist nicht abzuschätzen.

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Danksagung

Diese Arbeit nutzt Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS): Startkohorte Erwachsene, https://doi.org/10.5157/NEPS:SC6:11.1.0. Die Daten des NEPS wurden von 2008 bis 2013 als Teil des Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung erhoben, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wurde. Seit 2014 wird NEPS vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg in Kooperation mit einem deutschlandweiten Netzwerk weitergeführt.

Die Datengrundlage für die Einkommensanalysen dieses Beitrags bilden die NEPS-SC6-Erhebungsdaten verknüpft mit administrativen Daten des IAB (NEPS-SC6-ADIAB), https://doi.org/10.5164/IAB.NEPS-SC6-ADIAB7518.de.en.v1. Der Datenzugang erfolgte über einen Gastaufenthalt am Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (FDZ) und/oder mittels kontrollierter Datenfernverarbeitung beim FDZ.

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Ordemann, J. (2022). Nicht-traditionelle Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen und der Arbeitsmarkt. In: Kerst, C., Wolter, A. (eds) Studierfähigkeit beruflich Qualifizierter ohne schulische Studienberechtigung. Higher Education Research and Science Studies. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35429-9_11

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  • DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-35429-9_11

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  • Publisher Name: Springer VS, Wiesbaden

  • Print ISBN: 978-3-658-35428-2

  • Online ISBN: 978-3-658-35429-9

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