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Zum Abschluss der Max-Weber-Gesamtausgabe. Eine metakritische Betrachtung

Zusammenfassung

Die seit 1984 erschienene Max-Weber-Gesamtausgabe ist im Juni 2020 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht worden. Sie umfasst insgesamt 45 stattliche Bände, zum Teil in umfangreiche Doppelbände unterteilt, sowie zwei Registerbände. In der ersten Abteilung dieser Gesamtausgabe wurden alle überlieferten Schriften und Reden Max Webers zum Abdruck gebracht, während in der zweiten Abteilung die noch erhalten gebliebenen Briefe Max Webers veröffentlicht worden sind.

„Die schwächste Seite jedes classischen Buches ist die, dass es zu sehr in der Muttersprache seines Autors geschrieben ist.“

Friedrich Nietzsche

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Notes

  1. 1.

    Im Folgenden werden die einzelnen Bände dieser Gesamtausgabe nach den vom Verlag Mohr Siebeck empfohlenen Siglen zitiert. Die Siglen MWG I, MWG II und MWG III beziehen sich auf die entsprechenden Abteilungen dieser Gesamtausgabe, während die einzelnen Bände dieser Ausgabe durch arabische Zahlen gekennzeichnet werden. Die Sigle MWG I/1 steht beispielsweise für den ersten Band der ersten Abteilung der Max-Weber-Gesamtausgabe. Nach demselben Prinzip wird auch bei der Zitierweise der anderen Bände verfahren. Die kompletten bibliographischen Angaben zu den einzelnen Bänden dieser Gesamtausgabe werden im Anhang dieses Kapitels aufgeführt.

  2. 2.

    Vgl. diesbezüglich Edith Hanke, Gangolf Hübinger und Wolfgang Schwentker, „Die Entstehung der Max Weber-Gesamtausgabe und der Beitrag von Wolfgang J. Mommsen“, in: Geschichtswissenschaft im Geist der Demokratie. Wolfgang J. Mommsen und seine Generation, hrsg. von Christoph Cornelißen, Berlin 2010, S. 207–238; M. Rainer Lepsius, Max Weber und seine Kreise. Essays, Tübingen 2016, S. 273 ff.; Dirk Kaesler, Über Max Weber. Beiträge in literaturkritik.de 2006–2020, Marburg 2020, S. 95 ff. und 414 ff.; Friedrich Lenger, „Zum Abschluss der Max-Weber-Gesamtausgabe“, in: Archiv für Sozialgeschichte 60 (2020), S. 355–380; Gangolf Hübinger, „Die Max Weber-Gesamtausgabe. Potenziale einer Großedition“, in: Soziopolis, 15. Juni 2020 (https://www.soziopolis.de/erinnern/jubilaeen/artikel/die-max-weber-gesamtausgabe/); ferner Wolfgang Schluchter, „Die Max Weber-Gesamtausgabe. Voreditionen – Konzeption der Ausgabe – Wichtige Ergebnisse“, in: Berliner Journal für Soziologie, 30. März 2021 (https://doi.org/10.1007/s11609-021-00429-7).

  3. 3.

    Vgl. zum Beispiel Gert Alberts Besprechung von MWG I/7, veröffentlicht im „Journal for General Philosophy of Science“ am 16 Juli 2019 (https://doi.org/10.1007/s10838-019-09467-5).

  4. 4.

    Die Max-Weber-Studienausgabe führt derzeit leider immer noch ein Schattendasein, obwohl diese viel preisgünstiger als die Gesamtausgabe ist. Vielleicht sollte die Studienausgabe in Zukunft deshalb noch stärker beworben werden als dies bisher der Fall gewesen ist, auch wenn in dieser nur die Bände der ersten Abteilung der Max-Weber-Gesamtausgabe zum Abdruck gebracht werden.

  5. 5.

    Vgl. Gert Albert u. a. (Hrsg.), Das Weber-Paradigma. Studien zur Weiterentwicklung von Max Webers Forschungsprogramm, Tübingen 2003; siehe ferner ders. u. a. (Hrsg.), Aspekte des Weber-Paradigmas. Festschrift für Wolfgang Schluchter, Wiesbaden 2006.

  6. 6.

    Um nicht missverstanden zu werden: Auch ich halte diese ‚paradigmatische‘ Vorgehensweise durchaus für legitim, um zu verhindern, dass wir letztlich alle zu Historikern werden. Dies schließt allerdings in vielen Bereichen eine historisch-kritische Vorgehensweise keineswegs aus, zumal solche ‚Paradigmen‘ zumindest in den Geistes- und Sozialwissenschaften ja oft nur einen kurzen Bestand haben, weil der nächste ‚Paradigmenwechsel‘ beziehungsweise die nächste ‚wissenschaftliche Revolution‘ ja ohnehin nicht lange auf sich warten lassen. Siehe hierzu auch Klaus Lichtblau, Artikel „Paradigma“, in: Wörterbuch der Soziologie, 2., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage, hrsg. von Günter Endruweit und Gisela Trommsdorf, Stuttgart 2002, S. 396–397.

  7. 7.

    Dirk Kaesler zufolge handelt es sich dabei um einen Selbstmordversuch mit einer Handfeuerwaffe, der missglückt ist und der gegenüber der Öffentlichkeit als ein „Schlaganfall“ bezeichnet worden sei. Seit diesem Selbstmordversuch wäre Winckelmann ein Pflegefall gewesen und sei dann am 21. November 1985 in einem Wohnstift in Bad Dürrheim an den Folgen dieses Selbstmordversuches gestorben. Vgl. Kaesler, Über Max Weber, a. a. O., S. 428.

  8. 8.

    Friedrich H. Tenbruck, „Wie gut kennen wir Max Weber? Über Maßstäbe der Weber-Forschung im Spiegel der Maßstäbe der Weber-Ausgaben“, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft 131 (1975), S. 719–742 (hier S. 720).

  9. 9.

    Ebd., S. 723.

  10. 10.

    Ebd., S. 738.

  11. 11.

    Ebd.

  12. 12.

    Ebd., S. 740.

  13. 13.

    Siehe diesbezüglich die Ausführungen auf S. 4–15 des ersten Verlagsprospektes der Max-Weber-Gesamtausgabe, das 1981 in Tübingen erschienen ist. Dieses Prospekt enthält auch eine von Martin Riesebrodt erstellte ausführliche Bibliographie von Max Webers Schriften, die der Gesamtausgabe zugrunde liegt (vgl. dort S. 16–32). Wichtige Vorarbeiten zu dieser Bibliographie hatte übrigens bereits Dirk Kaesler geleistet, obwohl dies nicht überall wahrgenommen worden ist. Vgl. Kaesler, Einführung in das Studium Max Webers, München 1979, S. 249–271.

  14. 14.

    Vgl. das von Giorgio Colli und Mazzino Montinari gemeinsam verfasste Vorwort zu Friedrich Nietzsche, Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe, Band 14, München 1980, S. 7–17 sowie die dort angegebene Literatur. Deshalb sollte die Max-Weber-Gesamtausgabe unter anderem auch an den philologischen Maßstäben der Kritischen Gesamtausgabe von Nietzsches Schriften gemessen werden, und nicht nur an der historisch-kritischen Gesamtausgabe der Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels (MEGA), die in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnt wird. Vgl. diesbezüglich zum Beispiel Dirk Kaesler, Über Max Weber, a. a. O., S. 95 ff.

  15. 15.

    Zu den mit dem literarischen und philologischen Geschäft der ‚Dekonstruktion‘ von klassischen Texten noch nicht vertrauten Lesern dieser Zeilen empfehle ich die Lektüre von Jonathan Culler, Dekonstruktion. Derrida und die poststrukturalistische Literaturtheorie, Reinbek bei Hamburg 1988, besonders S. 95 ff.

  16. 16.

    Vgl. das bereits erwähnte erste Prospekt der Weber-Gesamtausgabe von 1981, S. 13.

  17. 17.

    Gangolf Hübinger spricht diesbezüglich von einem „Primat der Pertinenz“ gegenüber der reinen Chronologie, das im Rahmen der Max-Weber-Gesamtausgabe allerdings nicht bei allen Bänden zum Zug gekommen ist, worauf später am Beispiel der Veröffentlichung von Webers methodologischen Schriften noch ausführlich einzugehen sein wird. Vgl. Hübinger, „Die Max Weber-Gesamtausgabe“, a. a. O., S. 5.

  18. 18.

    Siehe hierzu die entsprechenden Ausführungen im fünften Kapitel der vorliegenden Aufsatzsammlung.

  19. 19.

    Vgl. das erste Prospekt der Gesamtausgabe von 1981, S. 3. Für diesen Band waren unter anderem Webers sogenannte ‚Musiksoziologie‘ sowie sein posthum veröffentlichter Aufsatz „Die drei reinen Typen der legitimen Herrschaft“ vorgesehen.

  20. 20.

    Siehe hierzu auch Gerhard Wagner, „Die nachholende Edition oder die Rückkehr der Max Weber-Gesamtausgabe an die Goethe-Universität“, unveröffentlichtes Manuskript, Frankfurt am Main 2013.

