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Die Polizei in Deutschland

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Zusammenfassung

Die Polizei in Deutschland grenzt sich sowohl von anderen Organisationen und Unternehmen in Deutschland als auch von Polizeien anderer Nationalstaaten ab. Um das spezifische Berufsfeld der Polizei zu skizzieren, werden zunächst die Organisation der Polizei sowie deren führungsspezifische Besonderheiten beschrieben. Anknüpfend daran wird das derzeit offizielle und gültige Führungsverständnis der Polizei, das Kooperative Führungssystem (KFS), dargestellt und kritisch gewürdigt. Des Weiteren erfolgt eine prägnante Darstellung des aktuellen Diskurses um die Weiterentwicklung des Kooperativen Führungssystems. Abschließend werden in diesem Zusammenhang die gegenwärtig vorhandenen Projekte der Neukonzeption einer polizeilichen Führungslehre – das Kooperative Führungssystem 2.0 sowie das Polizeiliche Führungs-Modell – skizziert.

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  • DOI: 10.1007/978-3-658-30135-4_3
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Abb. 3.1

(Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Barthel und Heidemann 2014c, S. 107 f.))

Abb. 3.2

(Quelle: Eigene Darstellung)

Abb. 3.3

(Quelle: Eigene Darstellung)

Abb. 3.4

(Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Siegrist 2015, S. 22 zit. in Fittkau 2020))

Abb. 3.5

(Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Baadte 2018, S. 46))

Abb. 3.6

(Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Barthel und Heidemann 2014a, S. 40))

Abb. 3.7

(Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Thielmann und Weibler 2014a, S. 51))

Notes

  1. 1.

    Die zunehmende Internationalisierung, welche auch im polizeilichen Kontext stattfindet, führt dazu, dass mittlerweile auch supranationale Regelungen die Tätigkeit der Polizei beeinflussen (Bundespolizei o. J.).

  2. 2.

    Weiterführende Darstellungen siehe unter Punkt 3.2.

  3. 3.

    Die Normengebundenheit übt auch in disziplinarrechtlicher Hinsicht einen spürbaren Einfluss auf das polizeiliche Führungsverhalten aus. Positive wie negative Sanktionierungen sind durch die vorgesetzte Führungskraft aufgrund beamtenrechtlicher Vorgaben (Beamten- und Disziplinargesetze der Länder und des Bundes) nur in begrenztem Rahmen möglich (Vollmar et al. 2017, S. 13).

  4. 4.

    Die Laufbahn des einfachen Dienstes wird jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr in der Polizei besetzt (Groß et al. 2008, S. 24). Dahingehend ersetzen mittlerweile viele Polizeien die dreigeteilte in eine zweigeteilte (mit gehobenem und höherem Dienst) Laufbahn (Wilz 2012, S. 121). Ein Aufstieg von einer Laufbahn in die nächsthöhere ist im Rahmen der sogenannten Einheitslaufbahn der Polizei grundsätzlich möglich (Neidhardt 2017, S. 301).

  5. 5.

    Weiterführende Darstellungen können Kühl (2011, S. 89–157) entnommen werden.

  6. 6.

    Siehe Ausführungen zur indirekten Führung in Abschn. 2.1.1.

  7. 7.

    Weiterführende Darstellungen zur Organisationskultur in der Polizei werden in Abschn. 3.2.4 ausgeführt.

  8. 8.

    Dieses Ausloten und Durchsetzen eigener Interessen der Organisationsmitglieder sowie das dazugehörige Verhalten dieser wird in Theorien des politischen Prozessansatzes sowohl untersucht als auch erklärt und in Abschn. 3.1.3 näher dargestellt.

  9. 9.

    An dieser Stelle wird der Artikel „Organisationsversagen und NSU-Ermittlungen“ von Dosdall (2018) empfohlen. In diesem Artikel erörtert Dosdall ausführlich die Organisationspathologien Wahrnehmungsrigidität, Kompetenzfalle und Lernobstruktion am Beispiel der Ermittlungspannen im Zusammenhang mit dem NSU-Komplex.

  10. 10.

    In diesem Kontext zwei Anmerkungen:

    1. 1.

      Bei der Berechnung des Krankenstandes wurden durch das Statistische Bundesamt nur Krankmeldungen erfasst, die eine Abwesenheitsdauer von drei Tagen überschreiten. Die Zahl der tatsächlichen Krankheitstage dürfte also faktisch höher liegen (Statistisches Bundesamt 2019).

    2. 2.

      Bei Polizeivollzugsbeamten werden im Unterschied zu Angestellten bei der Erfassung der Krankentage die Wochenendtage oft mit eingerechnet (Ausnahme: Der Polizeivollzugsbeamte lässt sich ausdrücklich nur bis zum Freitag krankschreiben, um am Wochenende seinen Dienst zu verrichten). In grober Näherung sind die Krankentage bei Polizeivollzugsbeamten demnach durch sieben zu teilen und dann mit fünf zu multiplizieren (49 Krankentage bei Polizeivollzugsbeamten entsprechen somit in etwa 35 Krankentage bei Angestellten). Nichtsdestotrotz verdeutlichen die Zahlen eindrucksvoll den Unterschied zwischen dem Krankenstand von Polizeivollzugsbeamten und dem Krankenstand anderer Arbeitnehmer.

  11. 11.

    Darunter fallen unter anderem „Management by …“-Techniken, Kommunikations- und Gesprächsführungstechniken, unterschiedliche Motivationsmodelle sowie Konflikthandhabungstechniken (Barthel 2010, S. 42).

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Fittkau, KH., Heyna, P. (2020). Die Polizei in Deutschland. In: Wirksames Führen in der Polizei. Springer Gabler, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-30135-4_3

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