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Einleitung

  • Sebastian Schipper
Chapter
Part of the Stadt, Raum und Gesellschaft book series (SRG)

Zusammenfassung

Gegenwärtig treffen angesichts steigender Mieten und Wohnungspreise vielerorts genau jene Entwicklungen wieder vermehrt auf soziale Proteste, die in den letzten Jahrzehnten als Kernbestandteil der Neoliberalisierung der Wohnraumversorgung galten. Inwiefern solche Widerständigkeiten eine signifikante Abweichung von Prozessen der Vermarktlichung und Privatisierung anstoßen, wird vergleichend am Beispiel von Frankfurt am Main und Tel Aviv-Jaffa untersucht. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, mit welcher Wirkmächtigkeit es sozialen Bewegungen gelingt, eine postneoliberale Verschiebung regulatorischer Praktiken zu erzeugen und auf eine Dekommodifizierung der Wohnraumversorgung im Interesse von mittleren und niedrigen Einkommensschichten hinzuwirken. Einen Beitrag leisten will die Arbeit damit zur Wohnungsforschung in Tradition der Kritik der politischen Ökonomie, zur jüngeren Debatte um den Begriff des Postneoliberalismus, zum Verhältnis von sozialer Bewegungsforschung und materialistischer Staatstheorie sowie zu methodologischen Herausforderungen einer aktivistischen Stadtforschung im Spannungsfeld von akademischer Wissensproduktion und politischen Interventionen.

Schlüsselwörter

Wohnungspolitik Postneoliberal Städtische soziale Bewegungen Neoliberal Israel Wohnungsgemeinnützigkeit Sozialer Wohnungsbau Stadtentwicklung Angewandte kritische Geographie Aktivistische Stadtforschung 

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für HumangeographieGoethe-Universität Frankfurt am MainFrankfurt am MainDeutschland

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