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Der Wert in der Warengesellschaft: Gedankending oder Realabstraktion

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Handbuch Kritische Theorie

Zusammenfassung

Im Zentrum des Artikels steht eine kritische Rekonstruktion des Marxschen Konzeptes des Werts. Sie wird eingangs kontrastiert mit dem Konzept des Werts bei Georg Simmel sowie im Weiteren insbesondere gegen vorkapitalistische Verhältnisse und die in diesem Zusammenhang erhobenen Ansprüche auf eine überhistorische Geltung des Wertbegriffs abgegrenzt. Die eigentliche Explikation der Marxschen Theorie in diesem zentralen Punkt nimmt sowohl die Frage der Arbeit und der hier ansetzenden „Arbeitswerttheorie“ auf als auch die eigentliche Bedeutung der Marxschen Werttheorie als Geldtheorie. Diese Probleme werden durch die Sekundärliteratur verfolgt, wobei insbesondere die „neue Kapital-Lektüre“ ausführlich untersucht wird.

Die Bedeutung der Werttheorie für die ältere Kritische Theorie ist nicht abzulösen von der Wiederaufnahme der Debatte durch Georg Lukács im Anschluss an und in Abgrenzung vom Marxismus der Zweiten Internationale. Hier wie auch in den Arbeiten von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Friedrich Pollock u. a. tritt die Analyse der Wertform hinter die Rede von der Warenabstraktion zurück. Neben einem Blick auf die Rolle der Wertkategorie in der sowjetischen Planungstheorie zeichnet der Artikel abschließend den Abschied von der Wertproblematik, aber auch von der Kategorie der Arbeit vor allem bei Jürgen Habermas und Claus Offe nach.

„Dem Wert ist nicht auf die Stirn geschrieben, was er ist“

(Marx MEGA II 5, S. 46)

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Notes

  1. 1.

    Im Folgenden zitiert nach der Simmel Gesamtausgabe (GSG), Band 6.

  2. 2.

    Dass im Produktions- und Reproduktionsprozess des Kapitals eine sog. Dienstleistung, die unter der Regie eines einzelnen Kapitals verrichtet wird, den Wert des vorgeschossenen Kapitals plus seinem (Durchschnitts-)Profit ersetzen kann, hebt den realen Status des Werts als Vergegenständlichung eines gesellschaftlichen Verhältnisses nicht auf als die der verallgemeinerten Warenproduktion eigene Weise der Vermittlung von gesellschaftlicher „Güterordnung“ und „Arbeitsordnung“ (Kahn-Freund 1965, S. 6). Der Dingcharakter des ökonomischen Wertes darf jedoch nicht mit dem stofflichen Charakter von Warendingen vermischt werden (vgl. dagegen die Ausführungen bei Dämpfling (2000, S. 51 ff.) um einen Fetisch der „Stofflichkeit“ bei Marx).

  3. 3.

    Beispiele dürften auch die Megalith-Anlagen im nördlichen und westlichen Europa sein. Auch die Bewässerungssysteme der Inkas, in China oder die Wasserbaukulturen am Indus, in Mesopotamien und Ägypten dürften nicht einen Begriff der „gesellschaftlichen Arbeit“ oder gar der „Gesellschaftlichen Gesamtarbeit“ rechtfertigen, die für die Erklärung der materiellen Reproduktion kapitalistischer Ökonomien sowohl nach der Gebrauchswertseite wie nach der Wertseite hin erforderlich sind.

    Gesellschaftliche Gesamtarbeit als Voraussetzung und Resultat eines gesellschaftlichen „Gesamtprozesses“ ist erst auf der Basis der Vermittlung durch Waren und Warenwerte theoretisch explizierbar (Wasmus 1987, S. 238 ff.).

  4. 4.

    Zur Diskussion der Konzepte von Karl August Wittfogel („hydraulische Gesellschaft“) und Lewis Mumford („Mega-Maschine“) vgl. u. a. Breuer 1991, Kößler 1993.

  5. 5.

    Dies bleibt allerdings Postulat, solange die Mechanismen oder Institutionen einer proportionalen Verteilung der Gesamtarbeit auf einzelne Produktionszweige nicht benannt werden können.

