Advertisement

Die FDP zwischen Wahlerfolgen, Regierungsflucht und Stagnation

Chapter
  • 2k Downloads

Zusammenfassung

Bei der Bundestagswahl 2017 gelang der FDP dank einer erfolgreichen Neuaufstellung in personeller, organisatorischer und programmatischer Hinsicht ein fulminantes Comeback. Um den inhaltlichen Markenkern der FDP weiter zu stärken und mögliche Risiken einer Regierungsbeteiligung zu begegnen, hatte ihr Vorsitzender Christian Lindner die Verhandlungen zur einer Jamaika-Koalition platzen lassen. Seither stagniert der Wählerzuspruch auf geringerem Niveau als noch 2017. Eine für die Partei dringend notwendige strategische Erweiterung der koalitionspolitischen Machtoptionen lässt auf sich warten.

Literatur

  1. Anan, D. (2017). Parteiprogramme im Wandel: Ein Vergleich von FDP und Grünen zwischen 1971 und 2013. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  2. Anan, D. (2019). Ist Opas FDP wirklich tot? Eine Analyse des FDP-Bundestagswahlprogramms 2017 im Lichte der strategischen Neuorientierung nach 2013. Zeitschrift für Politikwissenschaft, 29, 53–75.Google Scholar
  3. Beschluss des 66. Ordentlichen Bundesparteitags der FDP, Berlin, 16.05.15: Mehr Chancen durch mehr Freiheit: Projekte für eine Republik der Chancen.Google Scholar
  4. Bieber, I., & Roßteutscher, S. (2014). Dominante Union und taumelnde FDP: Zur Ausgangslage der Bundestagswahl 2013. In R. Schmitt-Beck, H. Rattinger, S. Roßteutscher, B. Weßels, & C. Wolf (Hrsg.), Zwischen Fragmentierung und Konzentration: Die Bundestagswahl 2013 (S. 19–34). Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  5. Bukow, S., & Jun, U. (2017). Parteien unter Wettbewerbsdruck. In S. Bukow & U. Jun (Hrsg.), Parteien unter Wettbewerbsdruck (S. 1–11). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  6. Bundessatzung der Freien Demokratischen Partei, Fassung vom 12.05.18.Google Scholar
  7. Buschmann, M. (o. J.). Der Turnaround der FDP: Auch eine Frage der Markenpositionierung, o.O.Google Scholar
  8. Butzlaff, Felix. (2017). Die FDP. Von der honorigen Bürgerpartei zur Partei der Besserverdiener. In E. Wiesendahl (Hrsg.), Parteien und soziale Ungleichheit (S. 169–190). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  9. Decker, F. (2015). Parteiendemokratie im Wandel. Beiträge zur Theorie und Empirie. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  10. Der Landeswahlleiter Thüringen. (2019). Endgültiges amtliches Ergebnis der Landtagswahl 2019 in Thüringen, Pressemitteilung 317/2019 vom 7.11.19. https://statistik.thueringen.de/presse/2019/pr_317_19.pdf. Abruf: 25.11.19.
  11. Dittberner, J. (2010). Die FDP. Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  12. Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen. (2017). Berlin.Google Scholar
  13. Feldkamp, M. F. (2018). Deutscher Bundestag 1998 bis 2017/18: Parlaments- und Wahlstatistik für die 14. bis 19. Wahlperiode. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 49, 207–222.Google Scholar
  14. Forschungsgruppe Wahlen e. V. (Hrsg.). (2017). Newsletter zur Bundestagswahl am 24.9.17. Mannheim: Forschungsgruppe Wahlen e. V.Google Scholar
  15. Franzmann, S. T. (2012). Die liberale Parteienfamilie. In U. Jun & B. Höhne (Hrsg.), Parteienfamilien. Identitätsbestimmend oder nur noch Etikett? (S. 155–184). Opladen: Budrich.Google Scholar
  16. Franzmann, S. T. (2018). Die Schwäche der Opposition, die Außerparlamentarische Opposition und die Emergenz neuer Regierungsperspektiven. In R. Zohlnhöfer & T. Saalfeld (Hrsg.), Zwischen Stillstand, Politikwandel und Krisenmanagement, Eine Bilanz der Regierung Merkel III (S. 141–168). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  17. Franzmann, S. T. (2019). Extra-Parliamentary Opposition within a Transforming Political Space: The AfD and FDP under Merkel lll between 2013 and 2017. German Politics, 28, 332–349.Google Scholar
  18. Freckmann, M. (2018). Lindners FDP. Profil – Strategie – Perspektiven. Frankfurt a. M.Google Scholar
  19. Freie Demokraten (FDP). (2017). Denken wir neu. Das Programm der Freien Demokraten zur Bundestagswahl 2017: „Schauen wir nicht länger zu.“. Berlin: Freie Demokraten.Google Scholar