  21. 21.

    So lautet der Titel eines Aufsatzes, den Weber in der kulturphilosophischen Zeitschrift Logos veröffentlicht hat und der auf einer Stellungnahme beruht, die er 1913 für die Vorbereitung einer einschlägigen Sitzung des Vereins für Socialpolitik verfasst hatte. Vgl. MWG I/12, S. 441 ff.

  22. 22.

    Zur ausführlichen Dokumentation des in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum geführten ‚Werturteilsstreits‘ siehe den einschlägigen Band Werturteilsstreit. Herausgegeben von Hans Albert und Ernst Topitsch, Darmstadt 1971. René König war offensichtlich einer der ersten einflussreichen deutschen Soziologen, die den hybriden Begriff ‚Werturteilsfreiheit‘ in Umlauf gebracht haben. Vgl. ders., „Einige Überlegungen zur Frage der ‚Werturteilsfreiheit‘ bei Max Weber“ [1964], ebd., S. 150 ff.

  23. 23.

    Vgl. das erste Prospekt der Max-Weber-Gesamtausgabe von 1981, S. 2 f.

  24. 24.

    Vgl. hierzu auch das fünfte Kapitel der vorliegenden Aufsatzsammlung.

  25. 25.

    Wolfgang Schluchter spricht im Rückblick lakonisch davon, dass „mehrere Bandeditoren versagten und durch neue ersetzt werden mussten“. Vgl. Schluchter, „Die Max Weber-Gesamtausgabe“, a. a. O, S. 8. Darüber, welche Kriterien diesem harschen Urteil zugrunde liegen und in welchem Ausmaß Schluchter selbst für diesen personellen Austausch der ursprünglich vorgesehenen Bandeditoren verantwortlich beziehungsweise mitverantwortlich gewesen ist, gibt er allerdings keine Auskunft.

  26. 26.

    Vgl. das bereits mehrfach zitierte erste Prospekt der Weber-Gesamtausgabe von 1981, S. 8 f.

  27. 27.

    Vgl. Wilhelm Hennis, Max Weber und Thukydides. Nachträge zur Biographie des Werks, Tübingen 2003, besonders S. 73–110. Schluchter hat insgesamt neun Bände der Gesamtausgabe herausgegeben oder mitherausgegeben. Für die Bände 9, 13, 18, 23 und 24 der ersten Abteilung und Band 6 der dritten Abteilung der Gesamtausgabe war er ursprünglich allerdings gar nicht als Herausgeber vorgesehen. Wolfgang J. Mommsen hat dagegen elf Bände der Max-Weber-Gesamtausgabe herausgegeben oder mitherausgegeben. Wie viele weitere Bände er noch herausgegeben hätte, wenn er nicht vorzeitig gestorben wäre, lässt sich leider nicht abschätzen. Zumindest steht fest, dass Mommsen in diesem Vergleich der bessere ‚Team-Player‘ gewesen ist.

  28. 28.

    Vgl. Friedrich Tenbruck, „Abschied von Wirtschaft und Gesellschaft“, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft 133 (1977), S. 703–736.

  29. 29.

    Zu den von Marianne Weber herausgegebenen Editionen von Wirtschaft und Gesellschaft siehe auch die entsprechenden Ausführungen von Wolfgang Schluchter in MWG I/24, S. 93 ff.

  30. 30.

    Vgl. ebd., S. 105 ff.

  31. 31.

    Der Ausdruck „erster Teil“ ist offensichtlich ebenfalls eine Erfindung von Marianne Weber, den sie nach dem Tod ihres Mannes in der 1921 erschienenen „ersten Lieferung“ von Wirtschaft und Gesellschaft als Zusatz hat anbringen lassen, um deutlich zu machen, dass diesem Teil noch weitere Teile folgen würden. Diese hat sie dann aus den in Webers Nachlass gefundenen Manuskripten zusammengestellt und 1922 zunächst in Form von drei weiteren ‚Lieferungen‘ veröffentlicht. Noch im selben Jahr gab sie diese weiteren ‚Teile‘ beziehungsweise ‚Lieferungen‘ dann zusammen mit der „ersten Lieferung“ als selbstständigen Band des Grundriß der Sozialökonomik heraus. Siehe diesbezüglich auch Schluchters Ausführungen in MWG I/24, S. 97 ff.

  32. 32.

    Vgl. Johannes Winckelmann, „Max Webers Opus Posthumum. Eine literarische Studie“, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft 105 (1949), S. 368–387. Siehe auch ders., Max Webers hinterlassenes Hauptwerk: Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Entstehung und gedanklicher Aufbau, Tübingen 1986. Es handelt sich im letzten Fall gewissermaßen um Winckelmanns ‚Vermächtnis‘, dessen sachliches Pendant der ursprünglich gar nicht vorgesehene Band I/24 der Max-Weber-Gesamtausgabe darstellt und der von Wolfgang Schluchter herausgegeben sowie von ihm mit einer umfangreichen Darstellung der ‚Entstehungsgeschichte‘ von Wirtschaft und Gesellschaft versehen worden ist.

  33. 33.

    Der Autor dieser Zeilen hat diese Studienausgabe im Herbst 1972 in einer Bielefelder Buchhandlung käuflich erworben und sich im Laufe der Zeit selbst davon überzeugen können, dass diese tatsächlich mit der gebundenen „fünften Auflage“ von Wirtschaft und Gesellschaft von 1976 Satz für Satz identisch ist. Neu an der Ausgabe von 1976 ist nur deren „Erläuterungsband“, der seitdem viel gepriesen wurde. Ob zurecht oder zu Unrecht soll aufgrund des tragischen Schicksals von Johannes Winckelmann an dieser Stelle allerdings nicht weiter kommentiert werden.

  34. 34.

    Siehe hierzu auch die entsprechenden Ausführungen von Wolfgang Schluchter in MWG I/24, S. 105–109.

  35. 35.

    Tenbruck, „Abschied von Wirtschaft und Gesellschaft“, a. a. O., S. 707.

  36. 36.

    Ebd., S. 735.

  37. 37.

    Vgl. „Zur Edition von Wirtschaft und Gesellschaft. Allgemeine Hinweise der Herausgeber der Max Weber-Gesamtausgabe“, in: MWG I/22–5, S. VII–XVII; siehe ferner MWG I/25, S. XI–XXI.

  38. 38.

    Vgl. Hiroshi Orihara, „Eine Grundlegung zur Rekonstruktion von Max Webers ‚Wirtschaft und Gesellschaft‘. Die Authentizität der Verweise im Text des ‚2. und 3. Teils‘ der 1. Auflage“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 46 (1994), S. 103–121; ferner ders.,“Max Webers Beitrag zum ‚Grundriß der Sozialökonomik‘. Das Vorkriegsmanuskript als ein integriertes Ganzes“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 51 (1999), S. 724–734. In Oriharas Diskussionsbeiträgen bleibt unklar, zu welchem Zeitpunkt seiner Meinung nach Weber diese Vor- und Rückverweise in den einzelnen Manuskripten seines wissenschaftlichen Nachlasses vorgenommen haben könnte. Es spricht vieles dafür, dass Weber diese zahlreichen Verweise erst nachträglich eingearbeitet hat, um einen Großteil seiner bisher noch unveröffentlichten Vorkriegsmanuskripte als ein ‚integriertes Ganzes‘ für den Druck fertigzustellen. Immerhin hatte er am 2. Juni 1914 eine baldige Veröffentlichung seines Grundriß-Beitrages in Aussicht gestellt (vgl. MWG I/24, S. 167). So optimistisch kann ein Autor nur sein, wenn er zu diesem Zeitpunkt schon weit mit der Publikationsvorbereitung eines ‚Werkes‘ fortgeschritten ist. Hierbei spielen die entsprechenden Querverweise zwischen den einzelnen Teilen dieses Manuskriptkonvolutes neben zahlreichen terminologischen ‚Glättungen‘ sowie die von Weber im Juni 1914 veröffentlichte Gliederung seines geplanten Grundriß-Beitrages eine zentrale Rolle, worauf Orihara ja zurecht hingewiesen hat.

  39. 39.

    Vgl. MWG I/24, S. 145 f.

  40. 40.

    Ebd., S. 168 f.

  41. 41.

    Ebd., S. 255.

  42. 42.

    Ebd., S. 255–257.

  43. 43.

    Vgl. Winckelmann, Max Webers hinterlassenes Hauptwerk, a. a. O.

  44. 44.

    Vgl. Schluchter, Religion und Lebensführung, Frankfurt am Main 1988, Band 2, S. 633; ders., Individualismus, Verantwortungsethik und Vielfalt, Weilerswist 2000, S. 157. Siehe ferner Schluchter, „Entstehungsgeschichte“, MWG I/24, S. 104.

  45. 45.

    Vgl. Wolfgang J. Mommsen, Zur Entstehung von Max Webers hinterlassenem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie“, Europäisches Zentrum für Staatswissenschaften und Staatspraxis Berlin, Discussion Papers Nr. 42, Juni 1999, S. 53 f.

  46. 46.

    Ebd., S. 45.

  47. 47.

