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Wirtschaftskammer und Korporatismus in Österreich

  • Ferdinand KarlhoferEmail author
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Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Verflechtungen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, den Verbänden und den politischen Parteien im Rahmen des Austro-Korporatismus. Obwohl es in den 2000er Jahren eine scharfe politische Zäsur durch die Mitte-Rechts-Regierung von ÖVP und FPÖ (letztere mit dem erklärten Ziel, die Sozialpartnerschaft abzuschaffen) gab, blieb der traditionelle institutionelle Rahmen nicht nur im Großen und Ganzen intakt, sondern die WKÖ wurde konstitutionell aufgewertet. Dennoch ist die Interessenkonzertierung in der österreichischen Wirtschaft zunehmend schwieriger geworden. Es entstand eine Parallelität von Sozialpartnerschaft und Lobbying. In diesem Zuge hat sich auch das Rollenverständnis der WKÖ in Richtung einer „neuen“ Sozialpartnerschaft verändert.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftInnsbruckÖsterreich

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