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Der Gütermarkt

  • Brigitte Hewel
  • Renate Neubäumer
Chapter

Zusammenfassung

Kapitel 12 stellt das allgemeine makroökonomische Grundmodell bei kurzfristiger Perspektive dar und stellt dabei den Gütermarkt in den Mittelpunkt und damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und ihre verschiedenen Komponenten sowie das gesamtwirtschaftliche Angebot. Anschließend leitet es das Gleichgewicht am Gütermarkt ab und zeigt, wie es bei Störungen dieses Gleichgewichts zu einem Multiplikatorprozess und schließlich zu einem neuen Gleichgewicht kommt. Darüber hinaus bezieht dieses Kapitel zinsabhängige Investitionen in die Betrachtung ein und leitet die sogenannte IS-Kurve ab, die alle Kombinationen von Volkseinkommen und Zins abbildet, bei denen Gleichgewicht am Gütermarkt herrscht.

Lernziele

Dieses Kapitel erklärt Ihnen die Grundprinzipien der Analyse des Nachfrage- und Angebotsverhaltens auf dem gesamtwirtschaftlichen Gütermarkt. Im Einzelnen sollen Sie erkennen und verstehen,
  • dass das Verhalten der privaten Haushalte am Markt für Konsumgüter und Dienstleistungen mit Hilfe der gesamtwirtschaftlichen Konsum- und Sparfunktion erfasst wird, die Nachfrage der Unternehmen nach Investitionsgütern mit Hilfe der Investitionsfunktion;

  • dass das Modell in kurzfristiger Betrachtung die Realität stark vereinfacht wiedergibt und annimmt, dass die Konsumausgaben von der Höhe des Volkseinkommens in der gleichen Periode abhängen und die Investitionen der Unternehmen von den Zinsen bestimmt werden;

  • dass andere Bestimmungsfaktoren wie Einkommensverteilung, Preise sowie psychologische Faktoren als gegeben und konstant angesehen werden und im Grundmodell unter dem Begriff Verbrauchsneigung bzw. Investitionsneigung in den Datenkranz verwiesen werden;

  • dass der Gütermarkt sich im Gleichgewicht befindet, wenn die geplante Nachfrage nach Gütern gerade so hoch ist, dass sie dem von den Unternehmen geplanten Güterangebot entspricht: Nachfrage = Angebot bzw. Investitionen = Ersparnisse;

  • dass eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage einen Anpassungsprozess (Multiplikatorprozess) auslöst, der über mehrere Perioden hinweg zu einem neuen Gleichgewichtseinkommen führt;

  • dass ein Nachfrageüberhang zu einem höheren Inlandsprodukt und einem höheren Volkseinkommen führt, ein Angebotsüberschuss dagegen zu einem geringeren Volkseinkommen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • Brigitte Hewel
    • 1
  • Renate Neubäumer
    • 2
  1. 1.vorm. Frankfurt University of Applied SciencesFrankfurt am Main, Bad Soden am TaunusDeutschland
  2. 2.Abteilung für WirtschaftswissenschaftUniversität Koblenz-LandauLandauDeutschland

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