    Siehe hierzu auch Lepsius, Max Weber und seine Kreise, a. a. O., S. 281.

  48. 48.

    Wolfgang Schluchter, „Die Max Weber-Gesamtausgabe“, a. a. O., S. 9. Schluchter hatte diesbezüglich ursprünglich nur von drei verschiedenen „Textentstehungsphasen“ beziehungsweise „Arbeitsphasen“ gesprochen. Vgl. ders., Religion und Lebensführung, Band 2, a. a. O., S. 626 und 632. 1998 stellte er zum ersten Mal die hypothetische Frage, „ob die alte Fassung [von Wirtschaft und Gesellschaft] nicht ihrerseits aus zwei Fassungen besteht“. Vgl. Schluchter „Max Webers Beitrag zum Grundriß der Sozialökonomik. Editionsprobleme und Editionsstrategien“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 50 (1998), S. 336. Dann hatte er in der ‚offiziellen‘ Version seiner „Entstehungsgeschichte“ von Wirtschaft und Gesellschaft sogar von „vier Phasen seiner [Webers] Arbeit an dem Beitrag zum ‚Ersten Buch‘ des Sammelwerks“ gesprochen, nämlich von drei Arbeitsphasen, die noch vor dem Ersten Weltkrieg stattgefunden hätten, und von einer weiteren Arbeitsphase, die Weber erst 1918 in Angriff genommen habe (vgl. MWG I/24, S. 82). In seiner Einleitung zu Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie spricht Schluchter dagegen erneut von einem „Projekt in zwei Fassungen“ (MWG I/23, S. 4). In einer überarbeiteten Version dieser Stelle spricht er dann zum ersten Mal von einem „Projekt in mehreren Fassungen“. Vgl. Wolfgang Schluchter, Max Webers späte Soziologie, Tübingen 2016, S. 225. Wie viele ‚Fassungen‘ dies sein könnten, wird von ihm an dieser Stelle allerdings nicht weiter erläutert. Welches ist denn nun die ‚verbindliche Fassung’ von Schluchters Unterscheidung zwischen den verschiedenen ‚Textentstehungsphasen‘ beziehungsweise ‚Fassungen‘ von Wirtschaft und Gesellschaft?

  49. 49.

    Vgl. MWG I/22–3, S. 175 ff. und 249 ff. sowie MWG I/24, S. 169.

  50. 50.

    Zum Schicksal der ‚Wissenschaftslehre‘ in der Max-Weber-Gesamtausgabe siehe auch die entsprechenden Ausführungen im vorletzten Abschnitt dieser historisch-kritischen Kommentare zum Abschluss der Max-Weber-Gesamtausgabe.

  51. 51.

    Mommsen, Zur Entstehung von Max Webers hinterlassenem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie“, a. a. O., S., S. 40.

  52. 52.

    So Weber in einem Brief an seinen Tübinger Verleger vom 30. Dezember 1913, MWG II/8, S. 449 f.; vgl. Mommsen, Zur Entstehung von Max Webers hinterlassenem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie“, a. a. O., S. 36.

  53. 53.

    Ebd., S. 52 f.; Mommsen spielt dabei auf das Vier-Phasen-Modell an, das Schluchter zwischenzeitlich vertreten hatte und macht diesbezüglich einen weiteren Differenzierungsbedarf für eine historisch-kritische Edition dieser Texte geltend. Vgl. hierzu Schluchter, Individualismus, Verantwortungsethik und Vielfalt, a. a. O., S. 188.

  54. 54.

    Vgl. Orihara, „Eine Grundlegung zur Rekonstruktion von Max Webers ‚Wirtschaft und Gesellschaft‘“, a. a. O., S. 111.

  55. 55.

    Insofern handelt es sich bei den meisten dieser neuen Formulierungen um eine ‚voluntaristische’ Neuvergabe von Titeln, die Max Weber gar nicht autorisiert hat. Zum Teil sind sie noch nicht einmal ‚autoreigen‘. Aber in der Gesamtausgabe sind ja deren Herausgeber ohnehin sehr großzügig mit entsprechenden Titelvergaben umgegangen. Auch dies ist ein Indiz dafür, dass wir es in diesem Fall nicht nur mit einer rein ‚dokumentierenden‘, sondern auch mit einer ‚interpretierenden‘ Edition zu tun haben.

  56. 56.

    Zu dem von einigen Kritikern ursprünglich empfohlenen ‚Abschied‘ von Wirtschaft und Gesellschaft und der unverhofften ‚Wiederkehr‘ von Wirtschaft und Gesellschaft im Rahmen der Gesamtausgabe siehe Tenbruck, „Abschied von Wirtschaft und Gesellschaft“, a. a. O.; Guenther Roth, „Abschied oder Wiedersehen? Zur fünften Auflage von Max Webers ‚Wirtschaft und Gesellschaft‘“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 31 (1979), S. 318–327; Klaus Lichtblau, „Der Fortschritt einer Edition. Zur Wiederkehr von ‚Wirtschaft und Gesellschaft‘ innerhalb der Max-Weber-Gesamtausgabe“, in: Soziologische Revue 23 (2000), S. 123–131; vgl. ferner Lichtblau, „Die Entzauberung des Charismas. Zur Edition von Wirtschaft und Gesellschaft in der Max-Weber-Gesamtausgabe“, in: Zyklos 2. Jahrbuch für Theorie und Geschichte der Soziologie, hrsg. von Martin Endreß, Klaus Lichtblau und Stephan Moebius, Wiesbaden 2015, S. 195–222.

  57. 57.

    Vgl. MWG I/22–3.

  58. 58.

    Vgl. MWG I/22–1. Zur Frage, ob es ursprünglich einen ‚Kopf‘ der Vorkriegsfassung von Wirtschaft und Gesellschaft gegeben habe oder ob wir es hierbei sogar mit einem ‚Doppelkopf‘ zu tun haben könnten, siehe auch Orihara, „Max Webers Beitrag zum ‚Grundriß der Sozialökonomik‘“, a. a. O. sowie Schluchter, Individualismus, Verantwortungsethik und Vielfalt, a. a. O., S. 226 ff.

  59. 59.

    Vgl. MWG I/22–1, S. 191 ff.

  60. 60.

    Vgl. MWG I/22–2.

  61. 61.

    Wie bereits gesagt hatte auch Wolfgang Mommsen diese Titulierung kritisiert. Vgl. ders., Zur Entstehung von Max Webers hinterlassenem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie“, a. a. O., S. 10 und 36 f. Ähnlich wie Mommsen argumentiert auch Hartmann Tyrell, „Religion“ in der Soziologie Max Webers, Wiesbaden 2014, S. XXXIII f.

  62. 62.

    Vgl. MWG I/22–5.

  63. 63.

    Vgl. Orihara, „Max Webers Beitrag zum ‚Grundriß der Sozialökonomik“, a. a. O.; ferner Mommsen, Zur Entstehung von Max Webers hinterlassenem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie, a. a. O., S. 2.

  64. 64.

    Vgl. MWG II/8, S. 449.

  65. 65.

    Hartmann Tyrell spricht bezüglich der Nachkriegsfassung von Wirtschaft und Gesellschaft deshalb zurecht von einem „Paragraphenwerk“. Vgl. ders., Besprechung von Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie. Unvollendet 1918–1920 [= MWG I/23], in: Soziologische Revue 38 (2015), S. 299–307. Zu Webers juristischem Verständnis von ‚Systematisierung‘ siehe auch Hubert Treiber, Max Webers Rechtssoziologie – eine Einladung zur Lektüre, Wiesbaden 2017, S. 29 ff.; ferner Klaus Lichtblau, Zur Aktualität von Max Weber. Einführung in sein Werk, Wiesbaden 2020, S. 225 f.; zu Webers laxem Gebrauch des Begriffs ‚Religionssystematik‘ vgl. Hans G. Kippenberg, „Meine Religionssystematik“, in: Max Webers „Religionssystematik“, hrsg. von Hans G. Kippenberg und Martin Riesebrodt, Tübingen 2001, S. 13–30.

  66. 66.

    Vgl. MWG I/12, S. 383 ff.

  67. 67.

    Es handelt sich dabei um dieselbe Form der Untergliederung, die auch den 1921 veröffentlichten „Soziologischen Grundbegriffen“ von Max Weber zugrunde liegt. Der methodologische Teil unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von dem entsprechenden Teil des Kategorienaufsatzes aus dem Jahre 1913, der grundbegriffliche dagegen schon. Vgl. diesbezüglich auch Klaus Lichtblau, Zur Aktualität von Max Weber, a. a. O., S. 151 ff.; Wolfgang Schluchter, Die Entzauberung der Welt. Sechs Studien zu Max Weber, Tübingen 2009, S. 110 ff. und 121 ff.; ferner ders., Grundlegungen der Soziologie. Eine Theoriegeschichte in systematischer Absicht, 2. Auflage 2015, S. 234 ff.

  68. 68.

    MWG II/6, S. 105 f.

  69. 69.

    Vgl. MWG I/24, S. 146.

  70. 70.

