Die vier Repräsentationslücken in Sachsen – und wie wir diese schließen können

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Zusammenfassung

In der Debatte um die Wahlerfolge der AfD wird immer wieder behauptet, dass mit deren Einzug in die Parlamente eine „Repräsentationslücke am rechten Rand“ geschlossen wurde. Manche Experten raten den anderen Parteien deshalb, nach rechts zu rücken, um zur AfD abgewanderte Wähler zurückzugewinnen. Im vorliegenden Beitrag wird diese Rechtsruck-These von einem politischen Praktiker Sachsens in Frage gestellt. So adressiert das neue Phänomen des Rechtspopulismus komplexere Fragen, als mit solchen Vorschlägen zu beantworten sind. Zudem bestehen noch andere Repräsentationslücken, welche für die Erfolge von Rechtspopulisten verantwortlich sind. In Sachsen sind dies, so der Autor, eine sozioökonomische, eine ostdeutsche, eine demokratische sowie eine Repräsentationslücke in Bezug auf die Bildungsbiographien.

Schlagworte

Repräsentationslücke Sachsen Rechtspopulismus Ostdeutschland Sozialdemokratie 

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Authors and Affiliations

  1. 1.Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und VerkehrDresdenDeutschland

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