Alt, doch umworben – ein Forschungsüberblick

Chapter

Zusammenfassung

„Den“ Medien wird große Macht bei der Konstruktion von Altersbildern zugeschrieben und häufig auch Mitschuld an der Existenz negativer Altersstereotype gegeben. So weist z. B. die frühere deutsche CDU-Familienministerin und Gerontologin Ursula Lehr in ihrem zum Standardwerk avancierten und in mehreren Auflagen publizierten Buch Psychologie des Alterns auf den Anteil, den die Massenmedien an der Dominanz eines negativen Altersbildes haben: „Nach weitverbreiteten Annahmen bedeutet Älterwerden einen Verlust seelisch-geistiger Fähigkeiten, einen Abbau psychischer Funktionen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Amann A (2004): Wandel der Altersstrukturen – Widersprüche und Zukunftsszenarien. SWS-Rundschau, 44. Jg., H. 4/2004, 415–436Google Scholar
  2. Archer D, Bonita I, Kimes D et al. (1989): Männer-Köpfe, Frauen-Körper: Studien zur unterschiedlichen Abbildung von Frauen und Männern auf Pressefotos. Schmerl, Christiane (Hg.): In die Presse geraten. Darstellungen von Frauen in der Presse und Frauenarbeit in den Medien. 2. Aufl. Köln: Böhlau, 53–75Google Scholar
  3. Backes GM und Clemens W (2008): Lebensphase Alter. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Alternsforschung. 3., überarb. Aufl. Weinheim, München: JuventaGoogle Scholar
  4. Boos L (2008): Grau oder großartig? Die kommerzielle Inszenierung von Alter: Altersbilder und Identifikationsangebote. Eine empirische Fallstudie zu Alterskonzepten in der strategischen Kommunikation. Dissertation, Philosophische Fakultät, Universität MünsterGoogle Scholar
  5. Burgert C und Koch T (2008): Die Entdeckung der neuen Alten? Best Ager in der Werbung. Holtz-Bacha, Christina (Hg.): Stereotype? Frauen und Männer in der Werbung. Wiesbaden: VS, 155–175Google Scholar
  6. Butler RN (1969): Age-Ism: Another Form of Bigotry. The Gerontologist 9, 243–246.Google Scholar
  7. Dennersmann U. und Ludwig R. (1985): Das gewandelte Altersbild in der Werbung. Zeitschrift für Gerontologie 19, 362–368Google Scholar
  8. Derra JM (2012): Das Streben nach Jugendlichkeit in einer alternden Gesellschaft. Eine Analyse altersbedingter Körperveränderungen in Medien und Gesellschaft. Baden-Baden: NomosGoogle Scholar
  9. Dyk S, Van und Lessenich S. (Hg.) (2009): Die jungen Alten. Analysen einer neuen Sozialfigur. Frankfurt am Main, New York: CampusGoogle Scholar
  10. Femers S (2007): Die ergrauende Werbung. Altersbilder und werbesprachliche Inszenierungen von Alter und Altern. Wiesbaden: VSGoogle Scholar
  11. Hastenteufel R (1980a): Das Bild von Mann und Frau in der Werbung. Eine Inhaltsanalyse zur Geschlechtsspezifität der Menschendarstellung in der Anzeigenwerbung ausgewählter Zeitschriften unter besonderer Berücksichtigung des alten Menschen. Dissertation, Universität Bonn, o.V., Druck: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität BonnGoogle Scholar
  12. Hastenteufel R (1980b): Die Darstellung alter Menschen in der Anzeigenwerbung. Zeitschrift für Gerontologie 13, 530–539Google Scholar
  13. Horn M und Naegele G (1976): Gerontologische Aspekte der Anzeigenwerbung. Ergebnisse einer Inhaltsanalyse von Werbeinseraten für ältere Menschen und mit älteren Menschen. Zeitschrift für Gerontologie 9, 463–472Google Scholar
  14. Lehr U (1973): Älterwerden – psychologisch gesehen. Becker, Karl Friedrich (Hg.): Älter – doch dabei! Ruhestand in der Leistungsgesellschaft zwischen Krise und Möglichkeiten. 2. durchges. Aufl. Stuttgart u.a.: Klotz 19–33Google Scholar
  15. Lehr U (1976): Die Alten sind anders als wir sie sehen. Bild der Wissenschaft 13, 63–67Google Scholar
  16. Nickel V (1994): Das vergilbte Bild der Älteren in der Werbung. Verheugen, Günter (Hrsg.): 60plus. Die wachsende Macht der Älteren. Köln: Bund-Verlag, 107–117Google Scholar
  17. Röhr-Sendlmeier UM und Ueing S (2004): Das Altersbild in der Anzeigenwerbung im zeitlichen Wandel. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 37, 56–62Google Scholar
  18. Tews HP (1993): Neue und alte Aspekte des Strukturwandels des Alters. Naegele, Gerhard/Tews, Hans Peter (Hg.): Lebenslagen im Strukturwandel des Alters. Alternde Gesellschaft – Folgen für die Politik. Opladen: Westdeutscher Verlag. 15–42Google Scholar
  19. Thimm C (1998): Sprachliche Symbolisierungen des Alters in der Werbung. Jäckel, Michael (Hg.): Die umworbene Gesellschaft. Analysen zur Entwicklung der Werbekommunikation. Opladen: Westdeutscher Verlag 113–140Google Scholar
  20. Thiele M (2015): Medien und Stereotype. Konturen eines Forschungsfeldes. Bielefeld: transcriptGoogle Scholar
  21. Thiele M, Atteneder H und Gruber L (2013): Neue Altersstereotype. Das Diskriminierungspotenzial medialer Repräsentationen „junger Alter“. Hoffmann, D., Schwender C. und Reißmann W. (Hg.): Screening Age: Medienbilder – Stereotype – Altersdiskriminierung. München: KoPaed 39–53Google Scholar
  22. Wiese K (2010): Von Greisenrepublik bis Generation 50plus. Die sprachliche Darstellung von Altersbildern in ausgewählten Zeitschriften. Berlin: ProBUSINESSGoogle Scholar
  23. Willems H und Kautt Y (2002): Werbung als kulturelles Forum: Das Beispiel der Konstruktion des Alter(n)s. Willems, Herbert (Hg.): Die Gesellschaft der Werbung. Kontexte und Texte. Produktionen und Rezeptionen. Entwicklungen und Perspektiven. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 633–655Google Scholar
  24. Wember B (1976): Wie informiert das Fernsehen? München: Paul ListGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Kommunikationstheorien und ÖffentlichkeitenUniversität SalzburgSalzburgÖsterreich

Personalised recommendations