Zusammenfassung
Am 02. Januar 2006 ereignete sich eines der tragischsten Unglücke der deutschen Nachkriegsgeschichte: Beim Dacheinsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall starben 15 Menschen, weitere 34 wurden z. T. schwer verletzt. Wenn sich auch die Hintergründe nicht mehr vollständig aufklären ließen, steht doch nach vielen Verhandlungstagen vor Gericht und Einholung von Sachverständigengutachten fest, dass Statikfehler, Außerachtlassung anerkannter Regeln der Technik, fehlende Genehmigungen für nachträgliche Änderungsmaßnahmen sowie weitere Planungs- und Überwachungsfehler zum Unglück führten. Während im anschließenden Prozess ein Statiker, ein Architekt, und ein Bauingenieur zur Rechenschaft gezogen wurden, blieben Verantwortliche der zuständigen Bauaufsichtsbehörden unbehelligt. Schon hier ist erkennbar, dass Mängel in allen Bauphasen vorrangig Architekten und Ingenieuren angelastet werden: ihre Fachkompetenz, besondere Nähe zum Bauwerk, Mittlerfunktion zwischen Bauherr, Bau(aufsichts)behörde, Unternehmern etc. sowie die Vielzahl der von ihnen einzuhaltenden Normen, machen sie zum Dreh- und Angelpunkt der gesamten Bauleistung und rücken sie damit in den Fokus der Haftung, die Gegenstand des vorliegenden essentials ist.
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Brixius, B. (2019). Einleitung. In: Aktuelles Haftungsrecht. essentials. Springer Vieweg, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-25718-7_1
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