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Die Wirtschaftsordnung

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Zusammenfassung

Das Grundproblem für jeden Staat besteht also darin, dass zur Befriedigung der nahezu unendlichen privaten und öffentlichen Bedürfnisse nur beschränkte Mittel zur Verfügung stehen. Um dieses Problem bestmöglich zu lösen, muss für die gesamte Gesellschaft irgendein System, eine Ordnung, gefunden werden. Die Wirtschaft hat nicht ein Eigenleben im Sinne eines seelenlosen Automatismus, sondern sie wird vom Menschen getragen und von Menschen geformt. Diese entscheiden sich für eine bestimmte Ordnung. Sie soll regeln, wer was entscheidet und wie die Pläne aller einzelnen Teilnehmer aufeinander abgestimmt werden. Was soll wann und wo für wen produziert werden? Wie wird gesichert, dass Materialien und Produktionsmittel sachgemäß sowie sparsam und effizient verwendet werden? Wie wird ein Anreiz zur Innovation gesetzt? Wie wird die Verteilung an alle Konsumenten organisiert? Welche Produktionsmittel werden eingesetzt? Was wird unternommen, um den gesamten Maschinenpark und die Gebäude, also den Kapitalstock, stetig zu erneuern und zu verbessern? Wie können wir sicherstellen, dass der ganze Apparat auf äußere Herausforderungen aller Art flexibel reagiert – vom Wetter über schwankende Wechselkurse bis zum Auf und Ab der Rohstoffpreise? Und in welcher Form soll sich das Angebot an die wechselnden Moden und Vorlieben des Publikums anpassen? Wie lässt sich in einer stark arbeitsteiligen Wirtschaft die Koordination der vielen Betriebe sichern, von denen jeder nur eine ganz eng definierte Palette von Produkten anbietet?

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.CuxhavenDeutschland

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