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Ökonomische Theorie der Politik: Staatsversagen

  • Thomas LenkEmail author
  • Werner Sesselmeier
Chapter

Zusammenfassung

Die Funktionen politisch‐staatlicher Institutionen sind insbesondere der Schutz von Eigentums‐ und Verfügungsrechten und die Bereitstellung öffentlicher Güter wie einer notwendigen Infrastruktur (z. B. durch Straßenbau, Bildung und Sozialpolitik). Weiterhin werden staatliche Eingriffe in die Ordnungspolitik mit der Regulierungsaufgabe im Falle eines Marktversagens begründet. Unter Marktversagen (siehe Kap. 19) versteht man dabei Fälle, bei denen ein System von Märkten zu politisch und wirtschaftlich nicht erwünschten Ergebnissen führt. So würden öffentliche Güter beispielsweise nicht oder nicht in ausreichender Menge produziert werden. Gleiches gilt für Umweltgüter und die daraus resultierende Konsequenz einer Umweltpolitik.

Generell ist neben dem Marktversagen aber auch ein Staatsversagen möglich, das grundsätzlich dann auftritt, wenn der Staat nicht effizienter als der Markt arbeitet. Entgegen den Ideen Max Webers, der Staat und Bürokratie als zweckrationale Instrumente zur Erreichung politisch vorgegebener Ziele betrachtet, geht es hier um die Eigenziele dieser Institutionen bzw. der darin agierenden Individuen.

Literatur

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  4. Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium der Finanzen (1976). Gutachten zur Aussagefähigkeit staatswirtschaftlicher Quoten vom 2. Juli 1976.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Öffentliche Finanzen und Public Management/FinanzwissenschaftUniversität LeipzigLeipzigDeutschland
  2. 2.Universität Koblenz-LandauLandauDeutschland

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