Was kann die Gesundheitswirtschaft von militärischer Führung lernen?

  • André Röhl
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Zusammenfassung

Gute Führung ist die Grundlage einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft. Sie ist zwingend notwendig, um technische oder prozessuale Konzepte zum Qualitätsmanagement wirksam werden zu lassen. Gerade aufgrund der hohen Belastung und knapper Ressourcen ist es wichtig, die für die Führung verbliebene Zeit optimal zu nutzen. Die Herausforderungen für Führungskräfte im Gesundheitswesen weisen einige Gemeinsamkeiten mit denen militärischer Führungskräfte auf. Dies betrifft etwa den Umgang mit Komplexität oder Druck einer geringen Fehlertoleranz. Am Beispiel des Führungssystems der Bundeswehr werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie insbesondere in Krankenhäusern die unterschiedlichen Zielperspektiven von Führung besser abgebildet werden können. Im Mittelpunkt sollten dabei eine verbesserte Aus‐ und Weiterbildung von Führungskräften stehen. Weiterhin sollte ein stärkerer Fokus auf die Mitarbeiterorientierung und die Ausgestaltung langfristiger Entscheidungsprozesse gelegt werden. Optimierungspotenziale werden auch in der Organisation gesehen. Ansprüche der Mitarbeiter an Führung könnten verstärkt durch Elemente organisationaler Führung wahrgenommen werden, um einzelne Führungskräfte in ihrer Doppelfunktion als fachlicher Entscheider und Führungskraft zu entlasten. Ziel aller Maßnahmen sollte die Förderung eines umfassenden „shared understanding“ sowohl bei kurzfristigen fachlichen als auch bei strategischen organisatorischen Entscheidungen sein. Auf dieser Grundlage erweist sich Führung nicht nur als Garant für die zielgerichtete Koordination von Leistungspotenzialen, sondern auch als maßgeblicher Haltefaktor für die Personalbindung.

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Authors and Affiliations

  • André Röhl
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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