Umgang mit „schwierigen“ Mitarbeitern

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Zusammenfassung

Wenn von einem schwierigen Mitarbeiter die Rede ist, handelt es sich in aller Regel nicht um eine anormal veranlagte Person, sondern um ein situationsbezogen problematisches Verhalten eines Mitarbeiters. Demzufolge sollte es der Führungskraft nicht darum gehen, auf die Persönlichkeit des Mitarbeiters einzuwirken, sondern darum, sich mit seinem jeweiligen Verhalten auseinanderzusetzen.

Die Probleme sind normalerweise darin begründet, dass der Betreffende sich häufig in einer Weise verhält, die von den Erwartungen der Führungskraft oder den aufgabenspezifischen Vorgaben abweicht. Derartige Soll‐Ist‐Abweichungen können auftreten, weil
  • Führungskraft und Mitarbeiter bei Sachproblemen immer wieder kontroverse Meinungen vertreten,

  • Arbeitsergebnisse des Mitarbeiters häufig mangelhaft sind oder er sich gegenüber Kunden nicht korrekt verhält,

  • seine allgemeine Arbeitshaltung oder Leistungsbereitschaft zu wünschen übrig lassen,

  • er wichtige Regelungen missachtet,

  • sich persönliche, für den Mitarbeiter vielleicht auch peinliche Lebensumstände auf sein Arbeitsverhalten permanent belastend auswirken,

  • die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter nachhaltig gestört ist,

  • es ständig zu Zusammenarbeitskonflikten zwischen dem Mitarbeiter und seinen Kollegen kommt,

  • er durch sein Verhalten die Arbeitsprozesse behindert oder das Firmenansehen schädigt.

Statt der Mitarbeiter „ist schwierig“, müsste es zutreffender heißen: Der Mitarbeiter „macht Schwierigkeiten“.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.MENSOR Institut für ManagemententwicklungBerlinDeutschland

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