    Siehe hierzu auch das von Weber und seinem Verleger am 2. Juni 1914 gemeinsam unterzeichnete Vorwort zum ersten Band des Grundriß der Sozialökonomik, in: MWG I/24, S. 164–167 f.

  71. 71.

    Vgl. MWG I/24, S. 169. Weber hatte zu diesem Zeitpunkt den ersten Band des Grundriß der Sozialökonomik bereits anderen Autoren überlassen. Dieser ist dort dann 1914 zusammen mit dem von Weber und dem Verlag gemeinsam unterzeichneten Vorwort sowie mit der von Weber autorisierten „Einteilung des Gesamtwerkes“ erschienen. Vgl. Karl Bücher u. a., Grundriß der Sozialökonomik, Abteilung 1: Historische und theoretische Grundlagen. 1. Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaften, Tübingen 1914.

  72. 72.

    Siehe diesbezüglich neben dem bereits erwähnten Vorwort zu dem 1914 erschienenen ersten Band des Grundriß der Sozialökonomik auch Max Weber, „Über einige Kategorien der verstehenden Soziologie“, MWG I/12, S. 391.

  73. 73.

    Ebd.

  74. 74.

    MWG II/7, S. 260. Zur entsprechenden Umfangsberechnung siehe auch Schluchter, „Entstehungsgeschichte“, in: MWG I/24, S. 56.

  75. 75.

    MWG II/8, S. 318.

  76. 76.

    Vgl. Wolfgang J. Mommsen, Zur Entstehung von Max Webers hinterlassenem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie“, a. a. O., S. 20 f., 33 f., 37 f. und 51, Fußnote 80. Siehe ferner dessen Einleitung zu MWG I/22–1, S. 29.

  77. 77.

    Vgl. Schluchter, Individualismus, Verantwortungsethik und Vielfalt, a. a. O., S. 184 ff. und 132; ders., Grundlegungen der Soziologie, a. a. O., S. 246 f.; siehe ferner die Ausführungen von Johannes Weiß in MWG I/12, S. 62 ff. und 385.

  78. 78.

    Vgl. Siegfried Hermes, „Vom Aufbau der sozialen Welt. Zur Genese, Genealogie und Kategorienlehre von Max Webers Soziologie des Rechts“, in: Rechtstheorie 38 (2007), S. 419–449 (hier S. 428 ff.) Diese Ansicht vertritt auch Stefan Breuer. Vgl. ders., „Herrschaft“ in der Soziologie Max Webers, Wiesbaden 2011, S. 6 ff. Werner Gephart und Siegfried Hermes haben sich im editorischen Bericht zu der von ihnen im Rahmen der Gesamtausgabe vorgenommenen Veröffentlichung des nachgelassenen Manuskriptes „Die Wirtschaft und die Ordnungen“ dabei nicht auf eine dieser prinzipiell möglichen Interpretationsvarianten festlegen lassen wollen, sondern nur die Gründe aufgeführt, die für oder gegen diese einzelnen Varianten sprechen, was eine weise Entscheidung gewesen ist. Vgl. MWG I/22, S. 179 ff.

  79. 79.

    Vgl. MWG I/14 sowie MWG I/22–4, S. 726 ff. Gemäß der ‚Logik‘ dieser Titelvergabe hätte man übrigens auch die vor dem Ersten Weltkrieg entstandene Version von Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Zusatz „Nachlaß 1922“ veröffentlichen müssen, weil deren Datierung ja ebenfalls erhebliche Probleme aufwirft. Immerhin steht unbestreitbar fest, dass der entsprechende Nachlass von Wirtschaft und Gesellschaft von Marianne Weber 1922 posthum veröffentlicht wurde, während alles andere völlig ungewiss ist. Dieser Umstand hat naturgemäß eine Vielzahl von werkgeschichtlichen Spekulationen begünstigt, die im Rahmen der Max-Weber-Gesamtausgabe insbesondere in den Einleitungen und editorischen Berichten zu den einzelnen Nachlass-Bänden festzustellen sind. Denn in diesen wimmelt es geradezu von diesbezüglich rein hypothetischen Annahmen. Ein „wir wissen es einfach nicht“ wäre angesichts dieses Lage in zahlreichen Fällen dieser Art sicherlich sinnvoller gewesen.

  80. 80.

    Wolfgang Schluchter spricht diesbezüglich von ‚kategorienreichen‘ und ‚kategorienarmen‘ Vorkriegsmanuskripten von Wirtschaft und Gesellschaft. Vgl. ders., „Entstehungsgeschichte“, in: MWG I/24, S. 52 f. Die an sich naheliegende Schlussfolgerung, dass Weber diese Kategorien erst nach der Veröffentlichung seines Kategorienaufsatzes von 1913 in unterschiedlichem Ausmaß in bestimmten Teilen dieses älteren Textbestandes eingearbeitet haben könnte, hat sich Schluchter jedoch bis heute nicht konsequent zu eigen gemacht. Dies erklärt auch seine Verwunderung darüber, dass die Begriffsvarianten des Kategorienaufsatzes, die sich auf den Begriff des ‚Einverständnisses‘ beziehen, vor allem im ersten Teil von Webers ‚Rechtssoziologie‘, das heißt in dem Manuskript „Die Wirtschaft und die Ordnungen“ zwar besonders häufig vorkommen, in seiner ‚systematischen Religionssoziologie‘ dagegen überhaupt nicht, obwohl in Webers Terminologie kein grundsätzlicher Widerspruch zwischen einem ‚Einverständnis‘ und einem ‚Glauben‘ existiert. Nicht zufällig gebraucht er die Begriffe „Legitimitäts-Einverständnis“ und „Legitimitäts-Glaube“ in einer synonymen Art und Weise (vgl. MWG I/12, S. 437 sowie MWG I/22–4, S. 726 und 738).

  81. 81.

    Vgl. MWG I/12, S. 397–399. Siehe ferner MWG I/19, S. 88 ff. sowie MWG I/22–2, S. 257 ff. und 388 f.

  82. 82.

    Dass Weber zumindest den zweiten Abschnitt seines Kategorienaufsatzes erst 1913 geschrieben haben muss, liegt auch deshalb nahe, weil im selben Jahr Karl Jaspers Buch über Allgemeine Psychopathologie erschienen ist, dem ja ebenfalls ein ‚verstehender‘ Ansatz zugrunde liegt. Vgl. diesbezüglich die Einleitung von Johannes Weiß zu MWG I/12, S. 73 f. Außerdem hat sich Weber zu dieser Zeit erneut intensiv mit dem psychoanalytischen Ansatz von Sigmund Freud auseinandergesetzt, dessen „größere Schriften“ er bereits 1907 gelesen hatte. Vgl. seinen ausführlichen Brief an Else Jaffé vom 13. September 1907, in dem die ‚erotische Bewegung‘ dieser Zeit im Mittelpunkt steht und die zu diesem Zeitpunkt auch von Webers späteren Geliebten Else Besitz ergriffen hatte, was ja keine schlechte Voraussetzung für ein entsprechendes ‚Liebesgeplänkel‘ zwischen ihr und Max Weber gewesen ist (MWG II/5, S. 394 ff.). Zeitnaher zur Veröffentlichung seines Kategorienaufsatzes ist jedoch Webers Brief an den Psychiater Hans W. Gruhle vom 8. März 1913, der einige Tage vorher im Rahmen seines Heidelberger Habilitationsverfahrens eine Probevorlesung über „Die Bedeutung des Symptoms in der Psychiatrie“ gehalten hatte, die noch im selben Jahr unter gleichem Titel in der Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie erschienen ist. Weber ist in diesem Brief unter Bezugnahme auf die „‘verstehende‘ Psychologie oder Psychopathologie aller Art (incl. Freud)“ auf das spannungsreiche Verhältnis zwischen dem „Symptom“-Begriff und dem „Symbol“-Begriff eingegangen, um den Unterschied zwischen einer naturwissenschaftlichen und einer ‚verstehenden‘ Betrachtungsweise deutlich zu machen (MWG II/8, S. 112–114). Auch dieses Beispiel zeigt, dass Max Weber zumindest in intellektueller Hinsicht auf der ‚Höhe seiner Zeit‘ gewesen ist. Ferner hat er im August 1913 eine schriftliche Stellungnahme für den Verein für Socialpolitik verfasst, in der er fast wörtlich wie in diesem zweiten Abschnitt seines Kategorienaufsatzes argumentiert. Vgl. Weber, „Beitrag zur Werturteilsdiskussion im Ausschuß des Vereins für Socialpolitik“, MWG I/12, S. 336 ff. (hier besonders S. 381 f.).

  83. 83.

    Vgl. MWG I/6, S. 105 f.

  84. 84.

    Vgl. MWG II/3, erster Halbband, S. 77.

  85. 85.

    MWG II/6, S. 727.

  86. 86.

    Wolfgang Schluchter vertritt schon seit Längerem die Ansicht, dass Webers methodologische Position im Unterschied zu seinen soziologischen Grundbegriffen bereits um 1910 weitgehend ausgereift gewesen sei. Die naheliegende Schlussfolgerung, dass sich dies auch in unterschiedlichen Zeitpunkten der Niederschrift des methodologischen und des grundbegrifflichen Teils von Webers Kategorienaufsatz niedergeschlagen haben könnte, zieht Schluchter allerdings nicht. Vgl. zum Beispiel ders., Die Entzauberung der Welt, a. a. O., S. 121.

