Advertisement

Von der Speerspitze bis zum E-Car

  • Jörg Mosler
Chapter

Zusammenfassung

„Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen“, knurrte einst ein Held der Politik. Wenn er sprach, nahmen selbst die kecksten Reporter eine Demutshaltung ein. Sie verfielen in eine Art Trance. Die versetzte ihre Gehirnmuskel in einen Entspannungszustand und sendete somit keinerlei Impuls zum Widerspruch. Derweil pustete dieser Politiker a. D. munter seine Rauchkringel durchs Studio. Rauchverbot? Interessierte ihn nicht. Applaus? Brauchte er nicht. Wer 96 Jahre geschultert hat, wer als Altkanzler schon zu Lebzeiten auf einen Sockel gehievt wurde, der musste sich nicht um Konventionen scheren. Der durfte Ironie und Altersstarrheit mischen.

Helmut Schmidt pflegte sein Image als Provokateur. Großartig. So entstehen Aphorismen. Als Unternehmer aber will ich einen Satz wie diesen wegwischen wie Nikotin in der Luft. Denn Visionen sind keine Krankheit, sondern ein Samen für Fortschritt. „Lieber Herr Schmidt, ich habe einen tiefen Respekt vor Ihrer politischen Leistung. Aber posthum will ich Ihnen dennoch widersprechen. Hätten Sie in Ihrem Leben keine Visionen gespürt – Sie wären der geblieben, der Sie vor Ihrer beeindruckenden Karriere waren: Amtsleiter für Verkehr in der Hansestadt Hamburg.“ Ohne Visionen herrscht Stillstand auf unserem Planeten. Wir hätten keine Idee von einem gelingenden Leben, keine Vorstellung von einer guten Zukunft.

Literatur

  1. 1.
  2. 2.
    Förster, A., & Kreuz, P. (2013). Hört auf zu arbeiten! München: Pantheon.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  • Jörg Mosler
    • 1
  1. 1.NürnbergDeutschland

Personalised recommendations