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Fazit und Ausblick

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Zusammenfassung

Unter Bezugnahme auf die Narrativität, als spezifische Form des menschlichen Seins im Sinne eines storytelling animal (MacIntyre [1981] 2003) bzw. homo narrans (Fisher 1987), hält Wolfgang Bergem für narrative Formen der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur fest, dass das Erzählen von Geschichten nicht nur ein transkulturelles und transhistorisches Phänomen darstellt (Barthes 1988: 102; Ricoeur 1987), sondern es sich mit Blick auf die vielfältigen Vermittlungsformen auch um ein transmediales Phänomen handelt: „Das Bedürfnis zu erzählen kann als anthropologische Konstante angesehen werden; auf Geschichten gründen sich die vielfältigen Formen der Vergemeinschaftung von Menschen“ (Bergem 2016: 33). Das Erzählen von Geschichten und die darin vollzogene Deutung der Welt ist jedoch nicht nur essentiell für das Verständnis, die Erschließung und die Aneignung von Wirklichkeit, sondern dient über einen grundlegenden Modus diskursiver Praxis und als kollektiver, oft konflikthafter way of worldmaking (Goodman 1978) auch der Analyse von Narrationen als ideologisches Konstrukt sozialer Gruppen oder Organisationen (Viehöver 2012: 66, 2001: 218).

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Politik- und VerwaltungswissenschaftenUniversität RostockRostockDeutschland

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