Advertisement

Theorieansätze zur Erklärung von Zuweisungsentscheidungen

  • Nicole Rihs
Chapter

Zusammenfassung

Geistige Behinderung ist nach den Ausführungen in Kapitel 2 als ein sozial konstruiertes Phänomen zu verstehen, wobei Definitionsinstanzen, Angebotsstrukturen, Wahrnehmungs- und Bewertungsprozessen wesentliche Bedeutung zukommt. Zudem sind Grenzlinien wie diejenige zwischen geistig behinderten Kindergartenkindern mit integrativer und mit separativer Sonderschulung wegen diagnostischen Unsicherheiten und fehlenden natürlichen Trennlinien kritisch zu betrachten. Weiter zeigen Erkenntnisse aus Abschnitten in Kapitel 3, dass nebst Aspekten des Kindes auch solche seiner Familie, der Schule und lokaler Gegebenheiten zu berücksichtigen sind. Es ist von einer Verflechtung beeinflussender Merkmale, Bedingungen und von Ausschlussmechanismen auszugehen. So ist es im Anschluss an die Ausführungen in Kapitel 4 zu Zuweisungsentscheidungen als kollektive und soziale Handlung angezeigt, als theoretischen Rahmen zur Erklärung von variierenden Zuweisungsentscheidungen beim Eintritt geistig behinderter Kinder in den Kindergarten (bildungs)soziologische Ansätze heranzuziehen. Wie einleitend thematisiert wird (vgl. Kp. 1), wurden die beiden Themenbereiche schulische Selektion und geistige Behinderung bisher wissenschaftlich kaum aufeinander bezogen bearbeitet.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Bleulerstrasse 60Schweizerische Epilepsie-StiftungZürichSwitzerland

Personalised recommendations