  6. 6.

    Vgl. Weber 1988, S. 298 ff.; zur Problematik der Kennzeichnung der antiken Sklaverei als Produktionsweise vgl. insb. Finley 1993, S. 210 ff.

  7. 7.

    Mit den Grundrissen, der ersten und zweiten Auflage von Band I von „Das Kapital“ und dem Nachwort zur ersten Auflage, den Kommentaren zur Umformulierung oder „Popularisierung“ der Wertformanalyse im ersten Abschnitt liegen mindestens vier durchformulierte Fassungen vor (vgl. Heinrich 2008).

  8. 8.

    Marx wird die hier von Smith geäußerte Auffassung des Lohns als Bestandteil des Warenwertes später kategorisch zurückweisen.

  9. 9.

    Entgegen der Behauptung von Lange, dass sich im ersten Satz des hier Zitierten bei Smith eine „Faktorentheorie“ des Wertes ankündigt, wird in der zitierten Aussage der Profit des Meisters durch die Arbeit des Arbeiters zugesetzt.

  10. 10.

    Man könnte auch von einem „humanistischen Standpunkt“ sprechen, von dem aus es allein die formende Kraft des Menschen (und nicht die von Tieren oder anderen Naturkräften) ist, die seine gegenständliche Welt schafft. Dagegen spricht nicht, dass unter der Regie des Kapitals die formenden Kräfte auf die Maschinen übergegangen scheinen, die nun von den Arbeitskräften bedient werden. Das ist der „Standpunkt“ des Kapitals, das die „Produktivkräfte der Arbeit“, zu denen auch Wissenschaft und Technologie gehören, gratis oder gegen Zahlung verwertet.

  11. 11.

    Vom „Standpunkt“ des Kapitals aus erscheint die gesellschaftliche Arbeit jedoch unterteilt in „produktive“ und „unproduktive“ Arbeiten (vgl. weiter unten „Was ist Arbeit?“).

  12. 12.

    In den Augen der Operaisten, aber auch bei Arthur oder Postone, führt der Kampf der Massenarbeiter in der Fabrik gegen das Kapital zu einem Punkt der Immaterialisierung der Arbeit und des von Marx im sog. Maschinenfragment ins Auge gefassten Zusammenbruchs der Mehrwertproduktion, wenn im Reich sich selbst programmierender Maschinen den Menschen nur noch Restaufgaben bleiben (zum sog. Kognitiven Kapitalismus Lorey und Neundlinger 2012).

  13. 13.

    Die Analyse sog. Dienstleistungen, die nicht Teil der Warenproduktion ist, in denen die nützliche Tätigkeit unmittelbar konsumiert wird (etwa beim Friseur oder im Symphoniekonzert), die auch unter der Regie eines Kapitals stehen können, muss hier zunächst außerhalb der Betrachtung bleiben.

  14. 14.

    Ausgenommen hiervon sind sog. „freie Produktionsvoraussetzungen“, die dem Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt nichts kosten (wie die Sonnenenergie), die aber unter bestimmten Bedingungen zu den vom Kapital herzustellenden oder zu kompensierenden Voraussetzungen seiner Produktion werden können (Abfallbeseitigung, Emissionsschutz etc.).

  15. 15.

    In frühen Stadien des Naturaltausches können in dieser Form spezifische Überschüsse von Gruppen/Gesellschaften den Eigentümer wechseln, ohne dass sie als „Äquivalente“ gelten mussten.

  16. 16.

    Vgl. Kirchhoff und Reutlinger 2006, S. 210 f. Entscheidend sind hier die materialen Voraussetzungen einer solchen nominellen Transitivität, die nur bei Marktgängigkeit aller Waren auf einem umfassenden Markt (Weltmarkt) der Tendenz nach zu realisieren sind, was im Ansatz heute mit elektronischen Börsen bewerkstelligt werden könnte.

  17. 17.

