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Elektrosmog: Der Einfluss elektromagnetischer Strahlung auf biologische Systeme

  • Günter Nimtz
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Zusammenfassung

Je nach Frequenz, und damit je nach Photonenenergie der elektromagnetischen Strahlung spricht man von ionisierender oder nichtionisierender Strahlung. Die Grenze zwischen den beiden Frequenz-Bereichen bildet ungefähr das sichtbare Licht. Die ionisierende elektromagnetische Strahlung beginnt mit dem violetten Licht. Hier kann die Energie der Lichtquanten bereits ausreichen, Atome und Moleküle zu ionisieren. Dabei können gesunde Zellen zerstört werden und bösartige Zellen entstehen. Strahlen höherer Frequenzen als die des Lichtes werden Röntgenstrahlen genannt, die mit noch höheren Frequenzen heißen Gammastrahlen. Die Grenzenergie zwischen Röntgen- und Gammastrahlen liegt bei einer Photonenenergie von 200 keV. Ionisierende Strahlung kann insbesondere bei starker Bestrahlung Krebsgewebe verursachen. Die Photonen der sogenannten nicht-ionisierenden Strahlung besitzen keine ausreichende Energie, um direkt ein Atom oder ein Molekül zu zerstören. Bei hohen Strahlungsintensitäten können diese Strahlen jedoch das Gewebe erwärmen. Diese Eigenschaft wird beispielsweise in den Mikrowellenherden zur Erwärmung von Speisen genutzt. Polare Moleküle wie das Wasser oder Ionen werden von den elektromagnetischen Wellen hin- und herbewegt und verursachen dabei Reibungswärme in ihrer Umgebung. Die Strahlenschutz-Institutionen haben deswegen international frequenzabhängige, obere Grenzwerte der Strahlenleistung zum Schutz der Bevölkerung vorgeschrieben. Diese Werte dürfen auch für Handy, W-LAN, Bluetooth und RADAR-Strahlen nicht überschritten werden.

Literatur

  1. Nimtz G (2001) Handy, Mikrowelle, Alltagsstrom, Gefahr Elektrosmog. R. Pflaum Verlag, MünchenGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  • Günter Nimtz
    • 1
  1. 1.II. Physikalisches InstitutUniversität zu KölnKölnDeutschland

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