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Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsmarktlage

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Luxusgut Wohnen
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Zusammenfassung

Wie kann der Wohnungsmarkt in den Großstädten wieder entspannt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Insgesamt werden 10 Maßnahmen vorgeschlagen, die die Lage verbessern können. Ein ganz zentrales Thema ist der Mangel an Bauland. Kommunen sollten mehr Bauland ausweisen und über neue Stadtviertel nachdenken. Gerade in Städten wie München oder Berlin wird eine reine Nachverdichtung nicht ausreichen. Darüber hinaus sollte der vorhandene Platz besser genutzt werden, beispielsweise indem höher gebaut wird und Dachgeschoße genutzt werden. Gerade der Blick auf ausländische Metropolen zeigt, dass wir in der Höhe noch viel Potenzial haben. Des Weiteren brauchen wir eine Reform der Grundsteuer hin zu einer Bodenwertsteuer, die Anreize für eine schnellere und bessere Bebauung setzt. In die gleiche Richtung geht auch der Vorschlag, die Dauer von Baugenehmigungen zeitlich stärker zu begrenzen. Neben dem Bauland sind die Neubaukosten ein entscheidender Ansatzpunkt. Standards und Normen müssen geprüft werden, bessere Anreize gesetzt und kommunale Auflagen überdacht werden. Durch die Erfüllung von immer höheren Klimaschutzstandards, zusätzlichen Normen im Brandschutz und Verpflichtungen zum Bau von Kindergärten oder Schulen wird Bauen immer teurer. Neben diesen Maßnahmen gibt es flankierende Maßnahmen. So ist es erforderlich, die Eintrittsbarrieren zum Wohneigentum zu senken, da viele Haushalte als Eigentümer Wohnkosten sparen könnten. Außerdem sollte das Wohngeld gestärkt werden, um Haushalten schnell und zielgenau zu helfen. Schließlich ist eine bessere Verknüpfung von wachsenden und schrumpfenden Städten notwendig, um die Zentren zu entlasten und Schrumpfungsstädten eine Perspektive zu geben.

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Weiterführende Literatur

Die Bodenwertsteuer fußt auf den Gedanken von Henry George, eine umfassende Darstellung der Bodenwertsteuer als kommunale Steuer findet sich in der Dissertation meiner ehemaligen Kollegin Astrid Lemmer:

  1. George H (1884) Fortschritt und Armuth. Eine Untersuchung über die Ursache der industriellen Krisen und der Zunahme der Armuth bei zunehmendem Reichthum. Staude, Berlin

    Google Scholar 

  2. Lemmer A (2004) Reform der Grundsteuer. Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik, Bd 127. Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität, Köln

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Auch der bekannte Architekt Libeskind wirbt für Hochhäuser in deutschen Städten. Die Kollegen vom Pestel-Institut haben die Studie zum Dachgeschossausbau erstellt.

  1. Groß K, Günter M, Tichelmann U (2015) Deutschland-Studie 2015 – Wohnraumpotentiale durch Aufstockung. http://www.twe.architektur.tu-darmstadt.de/media/architektur/fachgruppe_c/twe_1/publikationen_13/Deutschlandstudie2015_160229.pdf. Zugegriffen am 12.12.2016

  2. Spiegel Online (2016) Baut höher, dann bleibt die Stadt bezahlbar. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/daniel-libeskind-warnt-vor-toten-innenstaedten-a-1119618.html. Zugegriffen am 12.12.2016

Informationen zu den Plänen für den ehemaligen Militärflughafen Valkenburg sowie den neuen Stadtvierteln in Wien, Berlin und Hamburg finden sich hier:

  1. Project Locatie Valkenburg (2013) Masterplan Locatie Valkenburg. An Katwijk

    Google Scholar 

  2. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (2016) Die Gartenstadt der Zukunft. 19. August

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Mehr zur Seestadt Aspern findet man hier:

  1. Stadt Wien (2018) Aspern die Seestadt Wiens – Fortschreibung Masterplan. https://www.aspern-seestadt.at/jart/prj3/aspern/data/downloads/aspern_Fortschreibung_Masterplan_2018-02-01_1602399.pdf. Zugegriffen am 10.10.2018

Hier die Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik zu der Dauer der Baugenehmigungen:

  1. Arentz O et al (2016) Verzögerungen in Baugenehmigungsverfahren – Gründe, Folgen und Lösungen. BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen (Hrsg), Düsseldorf

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Zu den Baukosten in Deutschland und den Niederlanden finden sich hier weitere Hinweise:

  1. Sagner, P, Voigtländer M (2018) Es geht auch günstiger: Vorbild Niederlande, IW-Kurzbericht 60/2018, Köln

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Beispiele für kommunale Auflagen und deren Kosten finden sich beispielhaft in der folgenden Studie:

  1. BFW Landesverband Bayern (2016) Kostentreiber in bayerischen Kommunen. BFW Landesverband Bayern, München

    Google Scholar 

Warum sich die Privatisierung öffentlicher Wohnungsgesellschaften lohnt, erkläre ich u. a. hier:

  1. Voigtländer M (2007) Die Privatisierung öffentlicher Wohnungen. Wirtschaftsdienst 87(11):748–753

    Article  Google Scholar 

Zur Möglichkeit der besseren Vernetzung von schrumpfenden und wachsenden Städten habe ich einen Beitrag mit meinem Kollegen Guido Spars von der Bergischen Universität Wuppertal veröffentlicht, der hier in sehr ähnlicher Form wiedergegeben wurde:

  1. Spars G, Voigtländer M (2015) Divergierende Wohnungsmärkte in Deutschland. Wirtschaftsdienst 95(3):208–212. https://doi.org/10.1007/s10273-015-1807-x

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Die Idee, warum Wohneigentum ein Instrument zur Senkung der Wohnkosten ist sowie die Daten zum Wohneigentum finden sich in diesen beiden Publikationen:

  1. Voigtländer M, Hude M (2017) Trends in der Wohneigentumsbildung: Gutachten für die Schwäbisch Hall Stiftung bauen-leben-wohnen. IW-Gutachten, Köln

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  2. Niehues J, Voigtländer M (2016) Wohneigentumsquote – Geringe Dynamik in der Wohneigentumsbildung. IW-Kurzbericht Nr. 13, Köln

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Zum Wohngeld und seiner sozialen Bedeutung sei auf diese Publikation verwiesen:

  1. Clamor T, Henger R, Horschel N et al (2011) Das Wohngeld als Instrument zur sozialen Absicherung des Wohnens. Inf zur Raumentwickl 2011(9):535–544

    Google Scholar 

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Voigtländer, M. (2019). Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsmarktlage. In: Luxusgut Wohnen. Springer, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-25035-5_5

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  • Publisher Name: Springer, Wiesbaden

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