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Nino, Julian und Bianka. Einzelfallanalysen von drei Schüler*innen

  • Vivian HielscherEmail author
  • Matthias Ritter
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Zusammenfassung

Auf Grundlage videografierter Lernumgebungen, Interviews und beobachteten Unterrichtssequenzen stellt der Artikel eine Möglichkeit subjektorientierter Diagnostik vor. Fallanalytisch werden drei Schüler*innen in dem nach Lanwer (2006) angelehnten Trias – Erkennen, Erkenntnis und Beurteilen − beschrieben. Die Daten wurden anhand von Kategorien ausgewertet, die aus den entwicklungstheoretischen Grundlagen hervorgehen. Diese sind: 1) Lernen ist erfahrungsabhängig; 2) Lernen ist emotional-kognitiv; 3) Lernen findet im Dialog statt; 4) Lernen wird durch isolierende Bedingungen behindert. Eingebettet ist dieses subjektorientierte Vorgehen in die allgemeine Didaktik nach Feuser (1995), die als entwicklungslogische Didaktik etabliert ist. Ziel ist es, exemplarisch die Entwicklung einer verstehenden Perspektive, analog zum Vorgehen innerhalb der Seminarreihe, aufzuzeigen. Diskutiert werden abschließend typische Muster, die sich in der Begleitung der Seminare ergeben haben.

Schlüsselwörter

Fallanalyse Diagnostik Subjektorientierung Lernen Verstehende Perspektive 

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Technische Universität DresdenDresdenDeutschland

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