    Insbesondere war von Marx zu zeigen, dass Wert nicht kategorial gleich aufgewendeter Arbeit ist, wie einige Sozialisten meinten, die Geld durch „Arbeitszettel“ ersetzen wollten. Der den Waren als Äquivalenten zukommende Wert ist als Resultat der faktischen Gleichsetzungen im Tausch unabhängig davon, wodurch die Gleichsetzungen reguliert werden. Der Wert als Form der Waren ist unabhängig von der Bestimmung der Wertsubstanz, die bei den Klassikern nicht unterschieden wurden.

  18. 18.

    Die Vorstellung einer vorkapitalistischen oder nicht-kapitalistischen „einfachen“ Warenproduktion, in der die Waren zu ihren „Arbeitswerten“ getauscht werden, hat zur für die theoretische und politische Diskussion und Praxis in der an Marx orientierten Linken, so auch in der kritischen Theorie der Frankfurter Schule, weitreichende Konsequenzen gehabt, da sie durch das Kapital, insbesondere als Monopolkapital, bereits eine Verfälschung der auf gesellschaftlicher Arbeit beruhenden Wertstruktur gegeben sah (vgl. weiter unten die Diskussion um Friedrich Pollock). Einflussreiche Theoretiker wie Karl Kautsky, Ernest Mandel oder Paul M. Sweezy sind hier zu nennen. Sie bildete aber auch bei der Frage einer nicht-kapitalistischen, sprich sozialistischen Warenproduktion einen zentralen Ausgangspunkt.

  19. 19.

    Wieweit dieses von ihm tatsächlich zwingend durchgeführt wurde, bleibt unter den Debattand_innen einer „Neuen Kapitallektüre“ umstritten (vgl. zum „Übergang ins Kapital“ Heinrich 2003, S. 253 ff.).

  20. 20.

    Die Austauschverhältnisse sind zugleich symmetrisch, aber nicht reflexiv, da eine Ware sich nicht gegen sich selbst tauschen kann bzw. der Wert einer Ware nicht durch diese selbst, sondern nur durch ihren Tauschwert, d. h. durch die mit ihr zum Tausch anstehende Ware ausgedrückt oder gemessen werden kann (vgl. Schlaudt 2011).

  21. 21.

    Entscheidend ist hier, dass Äquivalenz nicht als vorausgesetzte Gleichheit von Wertgrößen verstanden wird, sondern als das Ergebnis der allseitigen, unabhängigen Aktionen der am Markt Beteiligten, die sich als gleichberechtigte (wenn auch nicht als materialiter gleiche) Eigentümer ihrer Waren anerkennen. Marx sah als Voraussetzung für den Äquivalententausch das Vorhandensein eines Begriffs „menschlicher Gleichheit“ an, die es für Aristoteles in der Sklavenhaltergesellschaft nicht geben konnte (MEW 23, S. 74) Diese ist für ihn erst möglich „in einer Gesellschaft, worin die Warenform die allgemeine Form des Arbeitsproduktes […] ist“ (ebd.). Aristoteles sah in der „Nikomachischen Ethik“ die im Tausch der Ware gegen Geld herrschende „ausgleichende Gerechtigkeit“ nur als gesellschaftlichen Notbehelf gegenüber der „distributiven Gerechtigkeit“, die die Ungleichheit der Menschen berücksichtigt (vgl. Castoriadis 1983). Auch für Marx ist jedoch die „Gleichheit der Warenbesitzer“ im Kapitalismus nur ein „Notbehelf“ oder ein „Zwischenstadium“ auf dem Weg ins „Reich der Freiheit“ (Reitter 2011, S. 201 ff.).