  87. 87.

    Bezeichnenderweise wird in den Einleitungen und editorischen Berichten verschiedener Bände der Max-Weber-Gesamtausgabe für die entsprechende Briefstelle sowohl die Schreibweise „vor 3/4 Jahren“ als auch „vor ¾ Jahren“ gebraucht. Auch dies trägt leider nicht zur Aufklärung dieses fragwürdigen Sachverhaltes bei, weil es einen erheblichen Unterschied macht, ob Weber diesbezüglich „vor 3/4 Jahren“ oder „vor ¾ Jahren“ gemeint hat. Die letztere Schreibweise legt nämlich die Lesart „vor einem ¾ Jahr“ nahe. Siehe zu dieser uneinheitlichen Schreibweise dieser zentralen Briefstelle MWG I/12, S. 62, Fußnote 44, S. 384 und 385, MWG I/22–1, S. 29, MWG I/22–3, S. 181, MWG I/24, S. 55 sowie MWG II/8, S. 260.

  88. 88.

    Vgl. Ferdinand Tönnies, Gemeinschaft und Gesellschaft (1880–1935), in: ders., Gesamtausgabe, Band 2, Berlin/Boston 2019, S. 34 ff.

  89. 89.

    MWG I/12, S. 389 f. Weber verweist auch zu Beginn seiner „Soziologischen Grundbegriffe“ von 1920 auf Tönnies‘ Buch Gemeinschaft und Gesellschaft, das 1920 in dritter Auflage erschienen ist. Dort spricht er von dem „schöne[n] Werk von F[erdinand] Tönnies“ (MWG I/23, S. 148). Auch bereits für die Vorbereitung seiner Vorlesung über „Allgemeine (‚theoretische‘) Nationalökonomie“, die er von 1894 bis 1898 in Freiburg im Breisgau und in Heidelberg gehalten hat, zog er dieses Werk von Tönnies heran. Zumindest erwähnte er in einer ‚Handreichung‘, die er 1898 für seine Heidelberger Studenten angefertigt hatte, ausdrücklich die erste Fassung von Gemeinschaft und Gesellschaft aus dem Jahr 1887 (vgl. MWG III/1, S. 96). In seinem Brief an Tönnies vom 29. August 1909 stellte er dann eine intensivere Beschäftigung mit diesem Werk in Aussicht: „Ich habe mir s. Z. den Gedankengang Ihres Werks in Auszügen skizziert. Aber ich sehe, daß ich doch noch einmal das Original von A bis Z durcharbeiten muß, um zu endgültigem Resultat zu kommen“ (MWG II/6, S. 238). Diese ausführlichere Auseinandersetzung mit Tönnies könnte natürlich auch bereits um 1910 stattgefunden haben. Doch logisch zwingend ist dies nicht, zumal Weber die gesamte Terminologie, die den Begriff ‚Einverständnis‘ und seine Komposita betrifft, in unterschiedlichem Ausmaß erst nachträglich in einige Vorkriegsmanuskripte seines Grundriß-Beitrages eingearbeitet hat. Zum entsprechenden Sprachgebrauch von Tönnies und Weber siehe auch Klaus Lichtblau, Die Eigenart der kultur- und sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung, Wiesbaden 2011, S. 261 ff.; ferner ders., Zwischen Klassik und Moderne. Die Modernität der klassischen deutschen Soziologie, Wiesbaden 2017, S. 279 ff.

  90. 90.

    Vgl. MWG I/23, S. 147 ff. Dort hat man übrigens im ausführlichen Inhaltsverzeichnis zu Webers „Soziologischen Grundbegriffen“ den nun namenlos gewordenen § 1 in zwei Teile untergliedert, nämlich in „I. Methodische Grundlagen“ und „II. Der Begriff des sozialen Handelns“, während alle folgenden Paragraphen wie in den bisherigen Ausgaben von Wirtschaft und Gesellschaft einen eigenen Titel bekommen haben (ebd., S. 143). Nicht zuletzt daran kann man sehen, dass sich das Binnenverhältnis zwischen Webers ‚Methodologie‘ und seinen soziologischen Grundbegriffen offensichtlich einer Untergliederung in Paragraphen entzieht.

  91. 91.

    Vgl. Weber, Kategorienaufsatz, MWG I/12, S. 393; ders., „Beitrag zur Werturteilsdiskussion im Ausschuß des Vereins für Socialpolitik“ (1913), MWG I/12, S. 381; ferner ders., „Soziologische Grundbegriffe“, MWG I/23, S. 156 ff., 167 f. und 170 f.

  92. 92.

    Darauf verweist Johannes Weiß zurecht in seiner Einleitung zu MWG I/12, S. 60 ff.

  93. 93.

    Vgl. MWG II/9, S. 649 und MWG II/10, S. 833.

  94. 94.

    Zum Einfluss des Verlages auf die Titulierung dieses Bandes siehe Wolfgang Schluchter, Einleitung zu MWG I/23, S. 30.

  95. 95.

    Vgl. das Verlagsprospekt der Max-Weber-Gesamtausgabe von 1981, S. 3.

  96. 96.

    Einer der Gründe, warum Mommsen und Schluchter diesen Band zusammen herausgegeben haben, könnte darin bestehen, dass David Beetham in seiner Besprechung des ersten Bandes der Gesamtausgabe, der von Mommsen 1984 unter dem Titel Zur Politik im Weltkrieg (MWG I/15) herausgegeben worden ist, moniert hatte, dass Schluchter den Vortrag über „Politik als Beruf“ zusammen mit Webers Vortrag über „Wissenschaft als Beruf“ ursprünglich allein herausgeben wollte, obwohl dieser erste Vortrag zumindest in sachlicher Hinsicht eindeutig in das Zuständigkeitsgebiet von Mommsen gehöre. Vgl. David Beetham, „Die Max Weber Gesamtausgabe – Implikationen für ein neues Werkverständnis“, in: Soziologische Revue 9 (1986), S. 1–8 (hier S. 5). Ein weiterer Grund für diese gemeinsame Herausgeberschaft von Mommsen und Schluchter könnte ferner darin begründet sein, dass sich das handschriftliche Stichwortmanuskript, das Webers Münchener Vortrag über „Politik als Beruf“ zugrunde lag, ursprünglich in Mommsens Privatbesitz befunden hatte und dann unter dubiosen Umständen in der Münchener Arbeitsstelle der Max-Weber-Gesamtausgabe ‚verschwunden‘ ist, bis es Jahrzehnte später von einem Schweizer Antiquariat öffentlich zum Verkauf angeboten, das heißt gewinnbringend ‚versteigert‘ wurde. Mommsen war also in jeder Hinsicht durch diese Angelegenheit ‚betroffen‘. Glücklicherweise verfügte er aber über eine Kopie dieses Stichwortmanuskriptes, die dann unter anderem auch für die Veröffentlichung von Webers Vortrag über „Politik als Beruf“ im Rahmen der Gesamtausgabe verwendet werden konnte. Vgl. diesbezüglich Dirk Kaeslers Einführung zu dem ‚Katalog‘ Leidenschaft und Augenmaß. Max Webers Stichwortmanuskript zu „Politik als Beruf“, hrsg. von Heribert Tenschert, Ramsen/Schweiz 2008, S. 7–19; ferner ders., Über Max Weber, a. a. O., S. 425 ff. Zur Aufregung über die Umstände des ‚Verschwindens‘ und ‚Wiederauftauchens‘ des Stichwortmanuskriptes von Webers Vortrag über „Politik als Beruf“ siehe auch Andreas Platthaus, „Gesättigt mit Wissen. Soziologische Sensation: Das Stichwortmanuskript von Webers ‚Politik als Beruf‘“, in: Frankfurt Allgemeine Zeitung, 23. Juli 2008, S. N 3; Gustav Seibt, „Ich kann nicht anders‘. Eine antiquarische Sensation: Max Webers Stichwortmanuskript zu ‚Politik als Beruf‘“, in: Süddeutsche Zeitung, 4. August 2008, S. 9; [hmay], „Webers Weg“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. August 2008, S. 33; M. Rainer Lepsius, „Soziologische Sensation oder moralischer Skandal?“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. August 2008, S. 17; Sam Whimster, „Max Weber, ein Stück lebendiger Geschichte“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. August 2008, S. 43; ferner Klaus Lichtblau, „Die Suche nach dem Sammler“, ebd.

  97. 97.