  20. Gauja, A. (2016). Party reform. The causes, challenges, and consequences of organizational change. Oxford: Oxford University Press.Google Scholar
  21. Glock, F. (2017). Die FDP in der außerparlamentarischen Opposition: Innerparteiliche Willensbildung und Einstellungen der Parteitagsdelegierten. In S. Bukow & U. Jun (Hrsg.), Parteien unter Wettbewerbsdruck (S. 181–201). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  22. Hilmer, R., & Gagné, J. (2018). Die Bundestagswahl 2017: GroKo IV – ohne Alternative für Deutschland. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 49, 372–406.Google Scholar
  23. Höhne, B. (2017). Wie stellen Parteien ihre Parlamentsbewerber auf? Das Personalmanagement vor der Bundestagswahl 2017. In C. Koschmieder (Hrsg.), Parteien, Parteiensysteme und politische Orientierungen. Aktuelle Beiträge aus der Parteienforschung (S. 227–253). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  24. Höhne, B., & Hellmann, D. (2017). DIE FREIEN DEMOKRATEN. Comeback der FDP mit neuer Mannschaft, Mit-Mach-Organisation und Mut-Mach-Liberalismus. Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung.Google Scholar
  25. Höhne, B., & Jun, U. (2019). Die Wiederauferstehung der FDP. In K.-R. Korte & J. Schoofs (Hrsg.), Die Bundestagswahl 2017. Analysen der Wahl-, Parteien-, Kommunikations- und Regierungsforschung (S. 225–244). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  26. Huber, S. (2017). Instrumental and Expressive Coalition Voting: The Case of the FDP in the 2009 and 2013 German Federal Elections. German Politics, 26, 104–123.Google Scholar
  27. Jakobs, S., & Jun, U. (2018). Parteienwettbewerb und Koalitionsbildung in Deutschland 2017/18: Eine Analyse der Wahlprogramme. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 49, 265–285.Google Scholar
  28. Jun, U. (2013). Typen und Funktionen von Parteien. In O. Niedermayer (Hrsg.), Handbuch Parteienforschung (S. 119–144). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  29. Jun, U. (2015). Der elektorale Verlierer der Regierung Merkel II: Gründe für den Absturz der FDP. In R. Zohlnhöfer & T. Saalfeld (Hrsg.), Politik im Schatten der Krise. Eine Bilanz der Regierung Merkel 2009‒2013 (S. 113–135). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  30. Jun, U., & Höhne, B. (2007). Erfolgreiche Personalisierung und missglückte Themenorientierung: Die SPD-Wahlkämpfe in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In J. Schmid & U. Zolleis (Hrsg.), Wahlkampf im Südwesten. Parteien, Kampagnen und Landtagswahlen 2006 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (S. 88–115). Münster: LIT.Google Scholar
  31. Kaase, M. (1994). Is there personalization in politics? Candidates and voting behavior in Germany. International Political Science Review, 15, 211–230.Google Scholar
  32. König, P. D. (2018). Digitalpolitische Positionen im deutschen Parteiensystem. Eine Analyse der Parteipositionen zu den Bundestagswahlen der Jahre 2009, 2013 und 2017. Zeitschrift für vergleichende Politikwissenschaft, 12, 399–427.Google Scholar
  33. Korte, K.-R., Michels, D., Schoofs, J., Switek, N., & Weissenbach, K. (2018). Parteiendemokratie in Bewegung. Organisations- und Entscheidungsmuster der deutschen Parteien im Vergleich. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  34. Lindner, C. (2017). Schattenjahre. Die Rückkehr des politischen Liberalismus. Stuttgart: Klett-Cotta.Google Scholar
  35. Maron, T. (2018). Warum die FDP nach Lindners Pfeife tanzt. politik&kommunikation, 2, 42–43.Google Scholar
  36. Michal, W. (2017). AfD light: Lindners neue FDP. Blätter für deutsche und internationale Politik, 8, 25–28.Google Scholar
  37. Montag, T. (2015). Organisiert aus der Krise. Der 66. Ordentliche Bundesparteitag der FDP, Berlin, 15.‒17.5.15. o.O.: Konrad-Adenauer-Stiftung, Hauptabteilung Politik und Beratung.Google Scholar
  38. Montag, T. (2019a). Rezessionssorgen. Der 70. Ordentliche Bundesparteitag der FDP, Berlin, 26.-28.4.19. Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung, Hauptabteilung Politik und Beratung.Google Scholar