    An dieser Stelle ist auch ein Blick auf die u. a. von Marcel Mauss untersuchten Beziehungen eines „Gaben-Tausches“ oder einer „Geschenkökonomie“ aufschlussreich. (Beide Begriffe sind allerdings problematisch, da sie schon ein Verständnis von Tausch bzw. Ökonomie implizieren, das erst an den Verhältnissen zu bilden wäre.) In den Untersuchungen zur Praxis der Gabe (u. a. auf den Tobriand-Inseln und bei den Indianervölkern der amerikanischen Nordwestküste) stieß Mauss auf elementare Formen der Herstellung von verpflichtenden Bindungen zwischen gesellschaftlichen Einheiten (Familien, Stammeshälften, Clans). Die Gaben-Beziehung ist dreigliedrig und besteht aus der Verpflichtung zur Gabe, zur Annahme und zur Erwiderung. Die Gaben-Beziehung ist daher nicht mit einer „Tauschbeziehung“ oder der Verpflichtung zur Reziprozität identisch, sondern geht ihr genetisch voraus. Zu schnell wird das von Mauss beschriebene „Geben von Gaben“ als elementare Form des „Tausches“, also als ökonomische Form begriffen. Die Gaben stiften „Bündnisse“ zwischen Familien, Gruppen, „Stämmen“, sprich zwischen Kollektiven, durch Geben und Nehmen von Töchtern oder Schwestern, durch Feste, den Konsum von Überschüssen, etwa den bei den Häuptlingen akkumulierten Reichtum an Schweinen, die Entsendung kostbarer Gegenstände auf lange, überseeische Routen der Zirkulation wie beim Kula-Ringtausch oder die demonstrative Zerstörung von Reichtum (Matten, Kupferplatten) im Potlatsch.

    Die Gaben haben stets einen zeremoniellen Charakter und sind in rituelle Verrichtungen eingebettet. Sie sind aber auch nicht frei von „ökonomischen“ Motivationen, insofern der Geber, der einen wertvollen Gegenstand in die Zirkulation, etwa im Kula-Ringtausch auf eine unsichere Reise gibt, eine mit einem „Wertzuwachs“ verbundene Rückkehr in Form einer Gegengabe erwartet. Die archaischen Gesellschaften hatten nach Mauss einen gewissen Begriff vom Wert der Dinge, durch den Überschüsse sichtbar werden, ein „Mehr“ in den Gabe-Spielen des Potlatsch, das verschwendet werden kann. Die kostbaren Dinge der archaischen Gesellschaften hatten auch eine „Kaufkraft“, und bestimmte von ihnen hatten die Kraft, Schulden zu tilgen (Mauss 2015, S. 49). Jedoch waren die Quantitäten nicht fixiert und variierten von Situation zu Situation. Der Preis der aufgefädelten Muschelschnüre, die nach der Handspanne des Gebers bemessen wurden, steigt so mit Zahl und Umfang der Transaktionen (Mauss 2015, S. 49 ff.). Die Bezahlung mit archaischem „Geld“ stellt nicht die Beendigung eines Tausches dar, sondern ein Vertragssiegel oder Unterpfand für die Überlassung eines Gegenstandes oder einer Frau aus einem Verband an einen anderen. Auch Simmel erkennt im Tausch ursprünglich eine Friedensstiftung (GSG 6, S. 89). In diesen zum Teil „ziemlich aufgeklärten Gesellschaften“ zirkuliert nach Mauss etwas ganz Anderes als das „Nützliche“ (Mauss 1978, S. 131).

  22. 22.

    Die Äquivalenzrelationen oder „gültigen Tauschwerte“ (MEW 23, S. 51) sind als Wertrelationen unabhängig von den Wollungen der Austauschenden und nur begrenzt bewußtseinsfähig (etwa in Vorstellungen vom intrinsischen Wert einer Sache) und werden überdeckt von Bedürfnissen und Nutzenvorstellungen, den Simmelschen Begehrungen.

  23. 23.

    In der Ersten Auflage von „Das Kapital“ heißt es: „Die Waaren [sind] zunächst als Werte schlechthin zu betrachten. Das Wertsein der Ware bildet ‚ihre Einheit‘“ (MEGA II/5, S. 19).

  24. 24.

    Reichelt spricht die gesellschaftstheoretische Bedeutung dieser Einheit aus: „Unmittelbar sind die Produkte lediglich konkrete Gebrauchsdinge, denen man nicht ansieht, daß sie Teil einer Einheit sind: daß ein Teil der gesellschaftlichen Gesamtarbeit zu ihrer Herstellung aufgewendet wurde. Wenn aber die der Gesamtgesellschaft zur Verfügung stehende Arbeitszeit nach Maßgabe bestimmter Bedürfnisstrukturen auf die verschiedenen Produktionszweige verteilt werden soll, so ist das nur möglich, wenn die verschiedenen Produkte als quantitativ verschiedene Ausdrücke derselben Einheit in Erscheinung treten. Das ist der Schlüsselgedanke der Marxschen Wert- und Geldtheorie“ (Reichelt 2001, S. 161).

