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Geflüchtete Frauen und Integration – Maßnahmen, kritische Anfragen und Bedarfe

Part of the Interkulturelle Studien book series (IKS)

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht zum einen, inwieweit Maßnahmen der ‚Integration‘, insbesondere Integrationskurse, vergeschlechtlichte Perspektiven bedienen bzw. stützen. Zum anderen wird danach gefragt, wie geflüchtete Frauen bestehende Integrationsangebote deuten und inwieweit ihre Bedarfe hinsichtlich gesellschaftlicher Teilhabemöglichkeiten Berücksichtigung finden. Die Perspektiven von Frauen mit Fluchterfahrung basieren auf qualitativen Interviews, die im Rahmen des Forschungsprojekts „Geflüchtete Frauen, Familiendynamiken und Gewalt“ geführt wurden. Sie bieten Anregungen hinsichtlich der Frage, inwieweit gegenwärtige und gängige Integrationsmaßnahmen als zielführend eingeschätzt werden können und fordern dazu auf, in konzeptionellen Überlegungen den Schwerpunkt auf Handlungsfähigkeit, Anerkennung von Ressourcen und Empowerment zu richten.

Schlüsselwörter

Zur Kennzeichnung der Unbestimmtheit des Integrationsbegriffs (s. u.) wird dieser kursiv gesetzt.

Ulrike Koopmann hat zuvor unter dem Namen Lingen-Ali publiziert und geforscht.

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Notes

  1. 1.

    Von den mehr als 1,5 Mio. Asylerstanträgen zwischen 2015 und 2019 (BAMF 2020a) wurden etwa 40 % von Frauen gestellt (vgl. auch Binnemann und Wannitz 2018).

  2. 2.

    Quelle: https://www.gender-flucht.uni-osnabrueck.de/startseite.html. Zugegriffen: 21. April 2021.

  3. 3.

    Daten vorgelegt hat beispielsweise die Studie „Study on Female Refugees“ (https://female-refugee-study.charite.de/. Zugegriffen: 09. Juni 2020) und die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (https://www.bamf.de/SharedDocs/ProjekteReportagen/DE/Forschung/Integration/iab-bamf-soep-befragung-gefluechtete.html. Zugegriffen: 09. Juni 2020, siehe auch Worbs et al. 2016).

  4. 4.

    Einige wissenschaftliche Deutungsansätze zu Integration grenzen sich von Alltagsdiskursen und politischen Diskursen insofern ab, dass sie differenziertere Definitionen vorlegen (etwa Pries 2003).

  5. 5.

    Als Othering wird bezeichnet, wenn die Wir-Gruppe sich „im Gegenbild des konstruierten Anderen [definiert] und dabei als zivilisierter [imaginiert]. […] Dabei werden vermeintliche oder tatsächliche Unterschiede zu Gruppenmerkmalen zusammengefasst und zum (kulturell, religiös oder biologisch bedingten) ‚Wesen‘ dieser Gruppe erklärt. Alle Mitglieder einer so konstruierten Gruppe werden als prinzipiell gleich angesehen und homogenisiert. Die auf diese Weise als wesenhaft anders, also als essenzialistisch hervorgebrachte Fremdgruppe wird der Eigengruppe gegenübergestellt“ (Attia 2014, o. S.).

  6. 6.

    Teilprojekt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg unter Leitung von Dr. Ulrike Koopmann im Rahmen des Forschungsverbunds „Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen“, Laufzeit von 2017 bis 2020, finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK). Weitere Teilprojekte sind an den Universitäten Göttingen (Prof. Dr. Elke Grittmann, Prof. Dr. Sabine Hess) und Osnabrück (Prof. Dr. Helen Schwenken) angesiedelt. Quelle: www.gender-flucht.uni-osnabrueck.de. Zugegriffen: 23. April 2021.

  7. 7.

    Die Interviewpartnerinnen waren zwischen 20 und 52 Jahre alt, die Herkunftsländer waren Afghanistan, Iran, Libanon und Syrien. Interviewsprachen waren Arabisch, Deutsch und Persisch, Übersetzungen erfolgten durch die Projektmitarbeiterinnen. Persönliche Angaben sind anonymisiert, die Eigennamen sind von den Interviewpartnerinnen selbst gewählt.

  8. 8.

    37 Jahre alt, Herkunftsland Syrien, verheiratet, getrennt lebend, drei Kinder, Interviewsprache Arabisch, Übersetzung durch die Projektmitarbeiterin.

  9. 9.

    53 Jahre alt, Herkunftsland Syrien, verheiratet, Ehemann lebt nicht in Deutschland, drei Kinder, Interviewsprache Arabisch, Übersetzung durch die Projektmitarbeiterin.

  10. 10.

    22 Jahre alt, Herkunftsland Syrien, verheiratet, keine Kinder, Interviewsprache Deutsch.

  11. 11.

    32 Jahre alt, Herkunftsland Iran, geschieden, ein Kind, Interviewsprache Deutsch.

  12. 12.

    32 Jahre alt, Herkunftsland Libanon, verheiratet, vier Kinder, Interviewsprache Arabisch, Übersetzung durch die Projektmitarbeiterin.

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Koopmann, U. (2022). Geflüchtete Frauen und Integration – Maßnahmen, kritische Anfragen und Bedarfe. In: Farrokhzad, S., Scherschel, K., Schmitt, M. (eds) Geflüchtete Frauen. Interkulturelle Studien. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35038-3_6

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  • DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-35038-3_6

  • Published:

  • Publisher Name: Springer VS, Wiesbaden

  • Print ISBN: 978-3-658-35037-6

  • Online ISBN: 978-3-658-35038-3

  • eBook Packages: Social Science and Law (German Language)

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