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Ein spannungsreiches Verhältnis? Subjektpositionen und Subjektivierungsweisen im Kontext von Paarbeziehungen mit Nicht-Präsenzphasen

  • Marie-Kristin DöblerEmail author
Chapter
Part of the Theorie und Praxis der Diskursforschung book series (TPEDF)

Zusammenfassung

Öffentliche Diskurse stellen Menschen und deren Lebensumstände häufig auf eine bestimmte Weise, modellhaft überzeichnet und stereotypisiert dar. Angesichts dessen kann man fragen: Was macht das mit Menschen? Welche Wirkung hat es, wenn sie (regelmäßig) mit bestimmten Bildern konfrontiert werden, die zeigen, wie Menschen, Individuen und Kollektive vermeintlich sind und/oder sein sollen? Oder mit den theoretischen Konzepten gefasst, die im ersten Teil des folgenden Artikels eingeführt und fortan zur Anwendung kommen werden: Was sind die Wirkungen von Subjektpositionen, die in kollektiven Wissensbeständen verankert und diskursiv konstruiert sind, auf Fremd- und Selbstwahrnehmungen und wie schlägt sich dies in tatsächlichen Subjektivierungsweisen nieder? Im Fokus stehen dabei Paare und Beziehungen, die mehr oder weniger regelmäßig längere Phasen physischer Abwesenheit erfahren und damit von einer gemeinhin unterstellten Normalität (Paare leben zusammen) abweichen. Die empirische Grundlage für diese Ausführungen liefern die Analyse von Zeitungs-, Zeitschriften- und Magazinbeiträgen einerseits, Interviews mit Paaren, die sog. Fern- oder Wochenendbeziehungen führen, andererseits.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieFriedrich-Alexander Universtität Erlangen-NürnbergErlangenDeutschland

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