Postneoliberale Verschiebungen von Wohnungspolitiken in Deutschland seit 2011?

Chapter
Part of the Stadt, Raum und Gesellschaft book series (SRG)

Zusammenfassung

Steigende Mieten und Wohnungspreise führen in vielen Städten Deutschlands zu einer Situation, in der es für einkommensschwache Haushalte und selbst für Mittelschichten immer schwieriger wird, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Ermöglicht wurde eine derartige Zuspitzung der Wohnungsfrage durch eine ab Mitte der 1980er Jahre einsetzende Neoliberalisierung der Wohnungspolitik auf allen staatlichen Ebenen. Ausgehend von dem jüngsten Zyklus wohnungspolitischer Proteste in Frankfurt am Main wird in Kap. 4 rekonstruiert, inwiefern sich deren Forderungen auf städtischer Ebene, auf Landesebene in Hessen sowie auf Bundesebene in staatliche Wohnungspolitiken einschreiben konnten. Das Ergebnis fällt ambivalent aus. Zweifellos hat es die Frankfurter Mieterbewegung geschafft, dass Thema Wohnungsnot auf die politische Agenda zu setzen, wohnungspolitische Reformen zu forcieren und kleinere postneoliberale Experimente anzustoßen. Die realpolitische Umsetzung erfolgt aber nur sehr bedingt im Sinne der von den Initiativen selbst hervorgebrachten Imaginationen, da wohnungspolitische Aktivist/innen in ihren Auseinandersetzungen mit staatlichen Apparaten häufig an Einfluss verlieren.

Schlüsselwörter

Wohnungspolitik Postneoliberal Städtische soziale Bewegungen Neoliberal Frankfurt am Main Wohnungsgemeinnützigkeit Sozialer Wohnungsbau Stadtentwicklung Angewandte kritische Geographie Aktivistische Stadtforschung 

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für HumangeographieGoethe-Universität Frankfurt am MainFrankfurt am MainDeutschland

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