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Der Altersübergang als gesellschaftliches Problem und als Gestaltungsaufgabe – Einführende Überlegungen zu einer risikoreichen Lebensphase

  • Werner SchneiderEmail author
  • Stephanie Stadelbacher
Chapter

Zusammenfassung

Das Alter(n) heute hat viele ‚Gesichter‘: gesund oder krank, jugendlich oder faltig, aktiv oder geruhsam, zufrieden oder traurig – zwischen den jeweiligen Polen finden sich zahlreiche Mischformen von Zuständen, Gemütslagen und Lebenssituationen, die es nicht mehr zulassen, von ‚den Alten‘ zu sprechen. Die Adressierung einer mehr oder weniger homogenen Gruppe von Menschen in einer gemeinsamen Altersspanne rechtfertigt sich allenfalls noch durch demografische (bevölkerungsstatistische) oder biologische Bezüge, wobei sich auch bei letzteren nur grobe Verallgemeinerungen über eine Altersgruppe vornehmen lassen (vgl. die Hinweise zu sozialstrukturellen Bedingungsfaktoren für Morbidität und Mortalität weiter unten im Text). Spätestens wenn man Alter als soziokulturelle Kategorie versteht, die sich unter gesellschaftlichen Einflüssen wandelt, muss man Alter(n) differenzierter betrachten.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SozialwissenschaftenUniversität AugsburgAugsburgDeutschland

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