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Politische Partizipation und Bürgerbeteiligung als Kompetenzanforderung in der Landesverwaltung von Baden- Württemberg

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Zusammenfassung

Die Landesregierung von Baden-Württemberg ist im Jahr 2011 durch die Einrichtung einer Stabsstelle für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft angetreten, die Bürgerbeteiligung bei Planungsvorhaben des Landes in der hierarchisch strukturierten Verwaltung auszubauen. Neben den bereits durch die Europäische Union ermöglichten Bürgerbeteiligungsrechten ist der Nachholbedarf gegenüber anderen Bundesländern - und hier insbesondere zu Bayern - jedoch in der Frage von Bürger- und Volksentscheiden immer noch sehr groß.

Die Einstellung der Bevölkerung zu politischen Institutionen ist dabei bedenklich, zeigen doch Umfragen, dass etablierte Verfahren wie Wahlen oder das Engagement in Parteien an Bedeutung verloren haben und nicht ausreichen, um den Vertrauensschwund in Parteien und Parlamente zu konsolidieren. Ein nicht zu vernachlässigendes Problem ist dabei die auch in Deutschland existierende Korruption in den öffentlichen Verwaltungen, die zu hohen materiellen und immateriellen Schäden führt. Dies kann am Beispiel des Hochwasserschutzes der Stadt Backnang dargestellt werden. Es ist daher eine nachhaltige Stärkung der Rolle des Bürgers notwendig.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Politische Bildung und PolitikdidaktikUniversität AugsburgAugsburgDeutschland

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