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Erneuerungs-, Problemlösungs- und Innovationslernen im neuen 3-Horizonte-Modell

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Zusammenfassung

Das klassische 3-Horizonte-Modell von Baghai, Coley und White beschreibt die Ausrichtung der Innovations- und Wettbewerbsaktivitäten eines Unternehmens auf der Grundlage von drei Zeithorizonten. Hierbei wird im Allgemeinen zwischen den Aktivitäten im aktuellen Kerngeschäft, in kerngeschäftsnahen und in kerngeschäftsfernen Bereichen unterschieden.

Aufbauend auf diesen allgemeinen Überlegungen zum 3-Horizonte-Modell wird das Modell für den Innovationswettbewerb um Chancenanteile hier nun weiterentwickelt. Anstelle einer Fokussierung auf die allgemeinen Wettbewerbsaktivitäten im klassischen Modell erfolgt eine ausschließliche Ausrichtung auf die Innovationstätigkeit und das Lernen im Wettbewerb um Chancenanteile.

Hier zeigt sich, dass sich die Lernschwerpunkte in den drei Horizonten deutlich unterscheiden. So steht im H1-Innovationshorizont das Erneuerungslernen im Mittelpunkt. Im H2-Innovationshorizont geht es um das Problemlösungslernen und im H3-Innovationshorizont um das Innovationslernen. Aus diesen verschiedenen Lernschwerpunkten lässt sich dann ableiten, dass die verschiedenen Innovationsmethoden (z. B. Lean/Fast Innovation, Lean Start-up) sinnvollerweise verschiedenen Innovationshorizonten zugeordnet werden soll(t)en.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschulzentrum DüsseldorfFOM Hochschule für Oekonomie & ManagementDüsseldorfDeutschland

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