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Daten explorieren

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Zusammenfassung

Qualitative Datenanalyse ist eine spannende Angelegenheit und verlangt von den Forschenden sich auf die Daten einzulassen und sie zunächst intensiv zu erkunden. So, wie man das Wasser eines an einem Sommertag blau strahlenden Sees nur „erfühlen“ kann, wenn man nicht am Ufer stehenbleibt, sondern sich ins Wasser hineinbegibt, so ist es auch notwendig, „in die Daten einzutauchen“. Die Software nimmt einem dies nicht ab, stellt aber eine Reihe von Hilfsmitteln bereit, welche die Erkundungen unterstützen: Anmerkungen, Notizen, Fragen und Ideen lassen sich festhalten; was einem wichtig erscheint, lässt sich farbig markieren und mittels lexikalischer Suchfunktionen kann in den Texten nach Wörtern oder Wortkombinationen gesucht werden. Auf den ersten Blick ähnelt die Arbeit mit dem digitalisierten Text dem Arbeitsprozess mit einem Fachbuch, doch sind die digitalen Werkzeuge wesentlich mächtiger, denn es lassen sich auch Textstellen miteinander verlinken und externe Links zu anderen Dokumenten, Webseiten, Bildern oder geographischen Räumen erstellen. In dieser ersten Phase der Analyse lernt man nicht nur die Daten kennen, sondern beginnt bereits damit, ein dichtes Netz von Verbindungen, Anmerkungen, Ideen und Hypothesen zu knüpfen und Bilder und Videoaufnahmen zu explorieren. Die Erkundung von Videodaten unterscheidet sich notwendigerweise von der Erkundung textueller Daten. Videodaten sind mehrdimensional, sprechen andere Sinne an und lösen möglicherweise wesentlich mehr im Betrachter aus als Texte dies können.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.BerlinDeutschland

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