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Die unternehmensverbundene Doppelstiftung als zukunftsorientierte Eigentümerstruktur für Familienunternehmen – Stiftungsorganisation

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Zusammenfassung

Die Stiftung hat sich zu einem beliebten unternehmerischen Gestaltungsinstrument entwickelt, die als nutzenbringender Baustein zwischen die Familie und die operative Tätigkeit geschaltet werden kann (Bindeglied der Familie zum Unternehmen). Das Familienvermögen wird bestenfalls durch die Familienstiftung generationsübergreifend für die Stifterfamilie nach einheitlichen Spielregeln für alle Familienmitglieder verwaltet. Sie wird daher von uns malerisch auch gerne als das „weitere Familienmitglied“ verstanden (Siepmann-Stiftung; Aldi Süd). Möchte der Stifter sich mit seinem Unternehmen gleichwohl durch eine altruistische Zielsetzung positionieren und seine Werte auch außerhalb der Familie an die Gesellschaft weiter- bzw. zurückgeben, so wird er sich sinnvollerweise einer gemeinnützigen Stiftung bedienen (Repräsentatives Beispiel: Carl-Zeiss-Stiftung). Die Sinnhaftigkeit einer Kombination beider Zielsetzungen durch den Einsatz „einer“ Doppelstiftung als Holding des Unternehmens werden wir in diesem Beitrag abbilden.

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Abb. 1

(Eigene Darstellung)

Abb. 2

(Eigene Darstellung)

Abb. 3

(Eigene Darstellung)

Notes

  1. 1.

    Vgl. zur disproportionalen Gewinnverteilung auch [7] Werner in, „Die Doppelstiftung“, ZEV 2012, 244 (244).

  2. 2.

    Vgl. dazu auch insgesamt [7] Werner in, „Die Doppelstiftung“, ZEV 2012, 244; [5]Theuffel-Wehrhahn in, „Renaissance der Doppelstiftung durch die Erbschaftsteuerreform“, ZStV 2015, 169.

  3. 3.

    § 13 Absatz 1 Nummer 16 b) ErbStG; i. Ü. steuerfrei nach § 6 Absatz 3 EStG bei Buchwertfortführung.

  4. 4.

    §§ 13a, 13b ErbStG.

  5. 5.

    § 13b Absatz 1 Nummer 3 ErbStG; bei einer Beteiligung von mehr als 25 % des Stamm-/Nennkapitals.

  6. 6.

    § 13b Absatz 4 Nummer 5 ErbStG.

  7. 7.

    Die Verschonungsbedarfsprüfung ist mit einigen rechtlichen Unsicherheiten verbunden und kann in der Regel nicht zu einer Vollverschonung führen.

  8. 8.

    § 13a Absatz 6 Nummer 4 ErbStG.

  9. 9.

    § 13a Absatz 3 ErbStG.

  10. 10.

    Körperschaftsteuer + Gewerbesteuer, je nach Hebesatz der Gemeinde leichte Abweichungen möglich.

  11. 11.

    § 58 Nummer 6 AO.

  12. 12.

    [2] Gersch in, Klein, Kommentar zur Abgabenordnung, 14. Aufl., 2018, § 58 Rz. 8.

  13. 13.

    [6] Veltmann in, Werner/Sänger, Die Stiftung, 1. Aufl., 2008, Rz. 568.

  14. 14.

    [6] Veltmann in, Werner/Sänger, Die Stiftung, 1. Aufl., 2008, Rz. 568.

  15. 15.

    Vgl. §§ 80 ff. BGB.

  16. 16.

    § 81 Absatz 1 Nummer 5 BGB; darüber hinaus sind für die Errichtung einer Stiftung nur folgende Dinge erforderlich: Name, Sitz, Zweck und Vermögen.

  17. 17.

    § 80 Absatz 2 BGB.

  18. 18.

    § 7 Nummer 2 HessStiftG.

  19. 19.

    Artikel 16 Absatz 1 Satz 1 BayStiftG.

  20. 20.

    Die Stiftung ist, solange sie lediglich vermögensverwaltend tätig ist (bspw. als Holdinggesellschaft), kein Kaufmann und betreibt kein Handelsgewerbe. Sie ist daher weder handels- noch steuerrechtlich buchführungspflichtig.

  21. 21.

    https://www.stiftungen.org/de/presse/mitteilung/bundesverband-deutscher-stiftungen-fordert-bundeseinheitliches-stiftungsregister.html

  22. 22.

    Gleichwohl darf die gemeinnützige Stiftung in einem gewissen Umfang einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb betreiben, der abtrennbar einer Besteuerung unterliegt.

  23. 23.

    [3] May/Bartels, Governance im Familienunternehmen (2017), Bundesanzeiger Verlag, Köln, 103.

  24. 24.

    [3] May/Bartels beschreiben dies mit einer dem Regelwerk übergeordneten familiären Identität; May/Bartels, Governance im Familienunternehmen (2017), Bundesanzeiger Verlag, Köln, 105.

  25. 25.

    Nach § 55 AO müssen diese in den nächsten zwei Jahren in gemeinnützige Zwecke investiert werden.

  26. 26.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 23 Rz. 1.

  27. 27.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 2 Rz. 12.

  28. 28.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 23 Rz. 36.

  29. 29.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 23 Rz. 37.

  30. 30.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 23 Rz. 47.

  31. 31.

    Ähnlicher Ansatz dazu von Müller-Stüler: https://www.iww.de/sb/archiv/der-praktische-fall-stiftung-co-kg-vorteile-bei-vor-und-nacherbschaft-nutzen-f26343.

  32. 32.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 28 Rz. 2.

  33. 33.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 28 Rz. 2.

  34. 34.

    § 278 Absatz 2 AktG i. V. m. § 164 HGB.

  35. 35.

    Zu den Rechten des Aufsichtsrats [1]Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 28 Rz. 15.

  36. 36.

    [1] Binz/Sorg, Die GmbH & Co. KG, 12. Aufl., 2018, Beck, München, § 28 Rz. 12–15.

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Klinkner, T., Ens, M., Buß, M. (2020). Die unternehmensverbundene Doppelstiftung als zukunftsorientierte Eigentümerstruktur für Familienunternehmen – Stiftungsorganisation. In: Block, J., May, P., Betzer, A., von Au, D. (eds) Die Familienstiftung . Springer Gabler, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-30261-0_7

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