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Capital Asset Pricing Model und Fama/French-Modell

  • Enzo Mondello
Chapter

Zusammenfassung

Investoren möchten für das Eingehen eines höheren Risikos durch eine höhere erwartete Rendite entschädigt werden. Dabei stellt sich die Frage der Höhe der Renditeentschädigung. In der Finanzmarkttheorie wird diese Frage mit Einfaktor‑ und Multifaktorenmodellen beantwortet, welche die Renditeerwartung einer Anlage oder eines Portfolios mit einem oder mehreren systematischen Risikofaktoren bestimmen. Das in der Praxis wohl meistbenutzte Modell ist das Capital Asset Pricing Model (CAPM). Anhand dieses Einfaktormodells wird die erwartete Rendite einer Aktie oder eines Aktienportfolios mit dem risikolosen Zinssatz und einer Risikoprämie berechnet, die aus dem Produkt der Marktrisikoprämie und dem Beta der Anlage besteht. Allerdings zeigen empirische Studien, dass die Aktienrenditen nicht nur mit den Marktrenditen, sondern auch mit anderen Faktoren korrelieren. Zwei dieser Risikofaktoren sind die Größe des Unternehmens (gemessen anhand der Marktkapitalisierung) und das Buchwert‐Kurs‐Verhältnis, die von Eugène Fama und Kenneth French in einem Multifaktorenmodell erfasst wurden. Beim Fama/French‐Modell (FFM) handelt es sich um ein Dreifaktorenmodell, dass die Renditeerwartung mit den Risikoprämien und den entsprechenden Betas für den Markt, die Größe und den Wert erklärt. Sowohl das CAPM wie auch das Fama/French‐Modell unterstellen, dass Marktteilnehmer bei der Übernahme systematischer Risiken durch eine Prämie entschädigt werden. Folglich ist nur das systematische Risiko bewertungsrelevant. Die beiden Faktormodelle unterscheiden sich darin, dass das systematische Risiko im CAPM durch das Marktportfolio gegeben ist, während das Fama/French‐Modell zusätzlich zum Marktportfolio auch die Größe und den Wert als systematische Risikofaktoren definiert. In diesem Kapitel werden die beiden Faktormodelle vorgestellt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.RischSchweiz

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