    Vgl. Friedrich Tenbruck, Abschied von der „Wissenschaftslehre“? In: Max Weber heute. Erträge und Probleme der Forschung, hrsg. von Johannes Weiß, Frankfurt am Main 1989, S. 90–115; ferner Tenbruck, Das Werk Max Webers. Gesammelte Aufsätze zu Max Weber, hrsg. von Harald Homann, Tübingen 1999, S. 219 ff. und 243 ff. Siehe diesbezüglich auch Karl Jaspers, Max Weber. Rede bei der von der Heidelberger Studentenschaft am 17. Juli 1920 veranstalteten Trauerfeier, Tübingen 1921; ders., Max Weber. Deutsches Wesen im politischen Denken, im Forschen und Philosophieren, Oldenburg i.O. 1932. ferner Dieter Henrich, Die Einheit der Wissenschaftslehre Max Webers, Tübingen 1952. Wesentlich differenzierter argumentiert dagegen der durch den Heidelberger Mikro-Kosmos der 1920er und frühen 1930er Jahre geprägte Philosoph Alexander von Schelting, der auch die ‚ursprüngliche‘ Weber-Interpretation von Talcott Parsons maßgeblich beeinflusst hat und später in die USA emigriert ist. Vgl. Schelting, Max Webers Wissenschaftslehre. Das logische Problem der historischen Kulturerkenntnis. Die Grenzen der Soziologie des Wissens, Tübingen 1934. Zu Parsons‘ Verhältnis zu Alexander von Schelting siehe auch meine Ausführungen im vorherigen Kapitel der vorliegenden Aufsatzsammlung.

  98. 98.

    Vgl. Friedrich H. Tenbruck, „Die Genesis der Methodologie Max Webers“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 11 (1959), S. 573–630 (hier S. 625 f.).

  99. 99.

    Siehe hierzu auch die entsprechenden Hinweise von Alois Hahn, „Friedrich Tenbruck. Eine biographische Skizze“, in: Kultur im Zeitalter der Sozialwissenschaften. Friedrich H. Tenbruck zum 65. Geburtstag, hrsg. von Hans Braun und Alois Hahn, Berlin 1984, S. 269–272.

  100. 100.

    Vgl. diesbezüglich MWG I/12, S. 134 ff., 221 ff., 237 ff., 261 ff., 292 ff., 302 ff. und 319 ff.

  101. 101.

    Vgl. das Prospekt von 1981, S. 10. Wolfgang Schluchter und Gangolf Hübinger haben diese ‚prinzipielle‘ Vorgehensweise kürzlich noch einmal ausdrücklich betont. Vgl. Schluchter, „Die Max Weber-Gesamtausgabe“, a. a. O., S. 8; ferner Hübinger, „Die Max Weber-Gesamtausgabe“, a. a. O., S. 5. Doch warum ist man im Falle von Webers methodologischen Schriften diesem ‚Prinzip‘ nicht gefolgt? Tatsächliche Abweichungen von diesen offensichtlich doch nicht ganz ernst gemeinten ‚Editions-Prinzipien‘ könnte man zu gegebener Zeit ja noch in einem ‚Anhang‘ dokumentieren, welcher der Max-Weber-Gesamtausgabe in toto gewidmet ist und der zumindest im Internet einsehbar gemacht werden könnte, da diese Gesamtausgabe inzwischen ja offiziell als abgeschlossen gilt.

  102. 102.

    Bereits Tenbruck hatte dieses willkürliche Auseinanderreißen von Webers methodologischen Schriften heftig kritisiert. Vgl. ders., „Abschied von der ‚Wissenschaftslehre‘?“, a. a. O., besonders S. 102 f. Ähnlich argumentiert auch Volker Kruse. Vgl. ders., „Abschied von der ‚Wissenschaftslehre‘. Die methodologischen Schriften in der Max Weber-Gesamtausgabe“, in: Soziologische Revue 43 (2020), S. 629–637 (hier S. 635).

  103. 103.

    Vgl. Hennis, Max Weber und Thukydides, a. a. O., S. 73 ff. Horst Baier hatte der Titeländerung dieser beiden Bände offensichtlich zugestimmt, falls sie nicht ohnehin von ihm persönlich stammt, da er 1984 ja noch offiziell als Herausgeber dieser Teilbände vorgesehen gewesen ist. Vgl. das zweite Verlagsprospekt der Max-Weber-Gesamtausgabe vom Februar 1984, S. 2. Siehe diesbezüglich auch Baiers Stellungnahme „Was eine historisch-kritische Edition soll“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 1984, S. 11, die sich auf Wilhelm Hennis‘ polemische Besprechung von MWG I/15 bezieht, deren ursprüngliche Fassung am 15. September 1984 ebenfalls in dieser Zeitung erschienen ist. Von wem im Herausgeberkreis diese zum ersten Mal 1984 mitgeteilten Titeländerungen der beiden ‚methodologischen‘ Bände der Max-Weber-Gesamtausgabe tatsächlich stammen, ist für Außenstehende nie transparent gemacht worden. Friedrich Tenbruck hatte diesbezüglich offensichtlich Horst Baier im Auge. Vgl. Tenbruck, „Abschied von der ‚Wissenschaftslehre‘?“, a. a. O., S. 96. Dafür spricht auch, dass sich Baier in seinem Leserbrief vom 18. Oktober 1984 an die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf diese neuen Titel der beiden ‚methodologischen‘ Bände in einer affirmativen Art und Weise bezogen hatte. Dass sich angeblich erst Horst Baiers ‚Nachfolger‘ dafür entschieden habe, bei der Titelvergabe für MWG I/7 den ursprünglichen Bezug auf die „Kulturwissenschaften“ ersatzlos zu streichen und diesen Band in einen methodologischen Beitrag Webers zu den „Sozialwissenschaften“ umzutaufen, ist also nachweislich falsch. Vgl. dagegen Hübinger, „Die Max Weber-Gesamtausgabe“, a. a. O., S. 15.

  104. 104.

    Siehe diesbezüglich auch die umfangreiche Einleitung von Johannes Weiß zu MWG I/12.

  105. 105.

    Dies ist auch der Grund, warum Wolfgang Schluchter seit einiger Zeit von Webers ‚späten Soziologie‘ spricht Vgl. ders., Max Webers späte Soziologie, a. a. O. Doch eindeutig ist diese Formulierung nicht. Denn man kann diese Redewendung ja sowohl im Sinne von Helmuth Plessners Buch Die verspätete Nation von 1959 als auch in dem Sinne verstehen, dass es neben dieser ‚späten‘ Soziologie auch noch eine ‚frühe‘ Soziologie von Max Weber gibt. Doch dann müsste man den Unterschied, der zwischen der Vorkriegs- und der Nachkriegsfassung von Wirtschaft und Gesellschaft besteht, sehr viel ernster nehmen, als dies leider auch in der Max-Weber-Gesamtausgabe nicht der Fall ist, obwohl man dort Webers Kategorienaufsatz ja bewusst nicht zusammen mit der Vorkriegsfassung von seinem Grundriß-Beitrag veröffentlicht hat. Ist dies nicht ein insgeheimes ‚Einverständnis‘, dass insbesondere die ersten drei beziehungsweise vier Abschnitte des Kategorienaufsatzes irgendwie nicht zur Vorkriegsfassung von Wirtschaft und Gesellschaft ‚passen‘, während es bei den Abschnitten V-VII dieses Aufsatzes durchaus der Fall ist und deshalb auch eine andere Vorgehensweise als die nun gewählte gerechtfertigt gewesen wäre?

  106. 106.

    Weber unterstrich kurz vor seinem Tod noch einmal ausdrücklich seine Absicht, diese ‚unmögliche‘ Disziplin endlich „streng fachlich-wissenschaftlich zu behandeln“ statt diese der „Dilettanten-Leistungen geistreicher Philosophen“ zu überlassen (MWG II/10, S. 833). Zur ‚Undiszipliniertheit‘ der Soziologie siehe auch Gerhard Wagner, „Vom Eigensinn der Soziologie oder Warum sich dieses Fach nicht ‚disziplinieren‘ läßt“, in: Soziologischer Eigensinn. Zur „Dizipliniertheit“ der Sozialwissenschaften, hrsg. von Christiane Funken, Opladen 2000, S. 65–75.

  107. 107.

    Vgl. diesbezüglich zum Beispiel MWG I/23, S. 147.

  108. 108.

    Zum unterschiedlichen Umfang der Einleitungen zu den beiden ‚methodologischen‘ Bänden der Max-Weber-Gesamtausgabe sowie zur Kritik an dieser Vorgehensweise siehe Guy Oakes, „Max Weber, Verstehende Soziologie und Werturteilsfreiheit. Schriften und Reden 1908–1917“, in: Max Weber Studies 19.2 (2019), S. 260–268; ferner Hans Henrik Bruun, „Max Weber, Zur Logik und Methodik der Sozialwissenschaften. Schriften 1900–1907, ebd., S. 268–275. Was das Ausmaß der Kommentierung der einzelnen Bände dieser Gesamtausgabe betrifft, ist seit der Herausgabe der ersten Briefbände die diesbezügliche Messlatte offensichtlich dermaßen hochgelegt worden, dass manche Bandherausgeber der ersten Abteilung der Gesamtausgabe offensichtlich der Meinung waren, auch diese noch übertreffen zu müssen. Dies betrifft vor allem MWG I/9, MWG /18 sowie MWG I/21.

  109. 109.