  25. 25.

    Keynes behilft sich mit dem Ausdruck „Rechnungseinheit“, also jener Einheit, in der Schulden, Preise und allgemeine Kaufkraft ausgedrückt werden. „Die Rechnungseinheit ist die Beschreibung, das Geld aber das Ding, das dieser Beschreibung entspricht“ (Keynes 1931, S. 3, zit. nach Krüger 2012, S. 43).

  26. 26.

    Neben einer Geldware, etwa im Goldstandard, sind auch andere Fundierungen des Geldes möglich, in denen der Wert einen gesellschaftlich geltenden, etwa durch Staats- und Bankautorität gesicherten Ausdruck besitzen muss. Jedoch verhindert dies nicht ab und an die „Flucht ins Gold“ angesichts einer den Warenkreislauf erschütternden Krise.

  27. 27.

    Der ambitionierte Versuch von Sohn-Rethel, formuliert auch im Austausch mit Adorno (1936/1965), in dem entstehenden Geldgebrauch in Griechenland ab dem 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bereits den „Wertbegriff“ angelegt zu sehen, der nach Sohn-Rethel maßgebend für die Entstehung der griechischen Philosophie und Mathematik und des „abstrakten Denkens“ oder „reinen Verstandes“ sein soll, kann hier nicht näher gewürdigt werden (Sohn-Rethel 1978). Er hat mit der Marxschen Wertanalyse wenig gemein, insofern er eine verallgemeinerte Tauschgesellschaft vor der Herausbildung einer verallgemeinerten Warenproduktion postuliert. (Zur antiken griechischen Ökonomie vgl. Finley 1981; Rostovtzeff 1998. Sohn-Rethel stützt sich insbesondere auf Thomson 1961a, b).

  28. 28.

    Heinrich moniert, dass „[i]ndem Marx seine Geldtheorie an die Existenz einer Geldware knüpft, (…) er die abstrakteste Bestimmung des Geldes mit einer bestimmten historischen Geldform [verquickt]“ (Heinrich 2003a, S. 240). Nach Fieler hatte das Geldsystem zur Zeit der Abfassung von „Das Kapital“ einen gemischten Charakter aus Metallgeld und Banknoten, deren Bedeutung Marx für das Kreditsystem in Ansätzen im zweiten und dritten Band von „das Kapital“ würdigte.

  29. 29.

    Die Werte können in der kapitalistischen Welt auch nicht mehr wie in der Antike oder Scholastik als „gerechte Preise“ (iustum pretium) gelten (Lichtblau 2004, S. 586 f.). Die bürgerliche Ökonomie steht nicht mehr auf einer moralischen Grundlage, sondern erhebt sich auf der Basis eines Privateigentums, das, nur von den individuellen Interessen geleitet, die beste aller Welten hervorbringen soll.

  30. 30.

    Ähnlich Ammon, der von den Preisausdrücken der Waren verlangt, „[…] daß sie etwas gemeinsames Soziales enthalten, eine Gleichartigkeit in Sozialer Beziehung aufweisen, d. h. eine Geleichartigkeit, die nur unter Voraussetzung eines sozialen Verkehrs, abgesehn davon aber nicht denkbar ist.[…] Zugleich darf sie aber als soziale Gleichartigkeit nicht bloß in Gedanken des einen oder anderen Individuums existieren, sondern muss eben für alle, einen geschlossenen Gesellschaftskreis bildenden Individuen in derselben Weise gelten“ (Hervorhebungen im Original, Ammon 1927, S. 314; zit. nach Eichler 2015, S. 158).

  31. 31.

