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Soziale Ungleichheit im institutionalisierten Nachhaltigkeitsdiskurs

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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Während sich Begriffe wie „Armut“ und „Wohlstand“ auf einen Zustand fokussieren (und dadurch die ungerechten Zusammenhänge dahinter verschleiern können), bezieht sich „soziale Ungleichheit“ auf ein Verhältnis und die Frage, wie Reichtum, Ressourcen oder Macht in einer Gesellschaft verteilt werden. Obwohl die inter- und intragenerationale Gerechtigkeit im Brundtland-Bericht  (u. a.) thematisiert wird, verschweigt der institutionalisierte Nachhaltigkeitsdiskurs die systemische Relevanz von  Strukturen der sozialen Ungleichheit. An manchen Stellen werden sie sogar legitimiert, zum Beispiel durch den Fokus auf Top-down-Strategien oder die asymmetrische Beziehung „Helfer/Geholfene“ im Rahmen einer „nachhaltigen Entwicklungshilfe“. Auch an dieser Stelle bezeugt dieser Diskurs eine merkwürdige Kontinuität mit der Modernisierung.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.KölnDeutschland

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