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Auswahlverfahren

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Zusammenfassung

Im Rahmen der Untersuchungsplanung für eine sozialwissenschaftliche Studie spielt die Frage nach dem dabei einzusetzenden Auswahlverfahren eine wichtige Rolle. Zunächst ist jedoch generell zu entscheiden, ob es erforderlich ist, eine Stichprobe zu ziehen oder ob eine Totalerhebung, das heißt die Untersuchung aller interessierenden Elemente, erfolgen sollte. Für eine Totalerhebung spricht, dass bestimmte Fehler, die bei einer Stichprobenziehung auftreten können, ausgeschlossen sind und die gewonnenen Befunde unter Umständen belastbarer und genauer sein dürften. Gegen eine Totalerhebung spricht vor allem der damit verbundene, in der Regel immense Aufwand. Einleitend soll die Entscheidung für eine Stichproben- oder eine Totalerhebung näher betrachtet werden. Danach werden verschiedene Stichprobenstrategien diskutiert. Es gibt Problemstellungen, bei denen es sich prinzipiell verbietet, eine Totalerhebung vorzunehmen. So werden sich etwa medizinische Blutuntersuchungen stets mit Stichproben begnügen müssen, da sonst der zu untersuchende Organismus zerstört würde. Dies gilt auch für die Verkostung eines neuen Weinjahrganges; hier würde eine Totalerhebung die Gesamtheit des neuen Weines aufbrauchen. Damit ist zu konstatieren: In Fällen, bei denen im Rahmen einer Totalerhebung die Grundgesamtheit zerstört oder beschädigt würde, können ausschließlich Stichprobenuntersuchungen zum Einsatz kommen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Philosophische Fakultät – Institut für SoziologieTechnische Universität DresdenDresdenDeutschland

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