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Die plötzliche Verdichtung des Lebens

  • Andreas MarnerosEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Aus dem vierten Gesang meiner Odyssee werde ich Euch erzählen von Menelaos prachtvollem Palast und seinen Reichtümern, die ihn dennoch nicht glücklich machen. Die schöne Helena, seine Gemahlin, erkennt Telemachos als Sohn des Odysseus wegen der frappierenden Ähnlichkeit. Sie wie auch Menelaos erzählen interessante Erlebnisse mit Odysseus. Menelaos berichtet, wie er durch einen Seesturm nach Ägypten getrieben wurde und während der siebenjährigen Reise viele Reichtümer gesammelt hat. Und wie er in Ägypten den Meeresgott Proteus überwältigen konnte und von ihm einiges über das Schicksal der heimkehrenden Griechen wie auch über seine eigene sichere Heimfahrt erfuhr. Von Proteus habe er gehört, dass Odysseus auf einer Insel von der Nymphe Kalypso gegen seinen Willen festgehalten werde. Auf Ithaka erfahren inzwischen die Freier durch eine Indiskretion, dass Telemachos es doch geschafft hat, nach Pylos zu fahren, und beschließen seine Ermordung, bevor er nach Ithaka zurückkehren kann. Auch die unglückliche Penelope erfährt von der Reise ihres Sohnes und den Plänen der Freier, was ihr Unglück noch schlimmer macht. Und die uns begleitende Seele wird dabei geflügelte Worte von immerwährender Gültigkeit singen, wie etwa über die Anti‐Hybris und wie sympathisch sie ist, über des Reichtums Vermögen und Unvermögen, über die Grenzen der Trauer und das richtige Maß. Und weiter von der Externalisierung und von der Tatsache, dass die Wahrheit nur Fakten kennt, aber keinen Geschmack. Und über so manches mehr.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.BonnDeutschland

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