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Digitales Unternehmen im Gesundheitswesen – Harmonisierung von Markt- und Technologieprioritäten

  • Christoph Rasche
  • Andrea Braun von Reinersdorff
  • Bianka Knoblach
  • Dietmar Fink
Chapter

Zusammenfassung

Einhergehend mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens stehen die involvierten Akteure und Institutionen vor der Herausforderung, diesem Handlungsimperativ unternehmerisch zu begegnen. Waren es in der Vergangenheit häufig pfadbestätigende Innovationen, die im Gesundheitswesen zu einer Verstetigung des kuratorischen Versorgungsparadigmas geführt haben, so ist für die Zukunft ein disruptiver Pfadbruch durch digitales Unternehmertum zu erwarten. Eine grundsolide Bestandsverwaltung führt im dynamischen Gesundheitswesen ebenso zu Wettbewerbsnachnachteilen wie die akribische Befolgung „erfolgsbewährter“ Managementroutinen. Vielmehr gefragt sind innovative Formen eines digitalen Unternehmertums, das Markt- und Technologieprioritäten vorteilschaffend synchronisiert. Therapien und Technologien sind in dieser Diktion als Mittel zum Zweck einer patientenzentrierten Nutzenstiftung zu sehen. Umgekehrt aber fehlt es Markt und Nachfragern oft am Urteilsvermögen und Vorstellungskraft, um unternehmerische Gestaltungspotenziale im Gesundheitswesen zu antizipieren.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Christoph Rasche
    • 1
  • Andrea Braun von Reinersdorff
    • 2
  • Bianka Knoblach
    • 3
  • Dietmar Fink
    • 4
  1. 1.Humanwissenschaftliche Fakultät, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Management Professional Services, SportökonomieUniversität PotsdamPotsdamDeutschland
  2. 2.Fakultät Wirtschafts- und SozialwissenschaftenHochschule OsnabrückOsnabrückDeutschland
  3. 3.Deutsches Institut für BeratungswissenschaftenBerlinDeutschland
  4. 4.Deutsches Institut für BeratungswissenschaftenBerlinDeutschland

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