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Einleitung

  • Jill BühlerEmail author
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Zusammenfassung

Den gewichtigsten medizinisch-psychologischen Grundstein für die Durchschlagskraft des Lustmord-Begriffs legte Richard von Krafft-Ebing in seinem 1886 erstmals erschienenen Werk Psychopathia sexualis. Bis zum Zweiten Weltkrieg erhielt der Terminus enorme Aufmerksamkeit von Jurisprudenz, Psychiatrie und Medizin, seit den 1960er-Jahren gilt er als überholt. Der Begriff behauptet sich im Sprachgebrauch jedoch hartnäckig und findet beispielsweise in der Berichterstattung zu einem Sexualverbrechen aus dem Jahr 2009 Gebrauch. Ausgehend von dieser erstaunlichen Beobachtung reflektiert dieses Kapitel das Faszinosum, das vom zusammengesetzten Substantiv Lustmord ausgeht: Es liegt sowohl auf der Ebene des Kompositums als auch auf derjenigen der monströsen Bedeutung, zum einen also auf der Ebene des Signifikanten, zum anderen auf derjenigen des Signifikats.

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Authors and Affiliations

  1. 1.KarlsruheDeutschland

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