    Vgl. Ferdinand Tönnies, Gemeinschaft und Gesellschaft (1880–1935), a. a. O., S. 146 f. Übrigens hatte Siegfried Hermes bereits 2003 darauf hingewiesen, dass Weber den Begriff ‚Einverständnis‘ von Tönnies übernommen haben könnte, ohne daraus jedoch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Denn in dem von Hermes mitherausgegebenen ‚rechtssoziologischen‘ Band der Max-Weber-Gesamtausgabe hat diese ‚Entdeckung‘ leider keinen inspirierenden Eingang gefunden. Vgl. ders., Soziales Handeln und Struktur der Herrschaft. Max Webers verstehende historische Soziologie am Beispiel des Patrimonialismus, Berlin 2003, S. 61. Zur ausführlichen Erörterung von Webers ‚Einverständnis‘-Terminologie siehe Klaus Lichtblau, „Die Bedeutung der Kategorie des ‚Einverständnisses‘ in Max Webers Wissenschaftslehre. Ein (fast) vergessenes Kapitel seiner Rezeption des Werkes von Ferdinand Tönnies“, in: Max Webers vergessene Zeitgenossen. Studien zur Genese der Wissenschaftslehre, hrsg. von Gerhard Wagner und Claudius Härpfer, Wiesbaden 2016, S. 213–232; wieder abgedruckt in Lichtblau, Zwischen Klassik und Moderne, a. a. O., S. 279 ff.

  110. 110.

    Vgl. Georg Simmel, Die Religion [1906/1912], in: ders., Gesamtausgabe, Band 10, Frankfurt am Main 1995, S. 99. Zur Interpretation dieser zugegebenermaßen schwierigen Teststelle siehe auch Klaus Lichtblau, Zur Aktualität von Georg Simmel. Einführung in sein Werk, 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2018, S. 82 ff. Zur Bedeutung der Unterscheidung zwischen ‚Wirklichkeit‘ und ‚Wert‘ für Simmels Philosophie des Geldes vgl. ferner ders., Gesamtausgabe, Band 6, Frankfurt am Main 1989, S. 23 ff.

  111. 111.

    Vgl. zum Beispiel Wolfgang Schluchters Spekulationen über die mögliche Herkunft von Webers „Entzauberung der Welt“ in MWG I/18, S. 16 ff., ferner in ders., Die Entzauberung der Welt, a. a. O., S. 1–17. Johannes Weiß hat sich zur mutmaßlichen Herkunft dieser berühmten Formulierung überhaupt nicht geäußert, obwohl Weber von dieser „Entzauberung der Welt“ zum ersten Mal in seinem Kategorienaufsatz von 1913 gesprochen hatte, der von Weiß im Rahmen der Gesamtausgabe ediert worden ist. Vgl. MWG I/12, S. 397.

  112. 112.

    Vgl. Schluchter, „Entstehungsgeschichte“, MWG I/24, S. 59. Weber gebraucht bereits vor dem Ersten Weltkrieg den Begriff des „sozialen Handelns“ nachweislich an drei verschiedenen Stellen synonym mit dem des „Gemeinschaftshandelns“, und zwar in seiner schriftlichen Stellungnahme zum ‚Wertproblem‘ für den Verein für Socialpolitik vom 14. August 1913, seinem Kategorienaufsatz vom November 1913 sowie in einer von ihm offensichtlich erst 1913/14 redigierten Stelle seines nachgelassenen Manuskriptes „Wirtschaftliche Beziehungen der Gemeinschaften im Allgemeinen“ (vgl. MWG I/12, S. 381 und 400 sowie MWG I/22–1, S. 79). Ich habe in dieser Gesamtausgabe keine einzige Stelle gefunden, in der dies deutlich gemacht worden ist. In dem von Wolfgang Mommsen edierten ‚Gemeinschaftsband‘ ist diesbezüglich sogar eine gewisse Schizophrenie festzustellen. Denn in seiner Einleitung zu diesem Band spricht Mommsen davon, dass Weber seit 1912/13 zunehmend eine Terminologie verwendet habe, die sich dann in seinen „Soziologischen Grundbegriffen“ von 1920 endgültig gegenüber der älteren Gemeinschaftsterminologie durchgesetzt hätte, ohne dies weiter zu spezifizieren. Zu dieser ‚Innovation‘ von 1912/13 zählt Mommsen auch den Begriff des „sozialen Handelns“. Im editorischen Bericht zum nachgelassenen Manuskript „Wirtschaftliche Beziehungen der Gemeinschaften im allgemeinen“ wird dagegen behauptet, dass der Begriff des sozialen Handelns „in dieser Phase“ bei Weber noch nicht „gebräuchlich“ gewesen sei (vgl. MWG I/22–1, S. 41 und 71). Was stimmt denn nun? Ist bezüglich dieser Frage eigentlich die Einleitung zu diesem Band oder aber der editorische Bericht zu dem entsprechenden Manuskript als verbindlich anzusehen, der offensichtlich nicht von Mommsen stammt? Falls diese Vermutung zutreffen sollte, ist dies aber immer noch keine Entschuldigung dafür, warum man die beiden erwähnten Stellen nicht aufeinander abgestimmt hat. Wolfgang Schluchter erwähnt in seinen einschlägigen Veröffentlichungen dagegen ausdrücklich nur Webers Stellungnahme zum Werturteilsstreit im Verein für Socialpolitik, verweist dort aber weder auf die entsprechende Stelle in Webers Kategorienaufsatz noch in dem nachgelassenen Manuskript „Wirtschaftliche Beziehungen der Gemeinschaften im allgemeinen“. Vgl. Schluchter, „Entstehungsgeschichte“, MWG I/24, S. 57 f.; ferner ders., Grundlegungen der Soziologie, a. a. O., S. 256 (Anmerkung 154).

  113. 113.

    Siehe diesbezüglich auch die nachdenklich stimmenden Ausführungen von Thomas Schwinn, „Klassikerdämmerung. 100 Jahre Max Weber im Kontext der Soziologiegeschichte und des aktuellen Zustandes unserer Disziplin“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 72 (2020), S. 351–381, besonders S. 365 ff.

  114. 114.

    Vgl. Max Weber und die Soziologie heute. Verhandlungen des 15. Deutschen Soziologentages, Tübingen 1965. Zur historischen Bedeutung dieses Soziologentages für die deutschsprachige Max-Weber-Rezeption siehe auch Uta Gerhardt, „Der Heidelberger Soziologentag 1964 als Wendepunkt der Rezeptionsgeschichte Max Webers“, in: dies., Zeitperspektiven. Studien zu Kultur und Gesellschaft, Stuttgart 2003, S. 252–266.

  115. 115.

    Daraus ist in einem Fall sogar ein stattliches ‚Werk‘ entstanden. Vgl. Veit-Michael Bader u. a., Einführung in die Gesellschaftstheorie. Gesellschaft, Wirtschaft und Staat bei Marx und Weber, 4. Auflage Frankfurt am Main 1987. Siehe hierzu auch Dirk Kaesler, Über Max Weber, a. a. O., S. 407 f.

  116. 116.

    Vgl. Wolfgang Schluchter, Die Entwicklung des okzidentalen Rationalismus. Eine Analyse von Max Webers Gesellschaftsgeschichte, Tübingen 1979. Eine weitgehend unveränderte, allerdings um ein umfangreiches Vorwort versehene Taschenbuchausgabe dieses Buches erschien dann unter dem leicht veränderten Titel Die Entstehung des modernen Rationalismus. Eine Analyse von Max Webers Entwicklungsgeschichte des Okzidents 1998 in Frankfurt am Main. Die „Gesellschaftsgeschichte“ wurde von Schluchter also zeitgeistgemäß auf eine „Entwicklungsgeschichte des Okzidents“ reduziert. Übrigens sind beide Begriffe von Weber nie ‚autorisiert‘ worden. Und auch als ‚autoreigen‘ kann man sie wohl kaum bezeichnen.

  117. 117.

    Vgl. Talcott Parsons, Kapitalismus bei Max Weber – Zur Rekonstruktion eines fast vergessenen Themas, hrsg. und eingeleitet von Uta Gerhardt, Wiesbaden 2019. Siehe hierzu meine entsprechenden Ausführungen im achten Kapitel der vorliegenden Aufsatzsammlung.

  118. 118.

    Vgl. hierzu Theodor W. Adorno, Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie, Frankfurt am Main 1964. Zum internationalen Stand der Weber-Übersetzungen vor sechs Jahren siehe dagegen Edith Hanke, „Max Weber weltweit. Eine Topografie der Übersetzungen“, in: Berliner Journal für Soziologie 24 (2015), S. 487–504.

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Correspondence to Klaus Lichtblau .

Anhang

Anhang

Gliederung der Max-Weber-Gesamtausgabe (1984–2020)

Abteilung I: Schriften und Reden

  • MWG I/1: Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter. Schriften 1889–1894. Herausgegeben von Gerhard Dilcher und Susanne Lepsius, Tübingen 2008.

  • MWG I/2: Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht. 1891. Herausgegeben von Jürgen Deininger, Tübingen 1986.

  • MWG I/3: Die Lage der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland 1892. Herausgegeben von Martin Riesebrodt. Zwei Halbbände, Tübingen 1984.

