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Membran-Prozesse bei Künstlichen Organen

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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Die Verfahren in Künstlichen Organen unterscheiden sich dadurch, dass Stoffe mit sehr unterschiedlichen Physikalisch-Chemischen Eigenschaften entfernt werden müssen. Bei der „Künstlichen Niere“ sind dies wasserlösliche Komponenten mit geringen Molmassen, bei der „Künstlichen Leber“ hochmolekulare Komplexe von an Protein gebundenen, hydrophoben Stoffen. In der „Künstlichen Lunge“ werden Gase mit unterschiedlichen Löslichkeiten in Plasma und mit spezifischen chemischen Reaktionen mit Plasmakomponenten ausgetauscht. Bei der Nieren-Dialyse werden die Ziel-Konzentrationen im Dialysat eingestellt, bei der Hämofiltration durch Substitution entsprechender Lösungen geregelt. Bei der Leber-Dialyse im „MARS-System“ werden die Toxine blutseitig von Albumin separiert, durch Membranen mit spezifischen Eigenschaften diffusiv transportiert, dialysatseitig von „fremdem“ Humanalbumin aufgenommen und in Adsorber und Ionentauscher entsorgt. Beim „PROMETHEUS-System“ erfolgt ein konvektiver Transport der Protein-Toxin-Komplexe durch die Membran und nach Abgabe der Toxine an Adsorber wird das „gereinigte“ Protein in das Patientenblut zurückfiltriert.   Die Absorption von O2 und die Desorption von CO2 im Oxygenator erfolgen in den hierbei verwendenten hydrophoben Membranen blasenfrei direkt an den Porenoberflächen im Blutkontakt.  Durch Anwendung der in Kap.  3 abgeleiteten Gleichungen auf die hier beschriebenen KO-Verfahren können Zusammenhänge dargestellt werden, aus denen Hersteller und Anwender Erkenntnisse gewinnen, um Leistung und Wirtschaftlichkeit der Verfahren zu optimieren.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.BisingenDeutschland

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