  39. Montag, T. (2019b). Die Rückkehr. Die FDP vor und nach der Bundestagswahl 2017. In K. Grabow & V. Neu (Hrsg.), Das Ende der Stabilität? Parteien und Parteiensystem in Deutschland (Bd. 5). Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung.Google Scholar
  40. Niedermayer, O. (2015). Von der dritten Kraft zur marginalen Partei: Die FDP von 2009 bis nach der Bundestagswahl 2013. In O. Niedermayer (Hrsg.), Die Parteien nach der Bundestagswahl 2013 (S. 103–134). Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  41. Niedermayer, O. (2019). Parteimitgliedschaften im Jahre 2018. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 50, 385–410.Google Scholar
  42. Patton, D. F. (2015). The Prospects of the FDP in Comparative Perspective: Rest in Peace or Totgesagte leben länger? German Politics, 24, 179–194.Google Scholar
  43. Patton, D. F. (2018). The free democrats’ second chance. German Politics, 27, 136–140.Google Scholar
  44. Rucht, D. (1987). Zum Verhältnis von sozialen Bewegungen und politischen Parteien. Journal für angewandte Sozialforschung, 27, 297–313.Google Scholar
  45. Schneider, J. (2019). Politik im Direktversand. Schneller als über die sozialen Medien lassen sich Botschaften nicht an die Wähler bringen. Die Fraktionen im Bundestag und das Hohe Haus selbst sind aber eher noch in der digitalen Findungsphase. Süddeutsche Zeitung, 11. März (23).Google Scholar
  46. Schubert, T. (2013). Vorstufe der Koalitionsbildung oder strategisch-taktische Wahlkampfinstrumente? Koalitionsaussagen vor Bundestagswahlen. In F. Decker & E. Jesse (Hrsg.), Die deutsche Koalitionsdemokratie vor der Bundestagswahl 2013 (S. 97–113). Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  47. Schüttemeyer, S. S., & Höhne, B. (Hrsg.) (2019). Durch das Nadelöhr der Demokratie. Die Kandidatenaufstellung der FDP zur Bundestagswahl 2017. Berlin: Institut für Parlamentarismusforschung, Studie Nr. 6.Google Scholar
  48. Schüttemeyer, S. S., & Pyschny, A. (2020). Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl 2017. Untersuchungen zu personellen und partizipatorischen Grundlagen demokratischer Ordnung. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 51, 189–211.Google Scholar
  49. Siefken, S. (2018). Regierungsbildung „wider Willen“ – der mühsame Weg zur Koalition nach der Bundestagswahl 2017. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 49, 407–436.Google Scholar
  50. Treibel, J. (2014). Die FDP. Prozesse innerparteilicher Führung 2000‒2012. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  51. Vogel, J. (2017). Mit wem lässt sich etwas bewegen? Die sozialpolitische Agenda der FDP. Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte, 64, 54–57.Google Scholar
  52. Von Beyme, K. (2013). Liberalismus. Theorien des Liberalismus und Radikalismus im Zeitalter der Ideologien 1789-1945. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  53. Vorländer, H. (2007). Freie Demokratische Partei (FDP). In F. Decker & V. Neu (Hrsg.), Handbuch der deutschen Parteien (S. 276–288). Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  54. Vorländer, H. (2013). Welche Koalition sichert das Überleben? Bündnisaussichten der FDP. In F. Decker & E. Jesse (Hrsg.), Die deutsche Koalitionsdemokratie vor der Bundestagswahl 2013 (S. 389–404). Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  55. Vorländer, H. (2014). Das bundespolitische Ende der FDP? Personal, Organisation, Programmatik, Koalitionsstrategien, Wahlergebnis. In E. Jesse & R. Sturm (Hrsg.), Bilanz der Bundestagswahl 2013, Voraussetzungen, Ergebnisse, Folgen (S. 277–294). Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  56. Wiesendahl, E. (2006). Mitgliederparteien am Ende? Eine Kritik der Niedergangsdiskussion. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  57. Zur, R. (2017). When valence crushes: Explaining the electoral failure of the German FDP in the 2013 election. German Politics, 26, 380–397.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für ParlamentarismusforschungBerlinDeutschland
  2. 2.Fach PolitikwissenschaftUniversität TrierTrierDeutschland

Personalised recommendations