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Verhandlungstheorie

  • Erwin AmannEmail author
Chapter
Part of the Studienbücher Wirtschaftsmathematik book series (SWM)

Zusammenfassung

Verhandlungen zu verstehen und zu gestalten ist so zentral, dass ihnen hier ein eigenes Kapitel gewidmet wird, obgleich es grundsätzlich auch in den Kapiteln Spieltheorie, Bayesianische Spiele und insbesondere im Abschnitt Mechanismus-Design-Theorie hätte aufgenommen werden können. Neben der grundlegenden Präsentation von Verhandlungen, zunächst vollkommener Information und anschließend unvollständiger bzw. unvollkommener Information, wird hier aber auch kurz auf das Thema kooperative Spieltheorie eingegangen werden. Verhandlungsspiele zeigen auf, wie komplex die Annäherung an eine reale Entscheidungssituation sein kann und wie sensibel die Ergebnisse auf eine Veränderung der Modellierung reagieren können. Die Ursache für die Vielzahl von möglichen Ergebnissen liegt insbesondere darin begründet, dass im Grunde fast jede Aufteilung der realisierbaren Erträge effizient ist. Im Gleichgewicht unter vollständiger Information ist das Ergebnis auch immer effizient, was die kooperative Spieltheorie deshalb auch grundsätzlich unterstellt. Reale Verhandlungssituationen weisen hingegen typischer Weise unvollständige Information über die Bewertung des Verhandlungsergebnisses aus der Perspektive des Verhandlungspartners auf. Deshalb wird im zweiten Teil dieses Kapitels das Verhandlungsspiel als Baysianisches Spiel modelliert. Um sich von der Abhängigkeit von der konkreten Spielform zu lösen und um generelle Aussagen zu möglichen Verhandlungslösungen vorzustellen, wird ein Mechanismus Design Ansatz vorgestellt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fakultät für WirtschaftswissenschaftenUniversität Duisburg-EssenEssenDeutschland

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