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Was bedeutet ein aufmerksamer Umgang mit Kontingenz für die kunst- und theaterpädagogische Vermittlungspraxis?

Das teambasierte Forschungsprojekt Kalkül und Kontingenz als Anlass für Bildungsprozesse
  • Anna SchürchEmail author
  • Sascha WillenbacherEmail author
Chapter
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Zusammenfassung

‚Irritation‘ wird im vorliegenden Beitrag als eine konstitutive Bedingung des Lehrens beleuchtet. So gibt der Text Einblick in ein teambasiertes Forschungsprojekt zum Umgang mit Kontingenz beim Unterrichten und/ oder beim Anleiten von künstlerischen Prozessen. Die auf den Umgang mit Kontingenz gerichtete Auseinandersetzung mit der eigenen Vermittlungspraxis gab mehrmals Anstoß für Momente und Prozesse, in denen bspw. Kunstverständnisse, ästhetische und pädagogische Prämissen oder auch Subjektverständnisse fraglich und ungewiss wurden. Dabei entwickelte sich insbesondere die vom Forschungsgegenstand abgeleitete Arbeit mit ‚event scores‘ zu einem methodischen Gerüst für das Aufspüren eigener Sinnkonstruktionen und deren Relativierung. Von hier aus spannt der Text den Bogen zur dekonstruktivistischen Lektüre von Situationen des Unterrichtens und Anleitens, was dazu führt, dass die Prämissen des eigenen Wahrnehmens befragbar werden und sich dadurch neue Handlungsspielräume öffnen können.

Schlüsselwörter

Kontingenz Kalkül kunstbasierte Forschung zur Fachdidaktik in den Künsten Kunstpädagogik Theaterpädagogik event scores dekonstruktivistische Bildungstheorie lernendes Forschen 

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institute for Art EducationZürcher Hochschule der KünsteZürichSchweiz

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