  • MWG I/4: Landarbeiterfrage, Nationalstaat und Volkswirtschaftspolitik. Schriften und Reden 1892–1899. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Rita Aldenhoff. Zwei Halbbände, Tübingen 1993.

  • MWG I/5: Börsenwesen. Schriften und Reden 1893–1898. Herausgegeben von Knut Borchardt in Zusammenarbeit mit Cornelia Meyer-Stoll. Zwei Halbbände, Tübingen 1999.

  • MWG I/6: Zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums. Schriften und Reden 1893–1908. Herausgegeben von Jürgen Deininger, Tübingen 2006.

  • MWG I/7: Zur Logik und Methodik der Sozialwissenschaften. Schriften und Reden 1900–1907. Herausgegeben von Gerhard Wagner in Zusammenarbeit mit Claudius Härpfer, Tom Kaden, Kai Müller und Angelika Zahn, Tübingen 2018.

  • MWG I/8: Wirtschaft, Staat und Sozialpolitik. Schriften und Reden 1900–1912. Herausgegeben von Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Peter Kurth und Birgitt Morgenbrod, Tübingen 1998 (mit einem Ergänzungsheft, herausgegeben von Wolfgang Schluchter, Tübingen 2005).

  • MWG I/9: Asketischer Protestantismus und Kapitalismus. Schriften und Reden 1904–1911. Herausgegeben von Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Ursula Bube, Tübingen 2014.

  • MWG I/10: Zur Russischen Revolution von 1905. Schriften und Reden 1905–1912. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Dittmar Dahlmann, Tübingen 1989.

  • MWG I/11: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. Schriften und Reden 1908–1912. Herausgegeben von Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Sabine Frommer, Tübingen 1995.

  • MWG I/12: Verstehende Soziologie und Werturteilsfreiheit. Schriften und Reden 1908–1917. Herausgegeben von Johannes Weiß in Zusammenarbeit mit Sabine Frommer, Tübingen 2018.

  • MWG I/13: Hochschulwesen und Wissenschaftspolitik. Schriften und Reden 1895–1920. Herausgegeben von M. Rainer Lepsius und Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Heide-Marie Lauterer und Anne Munding, Tübingen 2016.

  • MWG I/14: Zur Musiksoziologie. Nachlaß 1921. Herausgegeben von Christoph Braun und Ludwig Finscher, Tübingen 2004.

  • MWG I/15: Zur Politik im Weltkrieg. Schriften und Reden 1914–1918. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Gangolf Hübinger, Tübingen 1984.

  • MWG I/16: Zur Neuordnung Deutschlands. Schriften und Reden 1918–1920. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Wolfgang Schwentker, Tübingen 1988.

  • MWG I/17: Wissenschaft als Beruf 1917/1919 – Politik als Beruf 1919. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen und Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Birgitt Morgenbrod, Tübingen 1992.

  • MWG I/18: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus. Schriften 1904–1920. Herausgegeben von Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Ursula Bube, Tübingen 2016.

  • MWG I/19: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Konfuzianismus und Taoismus. Schriften und Reden 1915–1920. Herausgegeben von Helwig Schmidt-Glintzer in Zusammenarbeit mit Petra Kolonko, Tübingen 1989.

  • MWG I/20: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Hinduismus und Buddhismus. 1916–1920. Herausgegeben von Helwig Schmidt-Glintzer in Zusammenarbeit mit Karl-Heinz Golzio, Tübingen 1996.

  • MWG I/21: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Das antike Judentum. Schriften und Reden 1911–1920. Herausgegeben von Eckart Otto unter Mitwirkung von Julia Offermann. Zwei Halbbände, Tübingen 2005.

  • MWG I/22–1: Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Nachlaß. Teilband 1: Gemeinschaften. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Michael Meyer, Tübingen 2001.

  • MWG I/22–2: Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Nachlaß. Teilband 2: Religiöse Gemeinschaften. Herausgegeben von Hans G. Kippenberg in Zusammenarbeit mit Petra Schilm unter Mitwirkung von Jutta Niemeier, Tübingen 2001.

  • MWG I/22–3: Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Nachlaß. Teilband 3: Recht. Herausgegeben von Werner Gephart und Siegfried Hermes, Tübingen 2010.

  • MWG I/22–4: Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Nachlaß. Teilband 4: Herrschaft. Herausgegeben von Edith Hanke in Zusammenarbeit mit Thomas Kroll, Tübingen 2005.

  • MWG I/22–5: Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Ordnungen und Mächte. Nachlaß. Teilband 5: Die Stadt. Herausgegeben von Wilfried Nippel, Tübingen 1999.

  • MWG I/23: Wirtschaft und Gesellschaft. Soziologie. Unvollendet. 1919–1920. Herausgegeben von Knut Borchardt, Edith Hanke und Wolfgang Schluchter, Tübingen 2013.

  • MWG I/24: Wirtschaft und Gesellschaft. Entstehungsgeschichte und Dokumente. Dargestellt und herausgegeben von Wolfgang Schluchter, Tübingen 2009.

  • MWG I/25: Wirtschaft und Gesellschaft. Gesamtregister. Bearbeitet von Edith Hanke und Christoph Morlok, Tübingen 2015.

Abteilung II: Briefe

  • MWG II/1: Briefe 1875–1886. Herausgegeben von Gangolf Hübinger in Zusammenarbeit mit Thomas Gerhards und Uta Hinz, Tübingen 2017.

  • MWG II/2: Briefe 1887–1894. Herausgegeben von Rita Aldenhoff-Hübinger in Zusammenarbeit mit Thomas Gerhards und Sybille Oßwald-Bargende, Tübingen 2016.

  • MWG II/3: Briefe 1895–1902. Herausgegeben von Rita Aldenhoff-Hübinger in Zusammenarbeit mit Uta Hinz. Zwei Halbbände, Tübingen 2015.

  • MWG II/4: Briefe 1903–1905. Herausgegeben von Gangolf Hübinger in Zusammenarbeit mit Thomas Gerhards und Sybille Oßwald-Bargende, Tübingen 2015.

  • MWG II/5: Briefe 1906–1908. Herausgegeben von M. Rainer Lepsius und Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön, Tübingen 1990.

  • MWG II/6: Briefe 1909–1910. Herausgegeben von M. Rainer Lepsius und Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön, Tübingen 1994.

  • MWG II/7: Briefe 1911–1912. Herausgegeben von M. Rainer Lepsius und Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön. Zwei Halbbände, Tübingen 1998.

  • MWG II/8: Briefe 1913–1914. Herausgegeben von M. Rainer Lepsius und Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön, Tübingen 2003.

  • MWG II/9: Briefe 1915–1917. Herausgegeben von Gerd Krumeich und M. Rainer Lepsius in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön, Tübingen 2008.

  • MWG II/10: Briefe 1918–1920. Herausgegeben von Gerd Krumeich und M. Rainer Lepsius in Zusammenarbeit mit Uta Hinz, Sybille Oßwald-Bargende und Manfred Schön. Zwei Halbbände, Tübingen 2012.

  • MWG II/11: Briefe. Nachträge und Gesamtregister. Herausgegeben von Rita Aldenhoff-Hübinger und Edith Hanke, Tübingen 2018.

Abteilung III: Vorlesungen und Vorlesungsnachschriften

  • MWG III/1: Allgemeine („theoretische“) Nationalökonomie. Vorlesungen 1894–1898. Herausgegeben von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Cristof Judenau, Heino N. Nau, Klaus Scharfer und Marcus Tiefel, Tübingen 2009.

  • MWG III/2: Praktische Nationalökonomie. Vorlesungen 1895–1899. Herausgegeben von Hauke Janssen in Zusammenarbeit mit Ulrich Rummel und Cornelia Meyer-Stoll. Zwei Halbbände, Tübingen 2020.

  • MWG III/3: Finanzwissenschaft. Vorlesungen 1894–1897. Herausgegeben von Martin Heilmann in Zusammenarbeit mit Cornelia Meyer-Stoll, Tübingen 2017.

  • MWG III/4: Arbeiterfrage und Arbeiterbewegung. Vorlesungen 1895–1898. Herausgegeben von Rita Aldenhoff-Hübinger in Zusammenarbeit mit Silke Fehlemann, Tübingen 2009.

  • MWG III/5: Agrarrecht, Agrargeschichte, Agrarpolitik. Vorlesungen 1894–1899. Herausgegeben von Rita Aldenhoff-Hübinger, Tübingen 2008.

  • MWG III/6: Abriß der universalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Mit- und Nachschriften 1919/20. Herausgegeben von Wolfgang Schluchter in Zusammenarbeit mit Joachim Schröder, Tübingen 2011.

  • MWG III/7: Allgemeine Staatslehre und Politik (Staatssoziologie). Unvollendet. Mit- und Nachschriften 1920. Herausgegeben von Gangolf Hübinger in Zusammenarbeit mit Andreas Terwes, Tübingen 2009.

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Lichtblau, K. (2021). Zum Abschluss der Max-Weber-Gesamtausgabe. Eine metakritische Betrachtung. In: Möglichkeiten der Soziologie. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35136-6_9

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