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Geschäftsmodelldiversifizierung und multiple Geschäftsmodelle im intelligenten Echtzeitunternehmen

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Zusammenfassung

Mit einer zunehmenden Dynamisierung des Wettbewerbs sind auch erste Gedanken zur Notwendigkeit der Diversifizierung von Geschäftsmodellen entstanden. Grundsätzlich ist aber der Gedanke der Diversifizierung nicht neu. So haben Unternehmen auch in der Vergangenheit die Möglichkeiten der Diversifizierung zur Umsetzung ihrer Wachstumsstrategien genutzt. Hier standen dann insbesondere die horizontale, die vertikale oder auch die geografische Diversifizierung im Mittelpunkt.

Aufgrund des bekannten Zusammenhangs zwischen der Wettbewerbsstrategie und dem Geschäftsmodell ergibt sich, dass aus der strategischen Diversifizierung häufig auch eine Geschäftsmodelldiversifizierung folgen wird. So haben z. B. Markides und Charitou (2004) schon vor über zehn Jahren in diesem Zusammenhang die Geschäftsmodelldiversifizierung als neue Art der Diversifizierung thematisiert.

Im digitalen Hyperwettbewerb wird die Geschäftsmodelldiversifizierung jedoch weiter an Bedeutung gewinnen. Hier geht es dann aber weniger um den Aufbau eines Geschäftsmodellportfolios aus verschiedenen mehr oder weniger verbundenen Geschäftsmodellen. Stattdessen entstehen zunehmend sogenannte multiple Geschäftsmodelle. Hier sind verschiedene Geschäftsmodelle (mit unterschiedlichen Geschäftsmodellkernen) über eine übergreifende Geschäftslogik miteinander verbunden und verstärken sich wechselseitig. Das geht über die klassische Vorstellung der Nutzung von Synergiepotenzialen hinaus.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschulzentrum DüsseldorfFOM Hochschule für Oekonomie & ManagementDüsseldorfDeutschland

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