    Das heißt auch, dass die Äquivalenz der getauschten Warenwerte vor dem Austausch von den Tauschenden nicht notwendig als solche erkannt werden muss. Die Äquivalenz der Waren als Arbeitsprodukte setzt sich im Chaos des allseitigen Handelns nicht deshalb durch, weil die Beteiligten es so wollen, sondern weil es letztlich die verrichtete (produktive) Arbeit als Teil der gesellschaftlichen Gesamtarbeit ist, die faktisch und letztendlich (quasi mit der Kraft eines Naturgesetzes; MEW 32, S. 552 f.) als verbindendes Element der Wertsetzung und Werterhaltung im Reproduktionsprozess wirkt, d. h. auch makro-ökonomisch in den Wertschöpfungsprozessen zählt. Das muss sich auch empirisch zeigen (vgl. dazu Fröhlich 2009).

  32. 32.

    Historisch nimmt die Herstellung einer konsistenten Wert-Ökonomie ihren Ausgangsprunkt bei der Geldgier, Geldnot, Geldaufhäufung der spätfeudalen Fürsten und Staaten zur Kriegsführung und merkantiler Politik, von der aus das Kapital mehr und mehr Produktionssektoren für sich erschließt und beginnt, einer realen Ökonomie der Arbeitszeit zu unterwerfen.

  33. 33.

    Das übersieht Simmel, der glaubt, einer irgendwie gebildeten Gesamtsumme von Warenwerten (wie immer diese ausdrückbar sind), eine nominale Gesamtsumme des verfügbaren Geldes gegenüberstellen zu können. Dies wird von seiner Interpretin leider anstandslos nachvollzogen (Cantó Milà 2005, S. 176 ff.).

  34. 34.

    Marx MEW 13, S. 18.

  35. 35.

    Zur Gleichgültigkeit als Abstraktionsverhältnis vgl. Schlaudt 2011, S. 266.

  36. 36.

    Trotz der Homogenisierung und Entqualifizierung in weiten Bereichen der Industrie, heute auch in der IT-Industrie, bleibt das kapitalistische Management auf den „menschlichen Faktor“ angewiesen.

  37. 37.

    Die Zeit der Uhren ist bereits eine „abstrakte Zeit“ gegenüber den Rhythmen der Körper, der Pflanzen oder der sozialen Feste.

  38. 38.

    Diese liegen in den Industriestatistiken gut dokumentiert für die Aggregate vor und benötigen keine Umrechnungen in „abstrakte Arbeitsstunden“.

  39. 39.

    Zur Bestimmung dieser Sektoren vgl. Fröhlich 2009, bereits auch Wienold 1984.

  40. 40.

    In einem Produktionssystem, in dem alle Inputs durch Outputs des Systems reproduziert werden und der einzige exogene Faktor die Arbeit oder die Arbeitskraft ist, sind die Austauschrelationen (relativen Preise) durch die aufgewendete Arbeit bestimmt (vgl. Helmedag 1992, S. 317 f.). In einem solchen System, wie in den linearen Produktionssystemen nach Sraffa 1976, die durch Produktionskoeffizienten zwischen Inputs und Outputs beschrieben werden, gibt es ebenfalls ein System relativer Preise, ohne dass diese explizit durch Arbeit-Inputs vermittelt scheinen. Es geht Marx jedoch um die Kategorie des Werts, der in diesen Preisen erscheint und um seine Verselbständigung in Geld, von dem die Sraffa-Modelle vollständig absehen. Werttheorie ist für ihn Geld- und Kapitaltheorie, die auf „abstrakte Arbeit“ als ihren Grund verweisen.

  41. 41.

    Habermas 1981, S. 474 ff. sieht Lukács eher in der Tradition Webers, dessen Rationalisierungsthese er mit dem Grundbegriff der ‚Verdinglichung‘ verknüpfte, den „die marxistische Theorie … bereit(halte)“ (1981, S. 473) und betont im Weiteren die Kontinuität der Arbeiten von Horkheimer und Adorno mit Lukács, die erst mit der Negativen Dialektik abbreche.

  42. 42.

    Weitere Zusammenhänge mit dem Theorem des „organisierten Kapitalismus“ können hier nicht verfolgt werden.

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Kößler, R., Wienold, H. (2019). Der Wert in der Warengesellschaft: Gedankending oder Realabstraktion. In: Bittlingmayer, U., Demirović, A., Freytag, T. (eds) Handbuch Kritische Theorie. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-12695-7_50

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