Zwischenfazit: Politikdidaktische Konsequenzen für das Politik-Verstehen in der digitalen Mediengesellschaft

Chapter
Part of the Politische Bildung book series (POLBIL)

Zusammenfassung

In diesem Teil erfolgte die politikdidaktische Auslegung der fachwissenschaftlichen Annahmen zur digitalen Medienentwicklung. Auf Grundlage der in Kapitel 1 diagnostizierten Forschungsdefizite verfolgte die Konzeption einen politikdidaktisch-hermeneutischen Ansatz, der vor dem Hintergrund der aktuellen Ergebnisse der politischen Kultur- und Jugendforschung (vgl. Kap. 5.1) entwickelt und am Beispiel des Einsatzes der journalistischen Nachrichtenportale veranschaulicht wurde. Der Zugang zur politischen Realität und den damit verbundenen Kompetenzbereichen stellt sich innerhalb der Konzeption über drei verschiedene Medienebenen her (vgl. Kap. 5.2): Erstens über eine subjektive Ebene, welche die mediale Alltagswahrnehmung über journalistische Nachrichtenportale untersucht (vgl. Kap. 5.2.1). Zweitens über eine intersubjektive Ebene, die dieses subjektive Medienbild durch eine interpersonale und im Netz ausgetragene Kommunikation ergänzt (vgl. Kap. 5.2.2). Drittens wurde auf der Ebene der politischen Objektivationen und der Ebene der regulativen Ideen ein kategorialer Zugang entwickelt, der die digitale Medienentwicklung aus der Perspektive der gesellschaftlichen Makrosysteme (Öffentlichkeit, Medien, Politik) beobachtet und die Folgen für die gesellschaftlich-politische Kommunikation analysiert (vgl. Kap. 5.2.3). Darauf aufbauend wurden erste Planungsentscheidungen für die Unterrichtspraxis (vgl. Kap. 5.3) getroffen. Deren unterrichtspraktische Evaluation findet mithilfe einer empirischen Wirkungsstudie innerhalb der Kapitel 7 und 8 statt.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftFriedrich-Schiller-Universität JenaJenaGermany

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