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Neue Rahmenbedingungen im Web 2.0

  • Michael HuberEmail author
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Part of the Musik und Gesellschaft book series (MUGE)

Zusammenfassung

Das Web 2.0 ist jene Erscheinungsweise des Internet, in der die NutzerInnen aktiv in die Gestaltung der Inhalte einbezogen werden. Die Entwicklung verläuft hier sehr dynamisch, wichtige Dienste der ersten Jahre, wie etwa die Peer-to-Peer-Filesharing-Netzwerke, haben heute nur mehr geringe Bedeutung. Die Tendenz zum Echtzeit-Streaming, und damit auch die Erfolgsgeschichte von YouTube, wurden mit der Marktdurchdringung internetfähiger Mobiltelefone stark beschleunigt. Kontrolle der Verbreitung von Musik und der Information darüber, zuvor weitgehend in den Händen der Tonträgerindustrie, ist nach der digitalen Mediamorphose nicht mehr möglich. Die Folge ist ein Überangebot in Tiefe und Breite, das bisweilen zu Überforderung und Ablehnung von neuem führt. Anforderungen an die MusikhörerInnen entstehen außerdem aus ihrer neuen Rolle als Prosumer. Die zuvor dominierende Einweg-Kommunikation von MusikerInnen zu HörerInnen ist mit dem Web 2.0 für Interaktion über Musik und Weiterverarbeitung von Musik geöffnet. Mit der jederzeitigen Verfügbarkeit über Smartphone stellt Musikstreaming den Download immer mehr in den Schatten. Gleichzeitig erlebt der Vinyltonträger eine Renaissance als alle Sinne ansprechendes, hoch qualitatives Medium.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für MusiksoziologieUniversität für Musik und darstellende Kunst WienWienÖsterreich

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